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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

Zur Frage der Lothablenkung in dem Gebiete Vorderindiens. 287 
In seiner Vorrede erkennt Major Burrard die grofse Hülfe an, welche 
er von C. H. Mc A’Fee, aufserordentlichem Hülfs-Superintendenten, empfangen 
hat; derselbe hatte die Publikation des Werkes übernommen. Ebenso erkennt 
er an die Hülfe von C. L. Griesbach, Direktor der geologischen Landesver- 
messung von Indien, welcher ihn mit werthvoller wissenschaftlicher Information 
bedachte. Er erkennt an, dafs ein Gefühl der Loyalität gegen General Walker 
die kritische Beleuchtung von dessen Theorien ihm als eine recht unangenehme 
Aufgabe erscheinen läfst, und dafs eine solche kritische Beleuchtung nur auf 
Thatsachen basirt sein kann, die niemals zu Oberst Walkers Verfügung standen, 
da sie erst nach seinem Tode gesammelt worden sind. Viele der Formeln, 
welche bei den Berechnungen gebraucht wurden, sind identisch mit den von 
Oberst A. R. Clarke benutzten und in‘ seinem wohlbekannten Werke über 
Geodäsie enthaltenen. ; 
DIE VERMUTHETE UNTERIRDISCHE 
URSACHE DER ANZIEHUNG 
IN CENTRAL INDIEN. 
Jeder Punkt. zach welchem die Lothlinie — 
er 7” abgelenkt erscheinb, ist bezeichnet. X 
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Es dürfte sich nun empfehlen, die Hauptschlufsfolgerung, zu welcher 
Major Burrard gelangte, etwas näher zu betrachten, obgleich derselbe willens 
ist, zuzugeben, dafs fernere Information zu einer Umformung dieser Schlufs- 
folgerung führen kann. KEr fafst dieselbe in den folgenden Worten zusammen: 
Es ist nun angenommen, dafs die. Uebereinstimmung des Wechsels. des 
Zeichens der Ablenkung‘ mit dem Parallel der Station des Ursprunges 
zufällig ist und besitzt keinerlei Bedeutung. (Es war früher als eine 
bedeutsame und malsgebende Thatsache angesehen, dafs in der Breite 
24° N die Breite von Kaliänpur, der ursprünglichen Station und der 
Referenzstation, das algebraische Zeichen der Ablenkung wechselt von 
Nord nach Süden.) 
Der Wechsel des Zeichens der Ablenkung längs des Parallels von 24° 
ist einer grofsen unterirdischen Kette von aufserordentlicher Dichte zu- 
zuschreiben, die sich quer durch Indien von Ost nach West über 
1000 englische Meilen weit erstreckt; die Einflüsse der Anziehung sind 
von Breite 10° bis Breite 30° bemerkbar. (Die Karte No. 12 des Berichtes, 
die wir hier oben reproduciren, zeigt diese vermuthete unterirdische 
Ursache der Anziehung.) 
Diese Gebirgskette ist die wahrscheinliche Ursache der positiven Ab- 
lenkung im Norden von 24° Breite und von der negativen Ablenkung 
südlich davon;
	        
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