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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

Meyer, H.: Der Orkan im Indischen Ozean im Mai 1902, 
3. Dampfer „Aragonia“, 
FE 
Datum 
Uhrzeit 
Schiffsort 
N-Br. | O-Le. 
Wind- 
richtung und 
stärke 
Bar. 
"Cher. 
Bewölkung 
Bemerkungen. 
7.5. 4V 
88V 
11,7 
11,8 ı 
61,2 
28 
60,5 
WSW 3 
WSW 5 
SW 5 
SW 5 
SW 5 
Ss 6 
756,8 
759,1 
757,9 
28 
Ccus 9 
eir-s 
ecu-ni 8 
cir 
7 
en 
ir 
9 6 
cu 
cir-s 8 
eir-s. 10 
7h einzelne leichte Regen- 
schauer. 
12V 
11,9 | 
59,8 
929 
4N] 
8N 
I2N 
12.0 | 
59.2 
756,4 
757,1. 1 
7564 | 98 
12,2 | 58,6 
123 | 380 
Blitzen in N. 
3.5. 4V 
6V 
SV 
12,5 
12,5 | 
12,6 | 
RU & 
57,1 
56,9 
S 6 
so 8 
SO 10 
757,0 
28 
ni 
9 
Böig, Regen. 
Regen; bis 6h hohe SW- 
Dünung. 
Böen, Regen; gewaltig hohe 
See 
755,2 
94 
ni 10 
10 V 
12V 
12,7 
12,8 
| 
56,8 
56,7 
S 11 
SSO 11 
752,8 
750,8 
dd 
nı 
*n 
2N 
4+N 
6N| 
8a8N 
12,9 | 
12,9 
13,0 | 
13.0 
56,7 
56,6 
56,7 
56,7 
SSW 10 
SSO 11 
SsSsSoO 11 
SO 11 
748,8 
745,8 
723,5 
7239 
ni 10 
ni 10 
g9h 30 min niedrigst. Baro- 
meterstand 722,5. 
Vollständig unsichtig durch 
Gisecht, 
10N 
12N 
13,1 | 56,7 
13,2 | 56,7 
SSO 11 
SSO 11 
723,7 
722,9 
ni 10 
3.5. 2WV 
4V 
55V 
SV 
10V 
12,3 
13,3 
13,5 
13,6 
13,6 
56,7 
56,7 
56,7 
56,6 
36,5 
| 
5W 
W 12 
SO 12 
0 12 
N 10 
723,0 
725,9 
719,5 
728,8 
743 4 
ni 10 
ni 10 
Gewaltige Böen, 
7h niedrigst, Barometerstand 
717,1; kurz darauf starkes 
Steigen des Barometers, 
Schiff vollständig in Gischt 
. gehüllt. . 
10h fing die Luft an, sich zu 
brechen. See nimmt ab. 
12V | 13,5 
4N| 13,5 
8N| 13,6 
2N| 13,7 
56,4 
36,0 
05,4 
48 
N 9 
N 6 | 
N 4 
ww 4 | 
750,8 
753,6 — 
755,8 28 
757,4 28 
ni 10 
cir-s ni 9 
cu-s 8 
ecir-s eu 10 
Kreuzsee. 
Allgemeine Bemerkungen. Die südöstliche See war im Allgemeinen 
nicht so hoch, wie man der Stärke des Windes nach hätte erwarten können. 
Der Seegang, der an Bord Schaden anrichtete, war verhältnifsmäfsig niedrig, 
aber von grofser Gewalt. In der schlimmsten Zeit war die Gischt so stark, 
dafs man nicht 100 Fulßls weit sehen konnte; es wurden daher auch keine hohen 
Brecher gesehen. Es war nicht auszumachen, ob es während der schlimmsten 
Zeit des Örkans regnete, da Alles in Wasserstaub gehüllt war. Die Lee-Maschine 
ging meistens mit %4 ihrer Kraft vorwärts, während die Luv-Maschine gestoppt 
war. Das mit Schlingerkielen versehene Schiff lag infolgedessen und infolge 
der guten Trimmung ausgezeichnet und nahm verhältnifsmäfsig wenig Wasser über. 
. 4. Dampfer „Ehrenfels“, 
Am Mittwoch, den 7. Mai, befanden wir uns mittags nach astronomischen 
Beobachtungen auf 11° 30‘ N-Br, und 60° 4‘ O-Lg. Der Wind war südlich, 
die Luft leicht schaurig, die See bewegt. Kurs WNW !/: W, Deviation !/4 Strich 
West. Gegen Abend einige leichte Regenschauer; Barometer stetig. 
Donnerstag, den 8. Mai. Um 4 V. nahmen Wind und Seegang zu 
mit. Regenschauer. Von 6" an steuerten NWzW !/a W, Wind SO, starke Dünung 
aus WSW. 8 Bar. 759 mm; Wind nahm schnell an Stärke zu. 10» voller 
Orkan mit sehr hohem Seegang. Bar. fiel plötzlich bis auf 723 mm. . Um 1* N. 
ging das Centrum des Orkans über uns hinweg. Von allen Seiten wälzten sich 
ungeheuere Wassermassen über das vor dem Winde liegende Schiff hinweg, das
	        
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