129 Annalen der Hydrographie--nısl- Maritimen Meteorologie, März 1902,
halten und, wenn dessen Spitze dwars ist, mit B-B.-Ruder scharf aufdrehen, um die
Klippen an der linken Seite und innerhalb der Einfahrt zu meiden. Eine Durch-
fahrt, die für Schiffe von 9 m Tiefgang fahrbar ist, führt an der Südküste der
Hirapsan-Insel vorbei. Näher an der Küste von Samar liegen allenthalben
Korallenstellen, auf einigen davon steht nur 1,2% m Wasser. Der Grund östlich
von Palijon- und Hirapsan-Inseln ist unrein. „Arayat“ fand, die Korallen-
stellen meidend, mindestens 13 m Wasser. Aus etwa 1 Sm südlichem Abstande
von Kabuan-Insel rw. Ost (mw. Ost) auf Cajoagan zusteuernd, findet man tiefes
Wasser, Cajoagan-Insel kann man in '/4 Sm Abstand an seiner Nordseite lassen.
Ein langes Riff liegt etwa 2 Sm recht Süd davon. Es ist auf der Karte nicht
angegeben.
Pambujan. Auf der amerikanischen Karte No. 1729 wird nur die öst-
liche Mündung des Pambujan-Flusses gezeigt. Die andere Mündung, östlich von
Bugtu-Huk, gehört einem anderen Flusse an, der mit dem Pambujan in keiner
Verbindung steht. Von See aus sieht man den hohen spitzen Giebel der Kirche
in Pambujan. Man bringe den Giebel in rw. S 11° O (mw. SzO) - Peilung und
ateuere dann darauf zu, indem man das lange, sich in Ost—-Westrichtung er-
streckende Riff *;2 Sm an seiner Ostseite läfst. Guten Ankerplatz findet man
vor der Flufsmündung auf 18 bis 7 m Wasser üher Sand- und Schlickgrund.
Das Fahrwasser in den Flufs verändert sich beständig und mufs bei jedem Ein-
laufen ausgelothet werden. Kine 1,8 m tiefgehende Barkasse hat auf nur eine
Peilung hiu viermal die Einfahrt und Ausfahrt gemacht. Mit 1,8 m Tiefgang
kann man bis 12 Sm flutsabwärts laufen, jedoch nur bei Fluthtide.
Ein gefährliches Riff, auf dem nur 3.7 ın Wasser ist, liegt 3 Sm westlich
von Cahayagan-Insel.. Bei Nordoststürmen brandet die See darauf stark, die
Brandung ist 5 Sm weit sichtbar. Von dem Riffe peilt das felsige Inselchen
vor der NW-Spitze des Cahayagan-Eilandes rw. N 85° O0 (mw. O0'/@N), und Ca-
joagan-Insel rw. S 62° W (mw. SWzW!2W).
Laguan. Von Westen kommend, bleibe man von Cajoagan-Insel auf Ost-
Kurse, bis das felsige Eiland nordwestlich von Cahayagan rw. N 6° O0 (mw.
N’/20) peilt. Dann steuere man S 6° W (mw. S',2W) und halte sich in !,a Sn
Abstand von den Riffen vor der Livas-Huk. Ein Flufs mündet etwa 1'/4 Sm
südlich von der Livas-Huk in die Laguan-Bucht. Eine Kblg südlich davon liegt
ein grofser Baumstumpf mit den Wurzeln nach oben am Ufer, Vor der Mün-
dung sind einige Fischwehre. Nach der Umsteuerung der Livas-Huk findet man
in !2 Sm Abstand vom Lande 14,5 m Wasser. Die Wassertiefe nimmt bis vor
der Mündung, in etwa 2'/2 Kblg Abstand von den Fischwehren, allmählich bis
auf 5,5 m ab. Vor Maculmacul-Huk liegt ein Wrack theilweise unter Wasser.
Dahinter, auf Laguan-Insel, sieht man eine einzelne auftlällige Baumgruppe, die
bedeutend höher ist als das Laubwerk in der Nähe, Wenn der Baumstumpf
südlich von der Flußsmündung mit dem Wrack in Eins peilt, steuere man auf
das Wrack zu und halıe den Stumpf recht achteraus. Der Kurs ist rw. N. 62° 0
(mw. N0z0*,20). Die Baumgruppe sieht man gerade über und rechts vom
Wrack. Diesen Kurs halte man sorgfältig inne und achte darauf, dafs das
Schiff durch die Gezeitenströme nicht nordwärts versetzt wird. In 21% Kblg
Abstand vom Wrack findet man bei Niedrigwasser 5,5 bis 3,7 m Wasser. Dann
nimmt die Wassertiefe allmählich zu und beträgt in 27 m Abstand vom Wrack,
das man an B-B. läfst, 5,5 m. Nach dem Passiren des Wracks halte man däs
lange Dock etwas an B-B. und ankere vor dem Dock auf 6,4 m Wasser in '/%
bis I Kblg Abstand. Beim Einlaufen hat man Sandbarren an der rechten Seite
des Fahrwassers und innerhalb der Werftlinie felsige Riffe, „Arayat“ lief
mehrmals bei Nacht ein, wenn nur die erwähnte Baumgruppe und der Fufs des
HAügelabhanges über der Livas-Huk sichtbar waren. Wenn man im richtigen
Fahrwasser ist, hat man den Fufs des Abhangs gerade über dem Baumstumpfe.
Bei Hochwasser. können Schiffe von 4,3 m Tiefgang einlaufen, müssen aber vor
dem Dock vertäuen. Bei stürmischem Nordwinde brandet die See in der La-
guan-Bucht auf 9 m Wasser, Im Einfahrtkanal hat man die Brandung auf einer
Strecke von 2 Sm dwarsschiffs, wodurch die Fahrt gefährlich wird. Grofse
Sehife können bei gutem Wetter auf 13 m .Wasser %4 Sm östlich von Livas-
Huk ankern, bei schlechtem Wetter ankere man in.Palapa-Hafen, in den man
durch die närdliche oder westliche Einfahrt einlaufen kann.