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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1902. 
wie HEoke-Berg bieten beide, in östlicher oder westlicher 
Richtung gesehen, eine kreisrunde Kuppe. 
Landungsplätze und Wege. Beim Dorfe Udje in der 
Mussongo- Bucht, in welche ein Bach gleichen Namens ein- 
mündet, können Boote bei mäfsiger Brandung und Hoch- 
wasser bis in den Mussongo-Flufs gehen und daselbst Frisch- 
wasser nehmen. Etwa 1/2" flufsaufwärts befindet sich eine 
Quelle mit gutem und kühlem Trinkwasser. 
An der linken Flufsmündung führt ein Fulspfad die 
etwa 20 m hohe Uferwand hinauf nach dem Fulßlswege 
Vietoria—Isongo—Bibundi. 
Dieser letztere zieht sich in der Nähe der Küste im 
Gehölz entlang; zwischen den Dörfern Batoki und Bakingele 
führt er über den bei mittlerem und Niedrigwasser gut 
gangbaren Sandstrand. Zahlreiche Bäche und Flüfschen 
durchschneiden den Weg und erreichen während der Regen- 
zeit eine Tiefe bis über 1m. 
Ein weiterer Landungsplatz bei nicht zu hoher Bran- 
dung befindet sich in der Batoki-Bucht, in der sich etwas 
Sandstrand befindet. Auch von hier führt ein kurzer Fufß- 
pfad nach dem Wege Victoria—Isongo-— Bibundi. 
Einen sicheren Bootshafen, selbst bei schwerer Bran- 
dung, bietet der Wete-Wete-Hafen, namentlich dessen nord- 
westliche Ecke. Der Hafen ist etwa 800 m breit und 200 
bis 250 m tief, hat Sandstrand und Tiefen bis zu 6 m. 
In der Nordwest- und Südostecke des Hafens mündet 
der geschlagene Buschweg auf den Sandstrand aus. Der 
Hafen ist vollkommen unbewohnt. 
Unmittelbar aufserhalb des hier besprochenen Gebietes 
liegt der Bootshafen der Isongo-Pflanzung. 
Ansegelung nach Vietoria. Um vom Gebiete zwischen 
Kap Limboh und Kap Isongo, bezw. von SW kommend, frei 
von den der Küste zwischen Limboh Batoki vorgelagerten 
Felsen nach Victoria zu steuern, fährt man in der Peilung 
Kap Nachtigall (Bismarckthurm) eben frei von Ambas-Insel 
Südspitze etwa S0'4S so lange, bis Kap Limboh Bake NzW 
peilt (etwa 3 Strich achteraus) und dann nehme man Kurs 
0S0'420 zwischen Ambas und den Piraten - Inseln hindurch 
und nach dem Passiren der letzteren 0!/aN und steuere damit 
in die Richtungslinie der südlichen Ansteuerungsbaken hei 
Victoria ein; man ankert, wenn Weilers Faktorei linke Kante 
N peilt auf etwa 9m Wasser, 
Ankerpeilung: Weilers Haus linke Kante N, südliches 
Leitfeuer 0148. 
Ankerplätze. Gute Ankerplätze bietet die Küste 
zwischen Bakingele und Batoki-Dorf. Man liegt dort auf 
etwa 20m Wasser und Sandschlicek ruhiger wie vor Victoria. 
Besonders eignen sich die Plätze vor Mbele und Neue-Bake. 
Pflanzungen, Die Kakaopflanzungen, welche an der 
Küste liegen, sind von See aus nicht sichtbar, da der Urwald 
am Strande zwecks Abhaltung des schädlichen Seewindes 
nicht abgeholzt ist und auch innerhalb der Pflanzungen noch 
gine Anzahl von Schattenbäumen stehen geblieben ist. Die 
Pflanzungen erstrecken sich von Isongo bis Bakingele und von 
Batoki bis Mokundanye und gehören der westafrikanischen 
Pflanzungsgesellschaft Bibundi an. Hinter Isongo liegt die 
Pflanzung Oechelhausen, aufserdem kleinere Reservate der Ein- 
geborenen in der Nähe der Dörfer. 
Wind und Wetter. Die Küste ist eine der regen- 
reichsten der Erde. Die Regenhbhöhe nimmt von Victoria von 
zn
	        
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