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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1902. 
zwei Kblg. südlich von der rothen Tonne auf der Südkante der Bank. Nachdem 
das Schiff vor 80 m Kette auf ONO geschwait war, fand man dicht beim Hinter- 
schiff flaches Wasser. Das Wasser flacht in diesem Theile des Hafens sehr 
schnell an. 
Durch Beobachtungen auf dem inneren Ankerplatze westlich von der 
Laja-Bank fand man, dafs sich das Land in der Nähe der Gorda-Huk beträcht- 
lich weiter nach Ost erstreckt, als auf der amerikanischen Karte No. 1417 
angegeben ist. Maya-Huk und der Leuchtthurm darauf liegen bedeutend weiter 
südöstlich, auch scheinen einige Festungswerke und Gebäude im Hafen, die als 
Landmarken dienen, ungenau angegeben zu sein. 
Eine rothe, spitze Tonne, die auf der Karte nicht angegeben ist, liegt 
nahe an der Aufsenkante des Riffs südwestlich von der Gorda-Huk, etwa 
1? Kblg südöstlich von der Lootsenstation. Zwei roth und schwarze stumpfe 
Tonnen liegen im inneren Hafen zwischen Arafıa del Norte und Arafa del 
Sur, sind aber auf der Karte nicht angegeben, 
— 5. Romana an der Südküste Haitis, (Nach einem Konsulatsberichte vom 
27. November 1901.) Der Hafen von Romana, etwa 20 Sm östlich von San 
Pedro de Macoris, wird in kurzer Zeit für die Schiffahrt geöffnet werden. Der 
Hafen bietet gegen Stürme ziemlichen Schutz. Die Wassertiefe bis dicht unter 
Land ist grofs. An der engen Einfahrt zu der eigentlichen Bucht liegen mehrere 
theils sichtbare, theils unsichtbare felsige Riffe. Gröfsere Dampfer können nicht 
schwojen. Ein amerikanisches Syndikat hat laut Vertrag mit der Regierung 
den Bau von Hafenanlagen übernommen, Der Hafen ist nur ungenügend 
vermessen. 
6. Port of Spain. (Nach einem Reisebericht S. M. S. „Falke“, Komdt. 
K-Kaptı Musculus, vom 26. Dezember 1901.) Die Durchsteuerung der Boca 
grande und die Ansteuerung der Rhede von Port of Spain bereiten keine 
Schwierigkeiten. Eine gute, leicht auszumachende Landmarke ist der auf den 
Lavantille-Hügeln stehende Davids - Thurm, der aber aus gröfserer Entfernung 
einem weifsen viereckigen Hause mit flachem Dache ähnlich sieht. Eine auf 
der Karte nicht eingetragene Kapelle, die etwas höher auf demselben Berg- 
rücken liegt, erleichtert das Auffinden des Thurmes. Bine gute Landmarke 
beim Aufsuchen des Ankerplatzes ist der Flaggenmast des St. George-Forts, der 
links von einem braunen Hause oben in den Bergen steht. Die Festungswerke 
selbst sind nicht sichtbar. 
Südküste von Australien. 
7. Port Pirie. (Nach einem Bericht des Kapt. H. Nissen, Schiff „Pisagua“.) 
„Pisagua“ erreichte nach einer 86tägigen Reise von Hamburg die Rhede von 
Port Pirie. Da keine Kokes-Schiffe im Hafen lagen und Springtide war, konnte 
das 6,5 m tiefgehende Schiff zwei Tage später an den Löschplatz holen. Beim 
Befahren der sehr gewundenen KEinfahrt ist grofse Vorsicht geboten, Die 
Lootsen sind sehr gut. Schlepplohn betrug 1 sh die Registertonne. Als Ballast 
war nur Lehm zu haben; zum Löschen dieser 950 t gebrauchten vier Gänge in 
Iquique zehn Tage. Stauerlohn für Löschen betrug 1sh 9d, für Ballast- 
nehmen 3 ah. 
Philippinen und Sulu-See. 
8. West- und Nordküste von Mindoro. (Nach „Notice to Mariners“ 
No. 60, 61. Washington 1902.) Es scheint, als ob auf der amerikanischen 
Karte No. 1729 die Küstenumrisse auf einer Strecke von 5 Sm unterhalb der 
Tubile-Huk bis zu einer hohen unbenannten Huk, von der sich ein gröfseres 
Riff erstreckt, nicht eingetragen sind. Weiterhin scheinen die Kartenangaben 
eben südöstlich von der Tubile-Huk der Wirklichkeit zu entsprechen. Auf 
Mamburaro wurde gleich unterhalb der der namenlosen Huk zunächst liegenden 
Huk zugesteuert.
	        
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