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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

Kleinere Mittheilungen: 
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Varadero-Bucht. Der beste Ankerplatz in der Bucht soll nach zahl- 
reichen Besuchen des V. St.-Kriegsschiffes „Don Juan de Austria“ auf 22 bis 
27 m Wasser. liegen. Von ihm peilt man den Thurm rw. S6°W (mw. S'4W) 
und Tibao- (Calapan-) Huk rw. N62°W bis N64°W (mw. N0z0*/0 bis N0z0°/0). 
Ein hier vor 55 m Kette verankertes Schiff findet vom Lande abliegend unterm 
Heck 45 m Wasser. Wenn es so weit herumschwait, dafs es steif in .der Kette 
liegt, findet es unter dem Heck 7 bis 9 m Wasser. Die Wassertiefen nehmen 
dann bis auf weniger als 5,5 m schnell ab. Wenn der Wind aus nördlicher 
Richtung aufzufrischen beginnt, kommt bald solcher Seegang auf, dafs eine 
Landung unmöglich ist und man, wenn möglich, den Ankerplatz verlassen mufs. 
9. Die Inseln Siassi und Lugus (Bulipongpong) der Tapul- Gruppe 
in der Sulu-See. (Nach „Notice to Mariners“. No. 57. Washington 1902.) 
Siassi-Insel. Ein kleines .rothes Hafenfeuer von.2 Sm Sichtweite wird auf 
einem 6m hohen hölzernen Gerüste nahe am Ende der Landungsanlage in 
Siassi gezeigt. Von der nördlichen Einfahrt aus ist es sichtbar in den Peilungen 
rw. S11°O0 (mw. Sz0!/80) bis rw. S17°W (mw. SzW*/W). Die nach „Nachr., 
f. Seef.“ No. 1991/1900 gezeigten Gezeitensignale werden auf kurze Zeit nicht 
wezeigt. Vom 1. bis 4. November 1901 bei schwachem Südwestmonsun und 
nicht aufßergewöhnlichen örtlichen Winden setzte der Ebbstrom durch: die 
Strafe hindurch stark von Süd nach Nord; der Fluthstrom dagegen setzte nur 
schwach von Nord nach Süd. Die Richtung der Gezeitenströme soll sich jedoch 
bei starken Winden ändern. Die Wassertiefe vor der Stadt Siassi ist gröfser 
als auf der amerikanischen Karte No. 1878 angegeben wird. Die 19 m - Stelle 
hat gröfseren Umfang und nimmt fast den ganzen Kanal bei der Landungs- 
stelle ein. 
Lugus- (Bulipongpong-) Insel. Die Südwestküste dieser Insel ist rein 
und fällt unter Wasser steil ab. Ein Riff, das auf der amerikanischen Karte 
No. 1704 nicht angegeben ist, erstreckt sich von der Nordwestkante. Wenn 
man sich westlich von der Deckpeilung der Südwesthuk der Lugus - Insel und 
dem 300 m hohen Hügel im nördlichen Theile der Lapac-Insel hält, kommt man 
von dem Riffe frei. Von der Südwesthuk der Lugus-Insel peilen das Leucht- 
feuer und die Landungsstelle rw. S10°O (mw. SzO), die Alican - Huk auf dem 
NO- (im Original steht offenbar irrthümlich NW-) Ende der Lapac-Insel bleibt 
dann eben südlich frei. Die Häuser sind von hier am "Tage sichtbar; das 
Leuchtfeuer ist aus solcher Entfernung jedoch nicht sichtbar. 
Chinesische Küste und Gelbes Meer. 
10. Min-Flufs. (Nach Reisebericht S. M. S. „Kaiserin Augusta“, Komdt. 
Kapt. z. S. Stein, vom 9. Dezember 1901.) Lootsen (Seite 98 des Handbuches 
„Die wichtigsten Häfen Chinas“). Nach Lootsenangabe sollen jetzt alle Aufsen- 
lootsen die Berechtigung haben, Dampfer bis zum Pagoda- Ankerplatze zu 
lootsen; doch dürfen sie Segelschiffe nur bis zur Sharp Peak - Rhede bringen, 
von wo aus die weitere Führung durch chinesische Binnenlootsen nach dem 
Pagoda-Ankerplatze und nach Futschau erfolgt. 
11. Lothungen im Gelben Meere. (Hierzu Tafel 5 und 6.) a) Aus dem 
Bericht S. M. S. „Fürst Bismarck“, Kommandant Kapt. z. S. Graf v. Moltke. 
September 1901. Halbstündliche Lothungen mit der Lothmaschine auf der Fahrt 
von Dalny nach Tschimulpo am 20. und 21. September 1901 sind in Tafel 5 auf 
Grundlage der Brit. Adm-Krt. No. 1256 (Gulfs of Petschili and Liautung) ein- 
getragen. Die Tiefen sind für Barometerstand und für mittlere Niedrigwasser- 
Springzeit verbessert. Nachdem am 19. September auf der Fahrt von Port 
Arthur nach Dalny und auf Dalny-Rhede leichter Südostwind geherrscht hatte, 
wehten am 20. und 21. September frische West- bis Nordnordwestwinde .bel 
schönem, sichtigem Wetter. .. ; 
b) Nach dem Bericht von Kapt. R. Pesch, Norddeutscher Lloyddampfer 
„Norderney“, Kapt. R. Pesch sandte der Direktion der Seewarte eine Pause 
der China-Küstenkarte No. 8 von James Imray 1900, in welcher er neben 
seiner Route von Schanghai nach Tsingtau die von ihm im Oktober 1900 ge- 
machten Lothungen verzeichnet hat. Dieselben weichen auf mehreren Stellen
	        
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