von Hamburg. nach. Wladiwostok.
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uns auf 5° 25’ S-Br und 116° 0'O-Lg, aufserhalb der Sunda-Strafse, die wir um
4 nachmittags hinter uns gebracht hatten. Unser Aufenthalt in der Strafse war
4 Tage 8 Stunden...
Die Gewitter. in der Sunda-Strafse, die sich abends über dem Lande zeigten,
kamen nicht auf das Wasser hinaus, nur einmal hatten wir eine kleine Regenböe.
Der Landwind, der regelmäfsig gegen. 2*a einsetzte, war im südlichen Ende der
Strafe SO, näher der Mitte und dem nördlichen Ausgange östlicher und
nordöstlicher; manchmal war derselbe frisch, meistens jedoch flau, so dafs man
mit demselben den Gegenstrom nicht todtsegeln konnte. Ebbe- und Fluthstrom
wechselten sehr regelmäßig, die Ebbe lief 18 Stunden mit 2 bis 3 Knoten Fahrt
nach SW, die Fluth 6 Stunden nach NO, ’% bis .1!/% Knoten, Auch bei
Fluthstrom. unter der Java-Küste setzte der Strom in der Mitte der Strafse nach
SW,. was sich an der Oberfläche des Wassers so deutlich zeigte, . dafs . man
die Stromscheide beim Kreuzen genau einhalten konnte. Bei Merak-Insel fand ich
auf unserem Ankerplatz bei Niedrigwasser 16'/z, bei Hochwasser 19 Faden, woraus
sich ein Hub von 15 Fufs englisch ergiebt. Das Einsetzen des Fluthstroms geschah
bei Neumond um 6'/*, einen Tag später um 7%", noch einen Tag später um
8'/2h und 3 Tage nach Neumond um 9%/4 a,
Yon der Sunda-Strafse durch die Java-See und die Gaspar-Strafse.
Am 24. April um Mittag befanden wir uns auf 4° 40'S-Br und 107° 0' O-Lsg,
Der Wind, welcher gestern Nachmittag auf NO holte, erlaubte, dafs wir
auf Steuerbordhalsen Nordinsel erreichen konnten. Gegen Abend ging er etwas
östlicher und nachts bis SO. Der Strom setzte bis gestern Abend 7* schwach
nach Ost, dann bis Mitternacht ganz wenig nach West, so dafs wir etwa 1 Strich
Abtrift über den Grund hatten, nach 2"a am 24. wieder nach Ost.und blieb so
bis Mittag. Auch heute holte der Wind gegen ‚Mittag wieder östlicher. Wir
sahen verschiedene Seeschlangen von hellockergelber Farbe. mit schwarzen
Flecken; einige derselben waren wohl 8 bis 10 Fufs lang und 1'/2 bis 2 Zoll im
Durchmesser an der dicksten Stelle. ;
Um Mitternacht peilten wir Nord-Wächter-Feuer 0 4 Sm. Mit raumendem
Südostwinde steuerten wir dann NO und NOzO, um Shoalwater-Insel in eine
Richtung westlich von Nord zu bringen. Am 25. April war der Wind bis Mittag
SO, so dafs wir immer unseren Nordostkurs einhalten konnten, Um 11a
sichteten wir dann Shoalwater-Feuerthurm in der Kimm, Hier nahm der Wind
bis zur Stille ab, jedoch setzte uns der Strom mit 1!/z3 Knoten Fahrt nordwärts.
Mittags standen wir auf 3° 29‘S-Br und 107° 21‘ O-Lg, Shoalwater-Feuerthurm
N27°W. Auf Blifes Shoal lag ein Wrack mit dem Vordertheil hoch auf dem
Riffe, der Fockuntermast mit getoppter Fockraa und der Klüverbaum standen
noch. Es sah, aus der Entfernung gesehen, einer mit aufgegeihten Segeln vor
Anker liegenden Prau sehr ähnlich. Um 1*p Gewitterböe aus NO; der Wind
holte in derselben nach NW und blieb so bis abends, dann still. Der Strom
setzte immer noch nördlich, aber mit weniger Fahrt.
Es war meine Absicht, durch den Macclesfield-Kanal zu gehen; ich gab
dieselbe jedoch auf, als abends 9* mit einer Böe ein frischer Südsüdwestwind
aufsprang, und wählte den: kürzesten Weg, den Stolze-Kanal. Um 1'°a am
26. April befanden wir uns in der. Peilung Gresik-Insel West und Ajer Lantju-
Feuer Nz0'20, welches Feuer von Deck aus in der im Buche angegebenen Ent-
fernung von 21 Sm in Sicht kam. Irgend welchen Strom haben wir in dem
Kanal nicht gespürt. Mittags war unser Ort 2° 29’ S-Br und 107° 18‘ O-Lg, und
hatten wir somit den Stolze-Kanal ohne irgend welche Schwierigkeiten passirt.
Vom 26. zum 27. mittags, ausgenommen von 8* bis 12a am 27,, still, so’ still
auf dem Wasser, dafs man die Seeoberfläche als ; künstlichen Horizont benutzen
konnte, so klar und. unbeweglich spiegelten sich die Sterne im Wasser. Wir
irieben nun den ganzen Tag in der Nähe von Gaspar-Insel, immer in der Peilung
WzS, 8 bis 11 Sm Abstand. Ich safßs beständig zum Ausgucken auf der Marsraa,
um rechtzeitig Anker werfen zu können, wenn. wir uns der Canning-Bank zu
sehr nähern sollten. Ich habe dieselbe nicht gesehen, war jedoch zufrieden, als
um 4" p eine Böe aus NW einfiel, welche uns weiter brachte. Sahen heute acht
treibende Inseln von verschiedener Größe, zwei davon wohl 25 bis 50 Fuß hoch
and !/4 Sm im Umfang. Ein südwärts steuerndes Vollschiff, welches wir am-26.
Ann, d. Hyär. ote., 1902, Heft ZU.
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