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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1902. 
Niederschlag, mm 
Zahl der Tage 
Windgeschwindigkeit1) 
Stat. 
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Datum der Tage 
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2,3 
2,6 
2,5 
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Der Monat Mai charakterisirte sich in seinen Monatswerthen bei niedrigem 
Luftdruck als kühl, trüb, ruhig und bis auf die pommersche Küste als nals. 
Unter den zu Zeiten der Terminbeobachtungen notirten Winden traten die süd- 
westlichen bis nordwestlichen durch Häufigkeit hervor. 
Steife und stürmische Winde traten über gröfserem Gebiete am 14, an 
der Nordsee meist aus dem Nordwestquadranten, vielfach steif und vereinzelt 
bis Stärke 8 anschwellend, und am 16. ostwärts bis Pommern auf, meist Stärke 8 
erreichend und mehrfach überschreitend, an der Nordsee aus dem Nordwest- 
quadranten, an der ostholsteinschen und mecklenburgischen Küste aus SW bis 
NW und weiter ostwärts aus südlichen Richtungen. 
Bis zum 27. herrschte kühles Wetter; die Morgentemperaturen lagen 
bis zu diesem Tage, mit vereinzelten Ausnahmen an der preufsischen Küste, 
unter den normalen Werthen. Dann traten warme Tage ein, an denen die 
Temperatur rasch anstieg. In ihrem Gange von Tag zu Tag zeigten die Morgen- 
temperaturen bis gegen Monatsmitte wenig Aenderung oder im Osten grölsere 
Schwankungen um eine wenig veränderte Mittellage, dann mehr oder weniger 
stetiges langsames Steigen und in den letzten Tagen meist starke Zunahme, 
Die Temperatur schwankte an der Küste zwischen der niedrigsten, -— 1,0°, von 
Rügenwaldermünde und der höchsten, 29,4°, von Swinemünde, also um 30,4°, 
während auf den Stationen die kleinste Schwankung gleich 20,2° in Borkum 
und die gröfste mit 29,6° in Swinemünde beobachtet wurden. 
Die monatlichen Niederschlagsmengen betrugen an der westdeutschen 
Küste meist mehr, an der ostdeutschen Küste weniger als 60 mm, an der 
pommerschen Küste weniger als 50 mm, und zeigten vielfach gröfsere lokale 
Abweichungen. Gegenüber 102 mm in Brunsbüttel, 105 mm in Schleimünde und 
141 mm in Marienleuchte hatten Rixhöft und Brüsterort 34 und Stolpmünde nur 
i) Die registrirten Windgeschwindigkeiten und Sturmnormen erscheinen seit Januar 1899 in- 
folge anderer Berechnungsweise kleiner als früher (vgl. die Erläuterungen der Januartabelle, Seite 165). 
2) Der Anemograph in Borkum funktionirte seit dem 20. nicht,
	        
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