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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1902.
An 20 Tagen traten während des Monats Nachtfröste auf, und nur an
5 Tagen blieb die Temperatur auch während des Tages unter Null. In den
drei vorhergehenden Jahren kamen während des Monats Januar zur Auszählung:
1901 28 Frosttage, hiervon 6 Eistage,
1900 31 ;„ 19 ,
1899 23 » » 3 oem
Aus den vorstehenden Zusammenstellungen geht hervor, daß der Januar
dieses Jahres der wärmste der bisherigen Beobachtungsreibe ist und ganz be-
deutend mit dem des Jahres 1900 kontrastirt.
Die Bewölkung des Himmels, im Mittel 3,8 Zehntel betragend, war weit
geringer als im Januar 1901 und 1900, denn dort betrug sie 6,6 bezw. 5,9
Zehntel des Himmels.
Die Zahl der heiteren und trüben Tage standen denn auch dement-
sprechend im richtigen Verhältnifs zu einander. Es kamen in diesem Januar
15 heitere und 7 trübe Tage zur Auszählung, diesen stehen gegenüber:
Januar 1901 mit 2 heiteren und 12 trüben Tagen,
„ 1900, 4 » » 7 » “
Nur der Januar 1899 stellt sich besser, da die mittlere Bewölkung
3,4 Zehntel, die Zahl der heiteren Tage 14 und die der trüben nur 3 betrug.
An einem Tage im Monat, am 30., fiel Regen, der abends einem leichten
Schneegestöber wich; die Niederschlagsmenge betrug jedoch nur 0,9 mm.
Die relative Feuchtigkeit der Luft betrug im Mittel 74%; dieser Werth
ist nur wenig verschieden von dem der Vorjahre.
Die Winde, welche eine mittlere Stärke von 2,5 der Beaufort-Skala ent-
wickelten, wehten in Bezug auf Anzahl sowohl aus N bis NW als auch aus
S bis SO zu annähernd gleichen Theilen. Die stärkeren Winde bezw. Stürme
jedoch, welche an den drei täglichen Beobachtungsterminen notirt wurden,
wehten alle aus dem Nordwestquadranten; es wurde beobachtet: am 7. WNW 7
und NW 8; am 22. NNW 6; am 23. NW 8 und am 31. NNW 8 und NW 9 und 8.
Der Sturm am 7, Januar führte Sand mit sich.
Februar 1902. Auch dieser Monat war ebenso wie der vorige durch-
sehnittlich wärmer als der gleiche Monat der früheren Jahre; eine alleinige
Ausnahme hiervon macht der Februar des Jahres 1899. Zum Vergleich mögen
die folgenden Zahlen dienen:
1902 mittl. Tagestemp. —= 1,4°, Max. d. Temp. = 8,8°, Min. d. Temp. =
1901 # = —15°% » = 106% „%„ »» »
1900 „ = 07% % 5 os =143°% , Ss,
1899 „ n = 32° 2» „=, a
Während 19 Nächten hatte das Thermometer einen Stand unter dem
Gefrierpunkt und blieb auch an drei Tagen während der Tagesstunden unter Null.
Die mittlere Bewölkung des Himmels betrug 3,9 Zehntel, es kamen 12
heitere und 6 trübe Tage zur Auszählung.
An 4 regnerischen Tagen fielen im Ganzen 23,6 ınm Regen, ebenso traten
an 4 Tagen leichte Schneegestöber auf, die aber keinen mefsbaren Niederschlag
brachten.
Die relative Feuchtigkeit der Luft betrug im Monatsmittel 71°%%.
Die Winde wehten aus fast allen Richtungen mit einer mittleren Stärke
von 2,9 der Beaufort-Skala. An stärkeren Winden wurden zur Zeit der täg-
lichen drei Beobachtungstermine beobachtet: am 1. NW 9, am 3. NW 6 und 7,
am 10. N6, am 12. NW 9, am 13. WNW 7 und aın 28, NW 8 und WNW 9.