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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1902, 
steifen Winden und zugleich entgegengesetzter Stromrichtung sehr starke 
Stromwirbel auf. Der Unalga-Pafs ist seiner Nähe und Kürze wegen von 
Dampfern, die in unsichtigem Wetter oder abends Dutch harbor verlassen, 
vorzuziehen. 
Von Süden in den Unalga-Pals einlaufend, halte man sich dicht (etwa 
31% Kblg) an der Südwesthuk der Unalga-Insel. Von hier führt ein rw. 
N 49°W- (mw. WNW-) Kurs nach 3 Sm Fahrt (für Strömungen zu berichtigen) 
an Erskine-Huk auf Unalasca-Insel vorbei, die !/4 Sm an B-B. bleibt. Von 
dieser Huk aus führt ein rw. N 62°W- (mw. W’/sN-) Kurs von der 3°/4 Sm ent- 
fernten Kaleakta- (Kalekhta-) Huk frei, 
Auf der Fahrt nach der Norton-Föhrde schneidet man 60° N-Br auf 
168° W-Lg, steuert längs des 168. Meridians bis 63° N-Br und schneidet dann 
64° N-Br auf 166° W-Lg. Dieser Weg führt auch nach Nome. Nach St Michael 
steuert man auf 64° N-Br entlang bis zu 164° W-Lg und setzt dann Kurs auf 
St Michael. 
Nach dem Verlassen der Pässe sichtet man zuerst Nunivak - Insel. Die 
Mohiean-Huk kann man bei klarem Wetter in 2 bis 3 Sm Abstand passiren, 
grofse Dampfer bleiben mindestens 5 Sm davon frei. Bei nebligem Wetter 
lothe man beständig und halte sich aufserhalb der 27 m- (15 Fad.-) Grenze, bis 
man die Huk passirt bat. Von der Huk aus lothe man etwaiger Strom- 
versetzung halber in Zwischenräumen von mindestens 20 Minuten. Kap Ro- 
manzof ist vom 168, Längengrade kaum sichtbar. St Lawrence-Insel ist hoch 
und in klarem Wetter 35 bis 40 Sm weit zu sehen. Nach dem Passiren dieser 
Insel kommt auf der Fahrt nach Nome das flachgipflige Sledge-Eiland zuerst in 
Sicht. Fast gleichzeitig damit erblickt man voraus das hohe Land der Seward- 
Halbinsel, 
Zwischen St Lawrence-Insel und Nome setzt der Strom häufig westwärts; 
dann kommt King-Eiland an B-B. voraus in Sicht. King-Eiland und Sledge- 
Eiland sind dadurch von einander zu unterscheiden, dafs jenes in der Mitte 
etwas niedriger ist. 
Nome ist von Weitem sehr schwer auszumachen. Im Sommer sind die 
Masten der dort ankernden Schiffe zuerst auszumachen. Sicheren Ankerplatz 
auf 13 bis 16 m Wasser über sandigem Grunde findet man !/2z Sm vom Strande. 
Innerhalb der 13 m-Grenze flacht das Wasser sehr schnell an, auch findet man 
dann Unterstrom und Dünung. 
Von Nome nach St. Michael kann man einen geraden Kurs auf St. Michael 
absetzen, so dal man von Stuart-Eiland etwa 4Sm frei bleibt. Nach dem 
Passiren des Stephens-Passes halte man sich in gutem Abstande von der Rock- 
Huk auf St. Michael-Insel. Etwa auf halbem Wege von Nome kommt Rocky- 
Huk an der Westseite der Einfahrt in die Golofnin-Bucht an B-B. in Sicht und 
kurz darauf an derselben Seite Darby-Huk. Nach dem Passiren dieser Huk 
dienen Stuart-Eiland und Romanof-Huk als Landmarken. 
Für Schiffe von 6,1 m Tiefgang ist der Ankerplatz in St. Michael innerhalb 
der Deckpeilung von Beulah-Eiland und dem Nordende des Whale-Eilands un- 
sicher, aulser wenn frische südliche Winde vorherrschen. Bei südlichen Winden 
steigt, bei nördlichen fällt das Wasser in der Bucht. 
Dampferwege von San Francisco, Cal., nach Guaymas, Mexico. 
Nach „Notice to Mariners“ No. 232. Washington 1902. 
Von Kapt. John v. Helms, der auf der Fahrt von San Francisco nach 
Guaymas und Zwischenhäfen viele Erfahrungen gesammelt hat, werden über 
diese Fahrt folgende Mittheilungen gemacht. 
Die südwärts steuernden Küstendampfer steuern von Punkt zu Punkt be- 
stimmte Kurse und passiren alle Huken dicht bei, bei unsichtigem oder nebligem 
Wetter aber in entsprechend gröfserem Abstande. Vom goldenen Thore aus- 
laufend, kreuzt man die San Francisco-Barre mittelst der Durchfahrt für grofse 
Schiffe nur, falls am südlichen Lande Brandung steht.) Von Lobos-Huk steuert 
') Vgl. „Ann, d. Hydr. etc.“ 1901, S. 341.
	        
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