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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

Zur Küstenkunde Westafrikas. 
Kontrole über das Fahrwasser anvertraut ist, und der die in den Karten ange- 
gebenen Tonnen nach den Aenderungen des Fahrwassers stets neu auslegt. 
Das Fahrwasser nördlich von der Oiseaux-Insel ist nicht ausgebaggert 
worden, weil man von dem theuren Unternehmen keinen Erfolg erwarten konnte. 
Die im Vorjahre von dem englischen Vermessungefahrzeuge „Rambler“ auf- 
genommene Karte ist schon wieder werthlos, da das Fahrwasser sich seitdem 
bedeutend verändert hat. 
Die Leuchtfeuer stimmen mit dem Leuchtfeuer-Verzeichnisse überein. 
Zur Kunde der Cooks-, Gesellschafts-, Niedrigen- und Marquesas- 
Inseln. 
Nach Bericht S. M. S. „Cormoran“, K.-Kapt. Grapow. 
(Hierzu Tafel 2.) 
In der Zeit vom 14. August bis zum 26. September 1901 führte S. M. S. 
„Cormoran“ eine Rundreise aus von Samoa über die östlichen Inselgruppen im 
südlichen Stillen Ozean. Dem Bericht des Kommandos wird das Nachstehende 
entnommen. ; 
Palmerston Island. *) 
Die acht Palmerston-Inseln sind sämmtlich mit Mangroven und Kokos- 
palmen bestanden; auf der englischen Admiralitätskarte No. 1176 sind die Nord- 
insel und die drei nordöstlich gelegenen Inseln als unbewaldet angegeben. 
Auch in den englischen Segelanweisungen ist fälschlich angegeben, dafs 
die nordöstlich gelegenen Inseln unbewaldet sind, dies kann beim Ansteuern der 
Gruppe zu Täuschungen Veranlassung geben. 
Die in der Mitte zwischen der Nord- und der Westinsel angegebene 
Durchfahrt konnte nicht ausgemacht werden; die etwas südlicher angegebene 
Bootsdurchfahrt war vorhanden und innerhalb des Riffes an der Südkante mit 
einer Pricke versehen, die auch in der Karte angegeben ist. . 
Nach der Segelanweisung soll querab von der Durchfahrt ein Anker- 
platz vorhanden sein; derselbe ist jedoch dem Riff so nahe, daß er nur bei 
ablandigem Winde benutzt werden kann. 
50 m querab von der Bootsdurchfahrt wurden 48 m Wassertiefe ohne 
Grund gelothet. 
An Stelle des vorher und nachher in offener See vorhandenen Ost- bis Ost- 
südostpassates wehte unter der Insel Nordostwind, Stärke 3. 
Der Lootse empfahl einen Ankerplatz an der Südwestecke des Riffes; 
dort‘ stand jedoch etwa 100 m vom Riffe entfernt auf 18 m Wasser eine so ge- 
fährliche Grundsee, dafs vom Ankern Abstand genommen wurde. 
Rarotonga. 3) ; 
Die Ansteuerung der Rhede von Avarua ist einfach. Man steuert 
mit SzO-Kurs die neu erbaute Brücke an, zu deren beiden Seiten je ein neu 
erbautes Haus mit rothem Dache steht, bis man 20m Wassertiefe lothet, und 
läfst dann den Anker fallen. 
Bei Nacht muß man zum Ansteuern des Ankerplatzes die beiden rothen 
Laternen von verschiedener Feuerhöhe, die sich auf der Brücke befinden und 
etwa 1,5 Sm weit leuchten, in Linie halten. 
Die erwähnten Ansteuerungsmarken sind auf der englischen Admiralitäts- 
karte No. 1264 nicht verzeichnet. Die Skizze auf Tafel 2 zeigt die vorgefundenen 
Aenderungen., (Siehe „Nachr, f. Seef.“ 1901 No. 2729). 
i) Engl. Adm-Kart. No. 783, Pacific Ocean, S, E.-Sheet; Segelanw. Engl. Pacific Island, 
III. Bd., Eastern Groups London 1900. 
% Engl. Adm-Kart, No. 1176. Islands in South Pacific; Segelhandbuch Engl. S. 45. 
3) Engl. Adm-Kart, No. 1264, Islands and Anchorages in the South Pacific, Segelanweisung 
Engl. S. 39.
	        
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