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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1902. 
aus Celebes, die jedoch unbrauchbar sind. Schiffen auf Rhede werden Kohlen 
in Leichtern geliefert, meist legen die Schiffe aber an die Kohlenbrücken an. 
Trink- und Kesselspeisewasser wird in Fässern an Bord gebracht, 5 fl. das 
Kubikmeter (nach Konsulatsbericht 2 bis 3 fi), Frischer Proviant ist zu 
mäfsigen Preisen in jeder Menge zu haben, Dauerproviant ist nicht zu haben. 
Reparaturen können in Makassar nicht ausgeführt werden. 
Auskunft für den Schiffsverkehr. Deutscher Konsul ist Carl Becker, 
das Konsulat liegt am Strande. Agenten der Hamburg— Amerika-Linie und 
der Deutsch-Australischen Dampfschiffahrtsgesellschaft sind J. Mohrmann & 
Co., Agenten des Norddeutschen Lloyd W. B. Ledeboer & Co. Deutsche 
Schiffshändler sind nicht am Orte. Ein Militär-Krankenhaus ist vorhanden. 
Deutsche Seeleute können am Platze nicht angeheuert werden. Mannschafts- 
entweichungen kommen nicht vor. Einrichtungen zur Zeitbestimmung und 
[nstrumentenprüfung giebt es nicht. 
Zur Küstenkunde von Alaska.“ 
Nach „Notice to Mariners“ No. 206. 207, Washington 1901. 
Dutch harbor auf Unalaska-Insel. Landmarken. Aufser den in „Ann. 
A, Hydr. etc.“ 1901, S. 21 gegebenen Landmarken kann auch das aus Hügeln 
und Thal bestehende, einem natürlichen Trockendock ähnliche Gelände benutzt 
werden. Drei Gipfel liegen in Linie an der Südseite im westlichen Theile, der 
hohle Theil hat fast Nord—Südrichtung. 
Willow-Insel und dies dockartige Geläude sind die besten und am 
leichtesten auszumachenden Landmarken für Unalaska-Bucht. Auch ist das 
hügelige Land, das einer Hand mit abgeschnittenen Fingern ähnlich sieht, leicht 
auszumachen; die Cheerful-Huk bildet dann den Stumpf des Daumens. Von Osten 
kommend, bildet eine Stelle, die ein frei liegender Theil einer Huk an der Nord- 
westseite der Akutan-Insel zu sein scheint, eine sehr auffällige Landmarke. Die 
enge helle Spalte ist sichtbar in den Peilungen rw. S18°W (mw. S) bis rw. 
S40°W (mw. SSW). Der freiliegende Theil hat flache walzenförmige Gestalt. 
Kiska-Bucht auf den Rat-Inseln. Die Grofs-Kiska-Insel liegt etwa 5 Sm 
shdwestlicher als es die amerikanische Admiralitäts-Karte No. 55 und die 
Küstenvermessungskarte No. 9100 angeben. Das Gleiche gilt vielleicht auch 
für die anderen Inseln der Rat(KrySi Gruppe ausgenommen Semisopochnoi. 
Die Insel verläuft im Allgemeinen in NNO—SSW-Richtung und wird von einem 
Bergrücken durchzogen, dessen höchste Stelle im nördlichen Theile liegt. Die 
Küsten sind hügelig und felsig. Das Noördostkap liegt auf etwa 52° 5' N-Br 
and 177° 37’ O-Lg. Die Nord- und Ostküste der Insel vom Nordostkap bis zu 
der etwa 8 Sm entfernten Kiska-Bucht ist steil mit zahlreichen Huken und 
kleinen Buchten, vor denen bis auf höchstens 1!/a Sm Abstand Klippen liegen. 
Die Insel scheint mit grünem Pflanzenwuchs bedeckt zu sein, Bäume sind nicht 
vorhanden. 
Sehr starke Strömungen wurden an der Ostküste nicht wahrgenommen. 
Die Gezeitenströme sind unzweifelhaft überwiegend, aber nicht in so grofser 
Ausdehnung, wie die Karten angeben. 
Ansteuerung von dem Behring-Meere oder dem Stillen Ozean aus 
sollte so ausgeführt werden, dafs man Semisopochnoi-Insel in Sicht bekommt 
und danach den Schiffsort bestimmen kann. Dann halte man sich gut nördlich 
und westlich frei von Chugal (Tchougoule) und anderen Inseln dieser Gruppe. 
Das Riff zwischen Chugal und den Grofs-Kiska-Inseln auf etwa 52° 8‘ N-Br und 
177° 52‘ O-Lg scheint auf der Karte richtig gegeben zu sein. Man halte sich 
westlich davon und steuere die Kiska- Insel lieber von Nord oder etwas von 
West aus an. 
Die grofse Klippe oder kleine Insel vor dem Nordostkap lasse man in 
etwa 2 Sm Abstand. Sie bildet eine gute Landmarke. Von hier (52° 5' N-Br 
”7) Siehe „Ann. d. Hyvdr. etc.“ 1901, Seite 18 bis 24,
	        
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