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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

Kleinere Mittheilungen, 
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Westküste von Afrika. 
; 2, Vietoria. (Nach Reisebericht S. M. S. „Habicht“, Komdt. K-Kapt. 
Trummler, vom 27. November 1901 und 14. Januar 1902.) S. M. S. „Habicht“ 
benutzte, von Duala kommend, die Durchfahrt zwischen Ambas- und Mandoleh- 
Inseln und ankerte auf 9 m Wasser, Grund Schlick. Vom Ankerplatze: peilte 
das Bakenpaar 0zS und Dr. Preuss-Haus Nz0*/40. 
3. Rio del Rey. (Nach dem gleichen Bericht.) Vom Ankerplatz auf 9 m 
Wasser, Grund Schlick, peilte die Flaggenstange der Zollstation NNO, die der 
englischen Faktorei SO% 40. 
4. Kribi. (Nach dem gleichen Bericht.) Vom Ankerplatze auf 11 m 
Wasser, Grund Schlick, peilte die katholische Kirche SO%/0, 1,6 Sm. Die in 
„Ann. d. Hydr.“ 1900, S. 252 gegebene Ankerpeilung:. Flaggenstock und 
Maas’sche Faktorei, war schlecht auszumachen. Ein neues Haus der Handels- 
gesellschaft Neu Bremen. auf dem Vorsprung nördlich vom Kribi-Flusse in etwa 
2° 56,9 N-Br und 9° 55' O-Lg war sehr gut sichtbar. Auf der Fahrt von Kribi 
nach Duala konnten nur die Faktoreien von Klein Batanga und. der Elephanten- 
baum als Landmarken benutzt werden, die anderen in der Karte verzeichneten 
Landmarken waren nicht auszumachen. 
5. Swakopmund. (Nach dem gleichen Bericht.) Die neue Mole soll noch 
um weitere 200 m verlängert werden. Vermuthlich können nach Fertigstellung 
der: Mole Boote und kleine Dampfer stets an der Leeseite der Mole liegen. 
6. Lüderitz-Bucht. (Nach dem gleichen Bericht.) Sehr starker südwestlicher 
Wind erzeugte in der Bucht so starken Seegang, dafs der Bootsverkehr sehr 
erschwert wurde und zeitweise eingestellt werden mulste. 
7. Stromversetzung auf der Fahrt von Loanda nach Kapstadt. (Nach 
dem gleichen Bericht.) Der Strom setzte meist südwestwärts, vor dem Kongo- 
Ausse nordwestwärts. Auch wurde hier die bereits früher erwähnte schmutzige 
Färbung des Wassers und eine Veränderung seines spezifischen Gewichts 
gefunden, . 
8. Gezeitenströme an der südwestafrikanischen Küste. (Nach dem 
gleichen Bericht.) In Loanda, Walfisch- und Lüderitz-Bucht traten die Gezeiten- 
ströme so schwach auf, dafs das Schiff überhaupt nicht schwaite. ; 
Ostküste von Südamerika. 
9, Parä. (Nach Konsulatsfragebogen No. 1905 vom 12. September 1901.) 
Wassertiefen. 60 bis 80 m lange Landungsbrücken, sogenannte Trapiche, 
sind in den Flufs hinein gebaut und dienen zur Entlöschung der Flufsdampfer 
und Leichter. An den Trapiche Amazonas, Red Crofs, Belem, Grao Parä, 
Commercis, Alfandega beträgt die Wassertiefe bei Niedrigwasser 1,4 m, an den 
Trapiche Subgerencia do Lloyd Brazileiro, Central, Recebedoria; Auxiliar, Lloyd 
2,7 bis 5,5 m. Grao Pard, Alfandega und Recebedoria sind mit Kränen bis zu 
2 t Tragfähigkeit ausgerüstet. Feuergefährliche Ladung wird am Sao Joao 
Trapiche gelöscht. Pulver und Sprengstoffe müssen in Aurd gelöscht werden. 
Wassertiefe auf der Rhede bei mittlerem Springtide- Hochwasser 10 m, bei 
mittlerem Springtide-Niedrigwasser 8 m, auf der Barre entsprechend 9 und 7m: 
Schiffe von 5,5 m Tiefgang können vor der Stadt ankern. Dampferlinien. 
Hamburg — Amerika - Linie und Hamburg — Südamerikanische Dampfschiffahrts- 
Gesellschaft einmal monatlich von Hamburg, La Ligure Brasiliana einmal 
monatlich von Genua, Barcelona, Tanger, Lissabon und. Madeira. Booth S. S. Co. 
viermal monatlich von New York, sechsmal monatlich von Liverpool, wovon 
viermal über Hamburg. Zollbehandlung ist höchst mangelhaft. Segler 
werden sehr langsam entlöscht. Kleine Segler haben schon vier Monate zum 
Löschen gebraucht; es empfiehlt sich daher, in der Charter party Liegetage 
‚30 Tage für gröfsere Segler) auszubedingen. Gröfstes Schiff im Hafen war 
der englische Dampfer „Raeburn“, Länge 123 m, Tiefgang. 7,6 m, Gröfse 
3232 Registertonnen netto. Vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“, 1900, Seite 200. 
Hinterindien. .. 
10. Port Swettenham an der Westküste der Malakka - Halbinsel. .. (Nach 
Konsulatsbericht No. 1904 vom 1. Dezember 1901.) Der neue Hafen bei Kuala
	        
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