Kleinere Mittheilungen.
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S.-M. S. „Stoseh“ nicht gebrannt; das rothe Licht östlich von diesem Damme,
das die Einfahrt in den Bootshafen angeben soll, ist sehr schwach und von der
Rhede aus gar nicht zu sehen, erst bei Annäherung an den Damm auszumachen.
2. San Remo.!) (Nach Konsulatsfragebogen No. 1870 vom Januar 1902.)
Ansteuerung. Der kleine Hafen von San Remo liegt in der Mitte einer Bucht,
die an ihrer Westseite von dem Kap Pino und an ihrer Ostseite von dem Kap
dell’Arma begrenzt wird. Auf beiden steht ein viereckiger Thurm. An der
Westseite der Bucht steht nahe bei einer Batterie eine Kapelle, und näher nach
Kap Pino hin liegt das Dorf Ospedaletti. Etwa 3 Kblg landwärts von Kap
dell’Arma steht eine Kapelle, auf einem Hügel an der Rückseite der Kapelle
liegt das Dorf Poggio. ;
Ankerplatz auf 10 bis 15 m Wasser, Grund Sand und Schlick,. finden
Schiffe !/z Sm östlich von der südlichen Mole. Es ist aber sicherer, weiter
draufsen zu ankern, da man gegen auflandige Winde ganz ungeschützt ist.
Hafenanlagen. Der Häfen wird von zwei kleinen Dämmen begrenzt.
Die Wassertiefe beträgt 6,5 m, in 50m Abstand vom nördlichen Hafendamme
steht nur 5m Wasser. Durch Baggerungen soll eine gleichmäfsige Wassertiefe
von 7 m erzielt werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich in diesem Jahre
beendigt werden. Die Anlage. von zwei neuen Landungsbrücken ist geplant.
Der südliche Hafendamm ist mit sechs hydraulischen Kränen und Gleisen ver-
sehen. Das gröfste Schiff im Hafen hatte 80 m Länge, 5,5 m Tiefgang und war
2000 Registertonnen grofs. ,
Handelsverkehr im Jahre 1900. Es liefen in den Hafen ein 18 Dampfer
von 2682 Registertonnen und 140 Segler von 7090 Registertonnen. Die Kinfuhr
(7225 t) besteht aus Bauholz, Steinen, karrarischem Marmor, Wein, Kohlen.
Die Ausfuhr (3469 t) besteht aus Oel, Frucht und Fischen, .
„.. Dampferverbindung besteht mit Genua einmal wöchentlich durch die
Dampfer der „Navigazione Generale Italiana“. Bahnverbindung besteht mit
Genua und Marseille, .
Fischerei deckt den Ortsbedarf.
Schiffsausrüstung. Proviant ist reichlich vorhanden. Ochsenfleisch
kostet 1,50 4 das Kilogramm, Butter 2.4, Kartoffeln 10 Pf, Weilsbrot 32 Pf.
das Kilogramm; Trinkwasser. liefert die städtische Wasserleitung gegen
48 Pf. die Tonne.
. Auskunft für den Schiffsverkehr. Das deutsche Konsulat wird
kommissarisch verwaltet. Die Geschäftsgebäude befinden sich via Umberto No. 3.
Zollhaus und Hafenkapitanat liegen am Hafen. Mehrere deutsche Aerzte und
ein Agent des Germanischen Lioyd sind am Orte.
Ein städtisches und ein deutsches Krankenhaus sind vorhanden. Post,
Telegraph.
Westküste von Afrika.
3. Mogador. (Nach Reisebericht S. M. S. „Stosch“, Kommandant F-Kapt,
Janke,. vom 13. Dezember 1901.) Ankerplatz. Die beiden von S. M. S.
„Charlotte“ in den „Ann, d. Hydr. etc.“, 1900, Seite 243, erwähnten Thürme
auf der Hafenbatterie beim Zollhause geben eine gute Marke zum Austeuern
des Ankerplatzes; Ankerplatz mit 28 m Wasser, Grund dunkler Sand und Schlick,
ist erreicht, wenn der südlichste Felsen der Mogador-Insel SSW'AW »eilt.
Westindische Inseln.
4. Port Matanzas an der Nordküste Kubas. (Nach „Notice to Mariners“
No. 6, Washington 1902,) Beim Einlaufen in Port Matanzas auf rw. S 58° W-
(SWzW-) -Kurse fand man etwa %/4 Sm östlich -von der Laja (Stony-) Bank
180 m. Wasser... Die Bank. ist stets gut unter. Wasser, bei gewissen Sonnen-
azimuten ist. das: flache Wasser jedoch zu erkennen. . Schiffe grofsen Tiefganges
müssen sich vor einem Ankern ‚südlich und. westlich von der Südkante der
Laja-Bank hüten, Das amerikanische Kriegsschiff „Massachusetts“ ankerte etwa
'1) Brit. Adm-Krt. No. 157: San Remo to Cape Cavallo mit Hafenplan.