226 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1902,
Klang am Klang-Flusse hat den Namen Port Swettenham erhalten. Das Anlegen
von Schiffen bis zu 6,4 m Tiefgang an dem Kopfe der beiden Landungsbrücken,
wie es anfangs geplant wurde, scheint bei den herrschenden Stromverhältnissen
ausgeschlossen. Kine schmalspurige Bahn führt nach Selangor, Kuala Klang
Lumpur, Kuala Kubu und Kajang. Für schnelles Laden und Löschen der Schiffe
sind nicht genügend Arbeiter zu haben. Unter den Kulis tritt das Fieber
sehr stark auf.
Philippinen.
11. Port Sebu an der Ostküste der Insel Sebu. (Nach „Notice to Mariners“
No. 274. Washington 1902.) Leuchtfeuer. Ein grünes festes Feuer
brennt 11,0 m über Hochwasser auf dem Point Lanis-Leuchtthurme. Der Leucht-
thurm peilt von der Spitze des Point Lanis-Riffes rw. N 69°0 (mw. ONO) etwa
6 Kblg. Er steht auf der Westspitze eines etwa 18 m langen und 12 m breiten
Inselchens, das aufserdem mehrere Wohnungen für den Leuchtfeuerwärter und
Lootsen für Sebu-Hafen trägt. Lootsenwohnungen befinden sich auch nahe
beim Leuchtthurme auf Bantolino-Huk, der Nordspitze der Mactan-Insel. Ein
rothes festes Feuer brennt 12,8 m über Hochwasser auf Lipata-Bank. Ein
weifses festes Feuer brennt an der Südostseite eines sechseckigen, etwa
18,33 m hohen Thurmes aus weißen Korallen mit einer Kuppel aus rothen
Ziegeln an der Westseite der San Nicolas-Kathedrale. Das Feuer wird von
einer kleinen Plattform vor dem Thurmfenster gezeigt. Obgleich es höher ist
als die Lichter in seiner unmittelbaren Nähe, kann es doch von den weiter
Jandwärts befindlichen Lichtern nicht immer unterschieden werden.
Einsteuerung. Eine gute Landmarke für die KEinsteuerung von Süden
bildet das neue grofßse viereckige weiße Rathhaus. Der Thurm der Sebu-
Kathedrale eben östlich frei vom Rathhause führt zur 9 m-Grenze. Dieser
Kurs führt an der Nordspitze des Riffes an der Mactanseite der Einfahrt nahe
vorbei, das Riff ist gewöhnlich an Fischbuhnen und entfärbtem Wasser zu
kennen. Eine rothe Festmachetonne für Dampfer, die am Strande löschen,
liegt jetzt etwa 200 m südwestlich vom Fort San Pedro-Leuchtfeuer. Die
Banitad Menor-Tonne liegt an der Fahrwasserseite der Untiefe. Die Tonne an
der Nordgrenze des Fahrwassers südwestlich vom Mandani-Thurme liegt nicht
mehr aus. Die nördlichste Tonne an der Sebu-Seite zwischen Kap Bagacay
und der nördlichen Hafeneinfahrt liegt etwa 3 Kblg rw. N 12°O0 (mw. NzO)
von dem auf der amerikanischen Karte No. 1893 gegebenen Orte. Der Opon-
Thurm bildet bei Tage eine gute Landmarke. Er ist aus Korallenblöcken auf
einem sich etwa 30 m vom Lande erstreckenden Hafendamme erbaut, weils ge-
strichen, hat drei Ausbaue und läuft in eine kleine Kuppel steil aus. Der etwa
9 m hohe Thurm wird nicht mehr gebraucht und unterhalten.
12. Lamon-Bucht an der Ostküste von Luzon.!) (Nach „Notice to Mariners“
No. 214. Washington 1902.) Der Ort Antimonan liegt an einem Kriek. Die
Wassertiefe in 1 Sm Abstand vom Lande ist grofs. Das Ver. St.-Kriegsschiff
„Vicksburg“ fand 5,5 m Wasser, wo die amerikanische Karte No. 1729 18 m
zeigt. Die Verbindungslinie der beiden Huken am Kriek darf man nicht über-
schreiten. „Vicksburg“ ankerte auf 21,0 m Wasser etwa '/s Sm vom Lande
nahe an der Mündung des kleinen Flusses. Die Wassertiefe rings herum war
gut. Das südliche Flufsufer ist an einer bei Niedrigwasser theilweise trocken-
fallenden Stelle zu erkennen. Südsüdwestlich vom Ankerplatze findet man
flaches Wasser. Die Gezeitenströme sind in Antimonan nur leicht fühlbar,
Die Hafenzeit wird in der Segelanweisung für Alabat, Alabat-Insel, auf
10% angegeben, woraus, wenn man die gleiche Hafenzeit für Antimonan an-
wendet, für den 10. März 1901 Hochwasser um etwa 12" 40” V folgt; in
Wirklichkeit trat in Antimonan um 12* 30” V Niedrigwasser ein. Es scheint
daher an der anderen Seite der 8 Sm breiten Durchfahrt ein Unterschied von
12% stattzufinden.
1) Nach dem „Nautischen Jahrbuche“ findet die obere Mondeskulmination am 10. März 1901
um 3h26m V in Greenwich statt. Danach sollte das Hochwasser um 1b 11m N den 10. März 1901
stattinden. Findet nun nur ein einmaliges Hochwasser in 24 Stunden statt, so würde las um
12h 30m V beobachtete Niedrigwasser fast richtig eingetroffen sein; bei zweimaligem Hochwasser
ergiebt sich ein Unterschied von sechs Stunden (vgl. hierzu „Ann. d. Hydr. ete.“, 1901, Seite 365).