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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

5öän 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1902. HE 
Koldewey: Magnetische Beobachtungen an Bord der „Valdivia“ 
301 
«us den Beobachtungen bei ganzen Rundschwaiungen abgeleitete 
her" Sana vom Mittel | Fehler einer 
ET ar Gem eobachtung 
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magnetische Deklinationen und Deviationskoeffizienten des Regelkompasses. 
Deviationiskoeffizienten Ä ; 
z BA = rm 
B | oc: DD 
Schiffsort ' 
Breite‘ | Länge :; 
Vorher 
gestenerter 
Kurs 
Öp 
Datum 
1898 Aug. . 3‘ 
» 7 
„16 
55956‘ N | 1°30W 
61°39' „| 7°18' 
409 48! „| 14°24' ; 
—18,3° — 18,0° 
— 24,4 | —23,8 
20,3.) — 20,0 
— 18,00 
— 24,1 | 
— 20,9 
16 
11 
11 
£- 
1% 
9 
2 12 
18 7 
10 14 
16 | 9: 
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150° ' 0,59 
49 60 
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0,40 
40 
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— 67° 
— 6,0 
— 34 
—4,3° 
—42 
3.4 
— 2,0° 
—1,7 
— 4,7 
—0,7° 
—07 
vu OG 
NWZW 
NW. 
SWzS 
Gegen die Sonne gedreht, Gute Beobachtungen. 
Gegen die Sonne gedrebt. A 
Mit der Sonne gedreht. Südwestlicher Quadrant gegen. Schiff 
_  schlingert. 
Theils mit der Sonne, theils gegen die Sonne. . 
Theils mit der Sonne, theils gegen die Sonne, “ ; 
Gegen die Sonne; zuverlässige Peilungen. . ° 
Halb mit der Sonne, halb gegen die Sonne, See leicht bewegt. 
Mit der Sonne, ; 
Theils mit der Sonne, theils gegen die Sonne, . 
Beobachtet während: Lothens und Dredgens; theils mit der - 
Sonne, theils gegen die Sonne gedreht. ) nn 
Beobachtet während Kreuzens auf Agulhas-Bank, ‚theils mit. 
- der Sonne, theils gegen die Sonne gedreht. 
Mit der Sonne, mäfsig: bewegte See. - . > 
Auf den verschiedenen gesteuerten Kursen beobachtet. 
Mit der Sonne, ruhige See; Schiff schlingert, zwischen den 
Kursen NW—NNO. U ‚ ® . N “ 
Gegen die Sonne; Schiff schlingert. Bei St, Pauls-Insel. 
Mit der Sonne, ruhige See. U Le 
Segen die Sonne, ruhige See. ; u 
Cheils mit der Sonne, theils gegen die Sonne. . 
äegen die Sonne. 
Segen die Sonne. ; 
Segen die Sonne. 
Mit der Sonne. 
Mit der Sonne, bei schlingerndem Schiffe, Beobachtung nicht 
ganz zuverlässig. 
a 
„ 18] 
Sept; - 3 
9 
13 
5 
17 
25 
33°48' „| 14°19 , 
6° 48' » 14° 51° » 
0°55' „| 4°36' , 
3910‘ „| 5933‘ 0 
6°20S|12° 1, 
25927 „| 6° 8, 
38° 44' „| 18° 0, 
M4°37T' „| 25° 5 
17938‘ 
14°30' 
33922 , 
— 18,7 
— 20,3 
— 20,0 | 
— 15,6: 
— 17,6 
—27,8 
29,4 
— 18,2 
19,5 
— 18, 
— 148 
—165 
—273 
- 99,3 
— 19,1 
— 20,1 
— 19,7 
— 15:4 
— 16,9 
— 27,8 
— 29,4 
A 
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a — 38 
35 — 3 
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37 — 41 
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‚34 — 84 
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'— 0,9 
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— 1,5 
— 0,6 
— 0,5 
— 0,2 
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— 06,9 
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| 
SSW 
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- 29,6 
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—28,9 
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NB. Die algebraischen Zeichen der Deklination sind im Sinne der Deviations 
31 —0,63 
Jehre zu verstehen: + hedeutet östliche, — westliche Deklination. 
Als Kompafs wurde ein. Hechelmannscher Azimutkompals mit .Grad- 
theilung am Kesselrande und Seidenfädenrose mit Hechelmanns Magnetsystem 5) 
genommen.‘ Bei der Regulirung der Kompasse auf .der Rhede von Brunshausen 
am 31. Juli 1898 zeigte sich, dafs der Koeffizient B unkompensirt. bleiben konnte, 
während der Koeffizient C im Betrage von etwa einem Strich W_ durch einen 
querschiffs gelegten Magnet kompensirt werden mulste. Da das Schiff im 
Hamburger Hafen während der letzten Zeit auf westlichen. Kursen angelegen 
hatte, so wurde ein geringer Betrag‘ von einigen Graden unkompensirt gelassen. 
Der Krängungsfehler wurde durch einen senkrecht unter dem Mittelpunkte der 
Rose angebrachten Magnet so genau wie: möglich‘. kompensirt ‚und während 
der ganzen Reise nach Beobachtungen am Vertikalkraftinstrumente durch‘ Ver- 
jegung des Magnetes auf den verschiedenen. magnetischen Breiten immer auf 
Null gehalten. Zu diesem Zwecke war dem Navigationsoffizier Herrn Sachse 
von. der Seewarte eine kleine Tabelle mitgegeben worden, die den: Skalentheil 
anthielt, auf welchen für jede magnetische Inklination das Gewicht der magne- 
tischen Waage zu stellen sein würde. . Der Krängungsmagnet. wurde dann. in 
die Lage gebracht, dafs die Waage sich horizontal einstellte.. ) - nn 
Die quadrantale Deviation (Koeffizient D) : wurde durch eiserne Röhren 
kompensirt. Das Schiff wurde dann vor Antritt der Reise am 31. Juli, bei 
Brunshausen zum Zwecke der Bestimmung der Deviation der Kompasse zwei- 
mal geschwait, und zwar einmal rechts herum (mit der Sonne) und einmal links 
herum (gegen die Sonne). Aus.den Beobachtungen, theils Peilungen des Kirch: 
thurmes von Steinkirchen, theils Sonnenpeilungen, ergab sich die Gröfse der 
Deviationskoeffizienten des Regelkompasses, wie folgt: ; | 
‚A B oO CC DD -/E HH. X, 
mit der Sonne . . 0 —4,4° 25° —17° —02° .— 05° +02° 
gegen die Sonne. . --0,2° —46 —29 —16 —02 — 04 —02 
Mittel —0,1 —45' —2,7 -—1,65 —02 -— 045 : 0 
Durch Schwingungsbeobachtungen wurde gefunden Ai == 0,852. ; 
Nach diesen Resultaten können die Koeffizienten. A und E unbedenklich 
gleich 0 angesehen werden; dagegen zeigte sich ein nicht zu vernachlässigender 
Betrag der oktantalen Deviation von der Form H sin 4%, unzweifelhaft hervor- 
gerufen durch zu grofse Annäherung der Kompensationsröhren an die Kompafs- 
rose und eine mathematisch nicht ganz genaue Anordnung der Magnetnadeln, 
die beider Seidenfäden-Aufhängung überhaupt kaum zu, erreichen sein. dürfte. 
Die in. der obenstehenden Tabelle über die Gröfse der aus 23 vollständigen Rund- 
schwaiungen ermittelten Deviationskoeffzienten der quadrantalen und oktantalen 
Deviation, die für alle magnetischen, Breiten nach der Theorie als Konstante 
anzusehen sind, bestätigen das oben Gesagte, indem im Mittel H — — 0,65, 
schwankend zwischen — 0,2° und — 0,9°, E = — 0,06,. schwankend zwischen 
+ 0,4 und — 0,4, gefunden wurde. Die Deviation des über dem Hinterdeck 
aufgestellten Kompasses wird demnach dargestellt durch die Formel: 
d=—Bsint +Cecos" + Desin2T + Hsin4€ 
) Vgl. „Der Kompals an Bord‘, Seife 61. 
) Wegen Ungenauigkeit für die Mittelwerthe nicht benutzt.
	        
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