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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

Zur Küstenkunde Westafrikas. 
Regierungsgebäude und der Dibolitin-Huk mw. NO peilt, steuert man auf dies 
Haus zu, bis die Piraten-Klippen mit der Limboh-Huk in Deckpeilung kommen, 
oder noch weiter, bis die Baken in der Morton-Bucht in Eins peilen. 
Ankerplatz. Die im Africa Pilot. I, Seite 528 gegebenen Ankerplätze 
mögen gut sein, jedoch haben die Dampfer nicht Zeit genug, sich dahin zu legen, 
wo sie ruhigste See finden und zugleich am besten gegen einen Tornado geschützt 
sind. Da der Ankergrund gut hält, braucht man ein Vertreiben nicht zu fürchten; 
auch ist die Dünung nicht so stark und nur entgegenfahrenden Booten unbe- 
quem. Sicheren Ankerplatz auf 10 nn Wasser findet man, wenn man die äußersten 
Piraten-Klippen in Deckpeilung mit Limboh-Huk und das weifse zweistöckige 
Haus auf der Anhöhe bei Dibolitin in mw. NO-Peilung bringt. Kapt. Haken 
ankerte noch weiter innen in der Morton-Bucht. Vom Ankerplatze peilten die 
beiden Baken, die als Leitmarke von der Morton-Huk frei führen, in Eins. Die 
Boote können dann einen geraden Kurs steuern. ; 
Hafenanlagen. Löschen und. Laden wurde mit den Schiffsbooten ausge- 
führt. Wenn die neue Brücke fertiggestellt sein wird, hat es keine Schwierig- 
keiten. Jetzt mufs die Ladung in und aus den Booten getragen werden. Bei 
Ebbe ist der Weg weit und beschwerlich, namentlich nachmittags bei Seebriese. 
Auskunft für den Schiffsverkehr. Gesundheitspässe von allen ange- 
laufenen Häfen werden verlangt; aufserdem vom Kapitän und vom Schiffsarzt, 
wenn ein Arzt an Bord ist, ein Zeugnifs, dafs an Bord ein Todesfall und an- 
steckende Krankheiten nicht vorgefallen sind. Ein Ladungsmanifest wird verlangt. 
Zeitsignal wird um 12" durch Kanonenschufs gegeben, ist aber unzuverlässig. 
Duala (Kamerun). *!) 
Nach Fragebogen No. 1814 des Kapt. B. Haken, D. „Ella Woermann“ vom 27, September 1901. 
Lootsenwesen, Lootsen sind nicht vorhanden. Falls ein Schiff von der 
Barre aus einen Lootsen wünscht, kommt der Hafenmeister an Bord. 
Schleppdampfer, Mehrere Barkassen von 15 bis 20 Pferdekraft sind vor- 
handen, Die Barkassen sind Eigenthum der einzelnen Faktoreien und der Regierung. 
Ansteuerung. Die im „Africa Pilot“, Part I, 6. ed., 1899, gegebenen 
Anweisungen genügten. Die Telegraphentonne zwischen den Tonnen F und G 
fehlt häufig. Bin tiefgehendes Schiff wird, wenn es von Tonne F auf G zu- 
steuert, auf die Bank an St. B. gerathen, die sich weiter ins Fahrwasser hinein 
erstreckt, als auf der Karte angegeben ist. Man steuert von Tonne F eine 
Zeit lang mw. NOzN und hält dann auf Tonne G zu. Wenn die Telegraphentonne 
ausliegt, so steuert man darauf zu, läfst sie an B-B. und hält dann auf G zu, 
die man ganz dicht an St-B. läfst, da die nördliche Bank auch gröfseren Umfang 
hat, und dreht dann mit hart rechts Ruder auf die schwarze Tonne. Die Barre 
passirt man jetzt häufig nicht zwischen den beiden Tonnen, sondern aufserhalb der 
schwarzen Tonne, da dort mehr Wasser sein soll. 
Hafenunkosten, Betonnungsabgaben für „Ella Woermann“ betrugen 
144 AM, Gesundheitspafs 9 MX, Quarantänegebühren 20 A, zusammen 173 M. 
Als Trinkwasser dient Flufswasser, das jedoch sehr ungesund ist. 
Kesselkohlen für Kriegsschiffe sind vorhanden. Monatlich werden 100 t, 
für diese gerade genug, gelandet. Die Faktoreien halten nur für ihre Barkassen 
Kohlen. Kesselkohlen für Dampfer sind nicht vorhanden; höchstens können 50 t 
zu äußerst hohen Preisen geliefert werden. ; 
Aufschlepphelling für Schiffe bis zu 800 t ist vorhanden, arbeitet jedoch 
nicht gut. Eine Reparatur-Werkstatt, Eigenthum der Regierung, liefert gute und 
preiswerthe Arbeit. 
Auskunft für den Schiffsyerkehr. Quarantänestation ist aufserhalb Duala 
angelegt worden. Ein Ladungsmanifest wird verlangt. Zeitsignal wird um 12 
Kamerunzeit durch Kanonenschufßs gegeben, ist jedoch nicht sehr zuverlässig. 
Londji.”) 
Nach Fragebogen No. 1815 des Kapt. B. Haken, D. „Ella Woermann“, vom 18, September 1901. 
Londji wurde in den achtziger Jahren von Stein, Mitinhaber der Firma 
Randad & Stein, gegründet. Ausfuhr besteht aus Gummi und Elfenbein, 
ij D. Adm-Kart. No. 119, der Hafen von Kamerun u, 8, w. 
?) D. Adm-Kart, No. 139, Nyong-Mündung bis Grofs-Batanga.
	        
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