Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1902,
Von Westen.kommend, dienen als Landmarken- das Fort Vigia in
Puerto Cabello, der Leuchtthurm auf der Brava-Huk und Alcatraz-Insel.
Stromversetzung, West- bis Westnordweststrom wurde während der
Sr rien von S, M. S. „Vineta“ an der Küste gefunden, Geschwindigkeit bis
zu "ja Sm. |
Die Turiamo-Bucht wird von einem nicht sehr breiten flachen Streifen
Landes begrenzt, der dicht am Wasser gelben Sand, rechts und links grünes
Buschwerk zeigt. Hinter dem Sandstrande sicht man Kokospalmen und rechts
davon höhere Laubbäume. Auf der Huk an der östlichen Seite der Einfahrt
stehen vier Hütten. Die Ein- und Aussteuerung bietet keine Schwierigkeit.
Die Fahrt bei Nacht ist unmöglich, da Leuchtfeuer nicht vorhanden sind.
Ankerplatz auf 32 m Wasser, Grund: Schlick, findet man in. den
Peilungen: Turiamo -Huk mw. NNO0*40, westliche Huk mw, NzWI!AW. Es
wurde stets Dünung wahrgenommen, die bei auftretenden Nordwinden den
Schiffen wohl gefährlich werden kann. .
a Schiffsausrüstung. Aus dem in der Mitte der Bucht mündenden
Flusse kann man mit den Schiffsbooten Wasser holen, das jedoch infolge Ver-
unreinigung durch die Bewohner zweier Negerdörfer nur zum Waschen verwandt
werden kann. Frischen Proviant und Früchte kann man aus den Dörfern nur
in geringer Menge haben. Die Bucht ist sehr fischreich, der steinfreie Sand ist zum
Fischen mit. einem Zugnetze sehr geeignet. Kesselkohlen sind nicht vorhanden.
‚. Landungsplatz. In der Nähe der erwähnten vier Hütten mündet ein
flacher Fluß. Die Stelle ist frei von Brandung und Steinen, daher zum Landen
gehr geeixnet, -
Mayumba-Bucht,. )
Nach Fragebogen No. 1886 des Kapt. W. Loff, Bark „Niagara“, vom 18. November 1901, ergänzt
nach englischen Quellen.
Mayumba-Bucht ist eine 10 Sm breite und 2 Sm tiefe Bucht an der
Westküste Afrikas im französischen Kongo-Gebiet. Die nördliche Grenze bildet
die Mayumba - Huk, die südliche die Matuti-Huk. Die Küste innerhalb dieser
Grenzen verläuft regelmäfsig und besteht aus einem feinen Sandstrande. Mehrere
Ortschaften, von denen die gröfste vielleicht 1000 Einwohner zählt, liegen unter
den Bäumen bei Matuti-Huk, sind aber von See aus nicht sichtbar. Geographische
Lage der Matuti-Huk auf 3° 22,7‘ S-Br und 10° 39.0‘ O-Lg.
Landmarken. Von Norden kommend, steigt die Küste bei Mayumba-Huk,
auch Primeiro- oder Yumba-Huk genannt, allmählich an. Von Nord aus erscheint
die Huk als 3 oder 4 hohe sattelförmige Hügel, die nach See zu steil abfallen
und an der SW-Seite in einem kleinen, röthlich gelben Küstenabhange endigen.
Die Huk ist an- diesem Küstenabhange leicht und sicher auszumachen, zumal
wenn man sie von Süden ansteuert. Matuti-Huk ist an dem mit einem einzelnen
sehr auffälligen Baume bestandenen Hügel auszumachen, der jedoch von Kapt.
W. Loff nicht gesehen wurde. Bald nach Insichtkommen der Mayumba-Huk
sieht man das weilßse Dach der französischen Faktorei und die Klippen vor der
Matuti-Huk. ;
Ansteuerung. Von Norden kommend, passirt man Mayumba-Huk in
mindestens 2 Sm Abstand. Von der Huk erstreckt sich ein felsiges Riff 1 Sm
südwestwärts. 5 Sm südlich von der Huk liegt eine. französische Faktorei,
Von Süden kommend, passire . man Matuti-Huk in gutem Abstande und bleibe
aufserhalb der Klippen und Riffe, etwa 6 Khlg. nordnordwestlich von der Huk,
die theilweise sichtbar sind, Das.etwa 3 Kblg:; breite, tiefe Fahrwasser zwischen
den Klippen und der Huk soll nicht fahrbar sein. .
. Kapt. Loff berichtet über die Anstenerung: Passirten morgens bei ßaner westlicher‘ Brise
Mayımba-Huk; gesen Mittag frischte der Wind aus Südwest auf. Durch dichten Regen waren alle
Landmarken unsichtbar,, Unter. ständigem Lothemr und, scharfer. Ausuuck wurde ‚auf die Klippen
Vor Möturl-Huk, die aus‘ den Masien bereits gesichtet waren, zugesteuert | Nachdem etwa 7 Sm
rüutemacht‘- waren, ‚sahen wir’ die Klippen 1/4 Sm- an St-B. voraus; weshalb wieder‘ auf -nörd-
'\ Brit. Adm-Kri.- No. 604. Cape Lonez Bay. to St. Paul de Loandas mit Plan.