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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1902, 
Tabelle 5 (Richtung.) 
Tabelle 6 (Stärke.) 
Wahre Wind- 
stärke 
A 
Wahre Wind- 
stärke 
Fin 000 
— ‚0 
0—21/2 189 0% 52/4 
331% |26! : , 54 380%, 120%! 50% 
440 2710| 91 21%: 100% 69% 
über 412 | 9| 9! 35 17% 179% ı 66% 
0— 3 75,46%, | 10%, | 44/0 
3—31% | 44 9]12 69% | 13% | 18% 
4—41 | en 3407 1 11% ' 55% 
über 402 * 22| 5|26 42% 9%! 49% 
Summe | 85 | 36 | 191 ı — 
Durchschnitt | — ! — [| — „27% 12% 161% 
Summe 15136 |145 — 
Durehschnitt | — |—1—' 45% 111% 144% 
Ueber den Unterschied von 20 Begegnungen zwischen der Gesammt- 
angabe für Windrichtung und -stärke siehe Abschnitt 3 Seite 376. 
Auch diese beiden Tabellen lassen sofort einen durchschnittlichen posi- 
tiven Unterschied für Windrichtung und -stärke als wahrscheinlich vermuthen, 
was die folgende Zusammenstellung bestätigt. 
Tabelle 7. 
Unterschiede der Windrichtung und -stärke. 
Wahre Windstärke 
Differenz der 
Zahl der Beob- 
achtungen für 
Richtung | Stärke Richtung | Stärke 
0—21/2 + 0,7 
3—31% +0,7 
4-—41/2 +03 
über 4!/2 0,0 
Durchschnitt + a4 
/ 
+06 60 80 
+09 68 68 
+03 131 131 
+05 | 538 53 
0,5 312 3392 
Ein Vergleich mit Tabelle 3 zeigt eine gute Uebereinstimmung. Es stellt 
sich für die Differenz der Windrichtung und -stärke ausnahmslos ein positiver 
Unterschied heraus. Bei der Windrichtung zeigt sich eine Verringerung des 
Unterschiedes mit wachsender wahrer Windstärke, während die Unterschiede der 
geschätzten Windstärken bei allen Stärkegraden etwa dieselbe Gröfse haben. Alles 
zusammengenommen, darf man sagen, dafs die auf deutschen Dampfern gewonnenen 
Angaben über Windstärke durchschnittlich um drei Zehntel eines Beaufortgrades 
zu vergrößern sind, wenn sie bei der Fahrt vor dem Winde, und etwa eben- 
soviel zu verkleinern sind, wenn sie bei der Fahrt gegen den Wind gemacht 
sind, und diejenigen über Windrichtung um *%/ı0 oder */10 Strich achterlicher zu 
nehmen sind, wenn sie bei schwachem Gegenwind notirt worden sind, während 
sie gar keiner Korrektion bedürfen, wenn Mitwind oder starker Gegenwind 
notirt worden ist. 
5. Vergleich der Unsicherheit in der Schätzung von Windrichtung und -stärke 
auf mit- und gegenfahrenden Dampfern. 
Da sich unschwer mit der Zusammenstellung von Begegnungen gegen- 
fahrender Dampfer nach den synoptischen Wetterkarten auch eine solche mit- 
fahrender Dampfer verbinden liels, so wurden auch diese in den Kreis der 
Untersuchung gezogen. Als gröfster Abstand der sich begegnenden Dampfer 
wurden 60 Seemeilen festgehalten. 
Die Gesammtzahl der Begegnungen betrug 369. Es hatten von den 
Dampfern: 
beide Mitwind . . 96 Fällen, 
‚ beide Gegenwind . . .. „ 236 
”, beide Seitenwind . . 2.0.0.0... „ 18 
4, der eine Mit-, der andere Seitenwind . .. „ 6 
5. der eine Gegen-, der andere Seitenwind . „ BB 
Hatten beide Dampfer Windstille oder nur der eine Windstille, der andere 
Mitwind angegeben, so wurde diese Begegnung zur 1. Kategorie gerechnet;
	        
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