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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1902. 
Das Barometer hatte einen mittleren Stand von 768,4 mm und war nur 
geringen Schwankungen unterworfen. 
Der letzte Theil der Tabelle, welcher die vier Jahreszeiten, sowie das 
Jahr Dezember 1900 bis einschließlich November 1901 behandelt, wird im 
Folgenden mit dem Jahre 1899 bis 1900 (vergl. „Ann. d. Hydr. etc.“ Seite 220) 
verglichen werden, außerdem wurden zur besseren Beurtheilung der sogenannten 
Regenzeit die Regentage und Niederschlagsmenge aus dem Sommer 1898, so- 
weit sie notirt sind, mit zum Vergleich herangezogen. 
Winter 1900/1901. Die beiden ersten Monate, Dezember 1900 und 
Januar 1901, waren nicht so kalt als die entsprechenden Monate der Vorjahre, 
jer Monat Februar dagegen war in diesem Jahre bedeutend kälter als der des 
Jahres 1900, denn in diesem Monat wurde erst die niedrigste Temperatur des 
Winters (— 10,2°) am 1. morgens erreicht; es kamen während dieses Monats 
noch 6 Eis- oder Wintertage (Maximum der Temperatur unter 0° Cels.) und 
27 Frosttage (Minimum der Temperatur unter 0° Cels.) vor. Der mittleren 
Tagestemperatur dieses Winters von — 0,4° steht im vorjährigen Winter eine 
solche von — 0,1° gegenüber. 
Bei einer mittleren Bewölkung des Himmels von 4,7 Zehnteln, welche 
atwas geringer war als die des Winters 1899/1900, kamen 27 heitere und 
20 trübe Tage vor. 1899/1900 betrug die Zahl der heiteren Tage nur 15 und 
die der trüben 22, 
An 6 Tagen fiel Regen und an ebenso viel Tagen Schnee; die Nieder- 
schlagsmenge betrug 69,0 mm. Der 27. Dezember und 20. Januar brachten er- 
giebigere Mengen Schnee. Im Winter 1899/1900 fiel an 20 Tagen 34,2 mm 
Niederschlag. 
Die relative Feuchtigkeit der Luft betrug im Mittel 74 pCt., war dem- 
nach ebenso grofs als die der vorjährigen Winter. 
Bei einer mittleren Stärke von 2,3 der Beaufort-Skala wehten die Winde 
gröfstentheils aus den Richtungen NO bis NW und erreichten an 6 Tagen 
Sturmstärke. Während des Winters wurden zur Zeit der Beobachtungstermine 
an 15 Tagen stärkere Winde beobachtet, nämlich: am 6./12. 1900 N 6 und 8, 
am 7./12. 1900 N8, NW7 und 8, am 8./12. 1900 NW 7, 8 und 7, am 14,/12. 
1900 WNW 6, am 15./12. 1900 N6 und NW, am 3./1. 1901 0SO 7 und O8, 
am 16./1. 1901 NNO6, am 17./1. 1901 N8, 6 und NNO6, am 31./1. 1901 
NNO6, 7und N 6, am 2./2. 1901 NW 6 und NNW 6, am 6./2. 1901 NW 8, am 
11./2. 1901 NNW 6, am 12./2, 1901 NNW 6 und NW 6, am 20./2, 1901 NW 6 
and N 6, und am 27./2. 1901 NNO 6. 
Frühling 1901. Der Frühling 1901 war im Mittel bedeutend kühler als der 
des Jahres 1899 und auch noch etwas kühler als der vorjährige, denn 1901 betrug das 
Mittel der Tagestemperaturen 9,7°, 1899 dagegen 12,0° und 1900 10,3°; nament- 
lich zeichnete sich der März durch sehr niedrige Temperaturen aus, So ging 
z. B. in der Nacht vom 1. zum 2. die Temperatur bis auf — 7,2° herunter; an 
noch weiteren 13 Tagen traten Nachtfröste auf. 1900 betrug die niedrigste 
Temperatur des März — 4,5°, 1899 dagegen nur — 1,4° 
Der Himmel war während des Frühjahrs im Mittel zu 4,9 Zehnteln bedeckt, 
die Bedeckung also ebenso grofs als im Frühjahr 1900; die Zahl der heiteren 
and trüben Tage ist ebenfalls in beiden Jahren annähernd dieselbe, die meisten 
der heiteren Tage (12) fallen in den Monat März, die meisten der trüben Tage 
(10) kommen auf den Monat Mai zur Anrechnung. 
An 13 Tagen, von denen 11 auf Mai entfallen, gingen im Ganzen 89,8 mm 
Regen nieder, diesen stehen im Frühling 1900 15 Regentage mit einer Nieder- 
schlagsmenge von 130,4 mm gegenüber. Die relative Feuchtigkeit der Luft, 
im Mittel 74 pCt. betragend, war ebenso grofß als im vorigen Frühjahr.}i K 
Die Winde, während der beiden ersten Monate hauptsächlich aus süd- 
licher, im letzten Monat mehr aus südöstlicher Richtung wehend, entwickelten 
eine mittlere Stärke von 26 der Beaufort-Skala. Sturmstärke erreichte der 
Wind nur an 4 Tagen, nämlich: am 2./3. 1901 N 8, am 28./3. 1901 NNO 8 und 
am 2, und 3. April NNW 9 bezw. 8.” 
Sommer 1901. Die mittlere Tagestemperatur des Sommers erreichte den- 
selben Werth wie im Vorjahre, nämlich 22,8°, blieb aber gegen die des Sommers 
1899 um 1,1° zurück. Die höchste Temperatur des Sommers, welche 31,2° betrug, 
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