Zur Küstenkunde: der Samoa-Inschn.
127
, Bucht von Asau: Während des: Aufenthalts. in Sataua wurde die Ein-
fahrt der Asau-Bucht mit Schiffsbooten‘. ausgemacht, ein Observationspunkt
durch astronomische Beobachtung festgelegt und durch Winkelmessungen und
magnetische Peilungen einzelne Konturen der Bucht und Riffe bestimmt. Die
Skizze auf Tafel 4 zeigt die Unterschiede gegen die Vermessung S,. M. 8.
„Seeadler“. .
Matautu. Die Ansegelung von Matautu ist sehr einfach und sicher nach
der von S. M. S. „Falke“ herausgegebenen Segelanweisung auszuführen, (Siehe
N. f. S. 1894, No. 2287.) S. M. S. „Cormoran“ ankerte auf 18 m Wassertiefe.
Die Rhede bietet während des Passats guten Schutz.
Upolu.
Saluafata. Die auf der Ariadne-Huk errichtet gewesene Bake ist
gänzlich verschwunden. Da sich die erwähnte Huk fast wie eine Insel gut
abhebt, ist eine Neuerrichtung der Bake nicht nothwendig; während .draulsen
grobe See stand, bot der Hafen vorzüglichen Schutz.
Fagaloa. Die Einsteuerung in die Bucht ist der Karte entsprechend
einfach auszuführen, der Malata-Piek markirt sich gut. Es wurde auf 32 m
Wassertiefe geankert. Die. Skizze. auf Tafel 4 zeigt einige Lothungslinien und
Aenderungen in den Küstenkonturen, | .
Ostende von Upolu. Bei stark und böig wehendem Passat aus SO, wie
es am 14. Oktober der Fall war, bieten das Östende und die Südküste von
Upolu bis nach Falealili keinen geschützten Ankerplatz. Der Versuch, nord-
westlich von der Insel Funuatapu zu ankern, mufste des hohen Seegangs wegen
aufgegeben werden. Nordwestlich von der Insel Nuutele war ebenfalls wegen
der schweren See kein passender Ankerplatz zu finden; der von S, M. S.
„Bussard“ angegebene Ankerplatz vor Aleipata war auch nicht brauchbar. Der
zwischen Nuutele und Upolu befindliche Stein konnte trotz guten Ausgucks vom
Mars aus nicht gesehen werden. Derselbe soll näher an Upolu liegen; man
kann demnach frei zwischen der Insel Nuutele und Upolu hindurchfahren,
Falealili. Die Brauchbarkeit der von S. M. S. „Falke“ 1895 gegebenen
Segelanweisung konnte nicht geprüft werden, weil das Wetter wegen starker
Regenböen zu unsichtig war. Bei der Einsegelung dienten jedoch die von
„Falke“ gegebenen Kurse als Anhalt. Wenn das Grabmal ONO’A40 peilt,
fihrt man auf dasselbe zu und ankert in dieser Linie am besten mit zwei
Ankern auf etwa 30 m Wassertiefe, da ein freies Schwaien wegen Raummangels
nicht möglich wäre. Ein solches Schwaien fand allerdings nicht statt, viel-
mehr bestätigte sich die Angabe S. M. S. „Falke“, dafs der Strom stets nach
Westen setzt. Der Hafen bot guten Schutz gegen See und Dünung. Die
flachen Stellen südlich und nördlich von der Einfahrt boben sich durch Brecher ab.
Safata. Die Ansteuerung des Ankerplatzes. im Hafen von Safata ist
nach Peilungen und Kursen der Karte Tit. X1l, 162a (Brit. Adm-Krt No. 1730,
Samoa or Navigator Island) nicht auszuführen. Die Kirche von Fusi (siehe
auch N. f. S. 195, No. 3049) ist abgebrannt, augenblicklich ist mit dem Stein-
bau an derselben Stelle begonnen worden. Die Kirche von Lukofona, die
wei'slich gelb erscheinen soll, ist ein niedriger Bau mit dunklem Dache und
markirt sich erst ganz in der Nähe des Ankerplatzes. In die westliche Bucht
steuert man am besten mit gutem Ausguck in die Mitte des Hafens; die 5.m-
Stelle und das Mittelriff markiren sich gut durch Brandung, Hat man die
Nordkante des Mittelriffs an St-B. dwars, so. ankert man auf etwa 18 m Wasser-
tiefe. Da der Raum zum freien Schwaien sehr gering ist, empfiehlt es sich,
mit zwei Ankern zu ankern. Der Osthafen bietet jedoch nach ‘persönlicher
Anschauung und nach Aussage der Eingeborenen mehr Schutz, als der West-
hafen. Dies entspricht zwar nicht den früheren Berichten. ;
I Allgemeine Bemerkungen.
Die Durchfahrt zwischen Apolima und Manono ist. mit gutem. Ausguck
gefahrlos. ; ; ;
Das nördlich von Upolu angegebene Riff ist während des. dreimaligen
Vorbeidampfens des Kreuzers nicht bemerkt worden; es soll nach Angabe des
Lootsen dicht am Riffe liegen, ;