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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

7. Czudnocho wsk1, W. B.: Beitrag zur Frage der elektrischen Tiefenthermometer. 265 
‘R,=w+l+nia-+n-at-k-dt 
Soll das Galvanometer auf Null bleiben, so mufs stets der Widerstand 
R, des Vergleichszweiges = R, sein, d. h. es mufßs 4R, = AR, sein, oder: 
; at-k.d’t= noatekodt a. 
und somit . ; 
A'tz=n«4t 
sein, d.h. bei Gleichgewicht beider Zweige entspricht, gleiches Material für 
beide vorausgesetzt, jeder Temperaturänderung des Mefswiderstandes eine n-fache 
des Vergleichswiderstandes, Ist z.B. W,== 200 2, W,==20 2, so ist n== 10, 
und an einem Zehntelgrad-Thermometer würde A’ t= 1 Skth entsprechen einem 
4t=0,01°. Sind W, und W, aus verschiedenem' Materiale mit den‘ bezw. 
Temperaturkoeff. k, und k,, so ist A‘ t= nl t. Die Wahl von W, und .W,; 
ze 3 8 
sowie dem Verhältnifs beider, n, hängt ebenso. wie die der Normaltemperatur t 
von den Erfordernissen des einzelnen Falles ab, immer aber entspricht jedem 
Paar zusammengehöriger Widerstände ein einziger Zahlenwerth, durch den’ alle 
Angaben A‘t des Ablesethermometers zu dividiren sind, um die zu bestimmende 
Temperatur zu erhalten. Nothwendig ist. nur, dafs 1. das Differentialgalvano- 
meter. genügende Empfindlichkeit besitzt und 2. die Einstellung des Ablese- 
thermometers bequem, sicher und schnell geschehen kann. ‘ 
Die Anordnung der Apparate würde. etwa in der in Fig. 2 gezeichneten 
Weise auszuführen sein. Die Batterie B ist durch einen Aus: und Umschalter U 
einmal mit den Klemmen 
1,1‘ des hier als Zeiger 
instrument gezeichneten 
Galvanometers G, anderer- 
seits mit dem Gleitkontakt 
eines Schlittenwiderstan- 
des SW verbunden; von 
der .Klemme 2 geht der 
Strom durch die Ader b 
des‘ vieradrig. gedachten 
Kabels zum . Mefswider- 
stand W,. und durch a 
zurück zum einen KEnde 
von SW, dessen anderes 
Ende über die Klemme f“, 
die Kabeladern b‘, a‘, 
Klemme «‘ mit dem Wider- 
stande W, verbunden ist. 
Zwischen W, und dem 
Galvanometer ist dann 
noch der unveränderliche . 
Zusatzwiderstand W, ein- ‚Fig. 2. 
geschaltet. U, G, SW, W, und W, könnten gemeinsam auf einem Brett montirt 
sein, welches aufserdem noch zwei Klemmen zum Anschlufs von B: sowie die 
vier Klemmen &, ß, «‘, ‘zum Anschluls des Kabels trägt. Die vier Adern des 
letzteren sind sämmtlich gleich zu machen; durch Zufügen von a’, b‘‘ sollen 
Einflüsse der Wassertemperatur auf die Zuleitungen zum Mef[swiderstand durch 
ihre gleichzeitige Einwirkung auf gleichwerthige im Parallelkreise. liegende 
Leitungen ausgeglichen werden, was bei dem „Valdivia“- Apparat durch das 
dreiadrige Kabel und Verlegung des einen Eckpunktes der Brückenschaltung in 
die Tiefe bezweckt war. SW soll zum Einstellen und Abgleichen dienen.*) 
.. Die zu verwendenden Apparate betreffend, ist besondere Sorgfalt, abge- 
sehen von dem Mefswiderstande W';, namentlich dem Galvanometer G und dem 
NE 
‘y Auch bei.der hier bestehenden Vorrichtung würde ein dreiadriges Kabel genügen, Die 
beiden Rückleitungen a und: b' können durch ein und dieselbe Ader direkt zur Batterie. geführt 
werden; wenn der. zum Abgleichen dienende Schlittenwiderstand SW zwischen Umschalter. U und 
Galvanometer. G. gelegt wird. D. Red. 
Ann. d. Hydr. etc., 1902, Heft V.
	        
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