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Annalen der Hydrographie and Maritimen Meteorologie, März 1902,
| Das untere Hafenfeuer von Apia wird beim Einlaufen auf W-Kurs vor
dem Einscheeren in die Ansteuerungslinie durch das Adlerwrack verdeckt.
Das Gouvernement hat bereits die Erhöhung des unteren Feuers und Bezeichnung
beider Leuchtthürme mit dreieckigen Tagzeichen angeordnet. |
Während der Rundreise um Sawai und Upolu wurde fast täglich durch
Peilungen festgelegt, dafs die Konturen und die Lage der Berge der gesammten
Inselgruppe, Apolima und Manono inbegriffen, in der Karte Tit. X1, 162 nicht
richtig eingezeichnet sind,
Witterung, Während der 13tägigen Rundfahrt um Sawai und Upolu
wehte der SO-Passat zwischen Ost und Süden in den Stärken von 1 bis 8,
der Seegarg und die Dünung waren dementsprechend. Im Allgemeinen wehte
unter normalen Verhältnissen der Passat aus Ost bis 0OSO; in der Nacht vom
8. zum 9. Oktober jedoch setzte der Passat mit Regenhöen bis zur Stärke 8
aus SO ein und warf eine grobe See auf, die ein längeres Liegen in der
Salailua-Bucht unmöglich gemacht hätte.
Die Beobachtung, dafs beim Auffrischen des Windes der Passat, begleitet
von Regenböen, nach SO herumholt, wurde auch am. 12, Oktober zwischen
Saluafata und der Fangaloa-Bucht gemacht, während die frühere Dünung von
Ost noch weiterlief. Auch am 14. wehte auf der. Fahrt von Fangaloa nach
Falealili starker SO-Passat mit Ost-Dünung. ;
An der Nordküste von Sawai war öfter Windstille oder ein schwacher
Landwind wahrzunehmen. .
Das Wetter war vielfach ungünstig mit häufigem Regen und Gewitter-
böen; am schlechtesten war das Wetter am 12., 13. und 14, zur Zeit des
Neumondes, während es vom 15. an merklich -besser wurde,
Der Barometerstand schwankte zwischen 759 nım und 766 mm. ;
Strom. An der NO-Küste von Sawai wurde zwischen Matautu und dem
sogenannten Kraterhügel ein OSO setzender Sırom von 1 Sm in der Stunde
benbachtet, während von dem zuletzt genannten Punkte bis nach Saluafata ein
NNW setzender Strom von etwa 1 Sn in der Stunde wahrgenommen wurde,
N Im Hafen von Falealili wurde ein stets westlich setzender Strom von
0,2 bis 15 Sın in der Stunde beobachtet.
Puerto Bolivar (Estacion Huaila). ) :
Nach Fragebogen No. 1197 des I, Schiffsoffiziers Bl. Jansen, D. „Delia“, vom 16. September 1899,
und No, 1875 des Kapt. Paul Brunst, D.- „Nicaria“, vom 22. Nuvember 1901, .
Puerto Bolivar (auf der Brit. Adm-Krt. No. 586 Estacion Huaila
genannt) ist ein kleiner Ort im Staate Ecuador an der Ostseite der Santa Rosa-
Lagune, etwa 4 Sm oberhalb ihrer Mündung in den Guayaquil-Golf. Eine
Eisenbahn verbindet Puerto Bolivar mit dem 3 Sm östlich davon liegenden
Machala. Geograpbische Lage auf etwa 3° 17‘ S-Br und 79° 58' W-Lg. .
Der Golf von Guayaquil, in den der gleichnamige Flufs mündet, ist
die gröfste Föhrde an der Westküste Südamerikas nördlich von der Chiloe-Insel.
Der sich über 50 Sın ins Land erstreckende Golf ist in seiner Einfahrt zwischen
Payana -Huk an der Südseite und Puna- Insel an der Nordseite 18 Sm breit.
Des Land an der Südseite des Golfs ist niedrig und dicht bewaldet. Bis
auf eine Entfernung von 3 Sm ist es mit Untiefen ganz eingefafst.
Landmarken. Amortajado-Insel, auch Santa Clara genannt, ist hoch
und auffällig. Das schmale Inselehen ist in NO—SW-Richtung etwa 1'/2 Sm
lang. Aus einigen Peilungen bietet sie den Anblick eines riesigen Leichnams
in Tüchern (daher der Name); am deutlichsten besteht die Aehnlichkeit aus
rw. W (mw. W’4S)- Peilung. Das Wrack eines auf der Kante der blinden
Klippen, die östlich von der Nordspitze der Insel liegen, gestrandeten eisernen
Schiffes ist weithin sichtbar. Von dem Wrack peilt der Leuchtthurm auf
Arena-Huk rw. N 63°0 (mw. NOzO 0) in Eins mit der Südspitze der Amorta-
jado-Insel, und Payana- Huk rw. 835° 0 (mw. SO!2S). . Wegen der vor der
Insel liegenden Untiefen sollte man sich aufserhalb,der 20 m-Grenze halten. :-
N Brit. Adm-Krt. No. 1813. Port Paita to Agangui Pt., No. 586. Guayaquil river.