Zur Küstenkunde von Alaska.
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und 177° 40‘ O-Lg) setze man Kurs auf die.Nordhuk der. Klein-Kiska-Insel
(51° 58,5‘ N-Br und 177° 34,7‘ O-Lg) oder etwas westlich davon, Man mache auf
rw; S 34° W- (mw. SSW}/W-) Kurse etwa. 7!/a Sm gut. Die Milsweisung wurde
vom Ver. St.-Kriegsschiff „Concord“ nach einem Berichte vom. 2. Oktober 1901
zu 8°O anstatt 11'/44° O0, wie die Hafenkarte zeigt, gefunden. Lothungen sollten
bei der Abfahrt etwa 100 m Wassertiefe ergeben, nach etwa 3 Sm Fahrt sollten
sie bis auf 128 m zunehmen und dann bis dwars von der Huk allmählich auf
46 m abnehmen. Der Grund ist meist sandig und hält gut. ; ;
Von der Huk steuere man rw. S63°W (mw. SW'4AW), 1!/2 Sm, und
rw. N65°W (mw. WNW!AW), 1'/ Sm.‘ Die Wassertiefe nimmt allmählich ab
bis zum Ankerplatze, wo man 18 m Wasser über Sandgrund findet. Die Huk
an der nördlichen Einfahrt. umsteuert man in etwa !/2 Sm Abstand... Die nörd-
liche Huk des Klein-Kiska-Eilands. ist steil. und fällt auch unter Wasser steil ab.
Kiska-Hafen. Strömungen und verborgene . Untiefen sind nicht vor-
handen. Man kann sich dem Ufer sicher bis auf 7,3 m Wassertiefe nähern. Der
Ankergrund hält gut. Starke Wirbelwinde treten nicht auf. Schwache Strom-
wirbel wurden . westlich von Klein-Kiska bemerkt. Die Gezeitenströme setzen
nord- und südwärts durch den engen Pals, der auf der amerikanischen Küsten-
karte No. 9191 als nicht fahrbar bezeichnet wird. Das Land an der Südseite
des Hafens wird bis zu !/s Kblg Abstand von Klippen eingefalst, eine Landung
mit Booten ist daher zeitweise schwierig und gefährlich. .
Menschen wohnen dort nicht, Das auf der Karte No. 9191 angegebene
alte Dorf. wurde nicht aufgefunden. Auch der: astronomische Beobachtungs-
punkt konnte nicht aufgefunden. werden, der Ort war mit Gräbern und Ranken-
gewächsen bedeckt, eine Aleutanische unterirdische Hütte war vorhanden. Kine
Anzahl . Wasserfälle befindet sich am südlichen Lande. KEiner. davon, nahe bei
den. Sümpfen, ist sehr grofs und könnte reichlichen Vorrath an frischem Wasser
liefern. Die ganze Gegend ist mit grobem, hohem, schwerem Gras und
arktischem Moose bedeckt. Eine Beerenabart und wilde Erbsen sind im Ueber-
flufs vorhanden, die dem wilden Geflügel. zur Nahrung dienen. Der Strand
besteht aus feinem, schwarzem,‘ vulkanischem Sande.‘ Treibholz ist reichlich
vorhanden. Wild ist verhältnifsmäfsig reichlich. vertreten, z. B. Enten, Schnepfen,
Schneehühner,‘ wilde Gänse. Kabeljau, Heilbutt, Flundern wurden im: Hafen
gefangen.‘ Lachs und grofse Lachsforellen von vorzüglicher‘ Güte wurden. in
dem See nördlich vom ‚Hafen. gefunden. - Einige Seehunde .wurden im Hafen
bemerkt; an Land fand’ man Fuchsspuren. I
Dampferwege- nach und in Westindien. ...
Nach „Notice to Mariners“. No. 149 und 198, Washington 1902, sowie nach Fragebogen No. 682 unı
No. 684 des Steuermanns. E. Herrmann, S.M.S. „Vineta“ vom 26. November und 27. Dezember 1901.
1. Von. Baltimore nach Martinique.
Der Weg führt vom Kap Henry direkt nach der Insel Sombrero, und
dann .in Lee der Kleinen Antillen weiter bis nach Martinique. Dieser Weg
ist für alle östlich, vom 65. Längengrade liegenden Häfen dem Wege durch.die
Mona-Durchfahrt vorzuziehen. Man gebraucht auf ihm weniger Zeit und Kohlen,
besonders wegen der im Karaibischen Meere herrschenden groben See und un-
sicheren Strömung. . Die Kapitäne ziehen es gewöhnlich vor, auf. diesem Wege
sowohl östlich von der Insel Sombrero wie auch von Saba-Eiland zu passiren,
und zwar beide Inseln in etwa 2 Sm Abstand.
Strömungen. Nach dem. Kreuzen des Golfstromes findet man bis zu
rund 600 Sm Entfernung von Sombrero, aufser bei ungewöhnlichen Wind-
verhältnissen, keinen ‚in. Betracht zu ziehenden Strom, später darf man aber
auf ‚eine nordwestliche Versetzung von !/4 bis. !/2z Sm in der Stunde rechnen,
die mit der Annäherung an Sombrero westlicher wird und zunimmt. Bei Som-
brero hat man starken westlichen Strom zu erwarten, so: dafs Dampfer von
3 Sm Fahrgeschwindigkeit !/s bis %4 Strich östlicher steuern müssen, um. bis
Zaba-Eiland den direkten Kurs gutzumachen. Falls häufige Regenschauer
Ann. &. Hydr. ete.. 190%. Haft IY.