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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

112 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1902, 
Eastern Channel-Feuerschiffes vor Anker. Wenn ein Lootse abgegeben wird, 
zeigt das Fahrzeug eine rothe Flagge im Vortopp, wenn es Lootsen abnimmt 
eine weiße Flagge. Lootsenwechsel findet im Garden Reach statt. Es besteht 
Lootsenzwang. Fahrt auf dem Flusse. Fünf Barren, die erste in 18 Sm, 
die zweite in 23 Sm, die dritte in 32 Sm, die vierte in 53 Sm, die fünfte in 
92 Sm Entfernung von Calcutta, sind für Schiffe von 7,9 m Tiefgang und 10 Sm 
Fahrt hinderlich. Zwischen den drei ersten Barren sind schlechte Ankerplätze. 
Schiffe bis zu 7,08 m Tiefgang konnten nach Lootsenbestimmung von Calcutta 
aus bis Diamond harbour kommen, mufsten dann ankern und konnten nun ‚hier 
bis zu 8,07 m Tiefgang laden. Die Barren sind -sehr veränderlich und hatten 
sich während des Cyklons vom 25. zum 26. November 1901 derart verschlechtert, 
dafs „Saxonia“ mit 0,23 m geringerem Tiefgange auslaufen konnte. Schiffs- 
ausrüstung.‘ Trinkwasser wird durch Wasserboote geliefert. In‘ Kiltespore- 
Dock kann man Leitungswasser haben. Als Kesselkohlen werden Bengalkohlen 
geliefert. Die Kohlen werden aus Leichtern durch Kulis in Körben, die etwa 
10 kg fassen, übergetragen, Man soll 100 t die Stunde nehmen können. 
17. Penang. (Nach Fragebogen No. 1869 des Kapt. J. Jäger, D. „Saxonia“ 
vom 8. Oktober 1901.) Als Lootsenboote werden grofse Boote zum Segeln und 
Rudern verwandt. Nachts zeigen die Fahrzeuge Blaufeuer. Lootsenzwang 
besteht nicht. Lootsenstation 3 Sm von Muka Head. Nach Kreuzpeilungen 
von Muka Head und von dem Leuchtfeuer auf dem Flaggenstock in Penang 
hielt „Saxonia“ Fahrwassermitte. Die in der Karte gegebene Lage der. Fisch- 
buhnen ist nicht sicher, Die südliche Einfahrt können bei Springtide-Hoch- 
wasser Schiffe von 7,6 m Tiefgang benutzen. Es ist jedoch Lootsenhülfe 
empfehlenswerth. Ein Kai ist im Bau, an dessen Aufsenseite die Postdampfer, 
an dessen Innenseite die Küstendampfer anlegen sollen. Der Gebrauch der Dampf- 
pfeife ist verboten. 
18. Georgetown (Brit. Guiana). (Nach Konsulatsfragebogen No. 1841 vom 
26. September 1901.) Hafenunkosten für Schiffe über 70 t: Tonnengeld 
25 c. die Tonne, Hafenmeister 2'/2 ec. die Tonne. Einklariren 1,00 $, Ausklariren 
3,00 $. Dampfer zahlen Tonnengeld nach der gelöschten und genommenen 
Ladung. Lootsengeld: bei 10 Fuls Tiefgang. 12 $, bei 11 Fufs 13 $, bei 12 Fulfs 
18 $, bei 13 Fufs 23 $, bei 14 Fuß 29 $, bei 15 Fufßs 35 $, 16 Fufs 41-$, 
17 Fußs 47 $, 18 Fuß 53 $, 19 Fuß 62 $, 20 Fuß 72 $, für Verholen 3 $. 
Gesundheitsabgabe: 2 bis 3 $ für jeden ärztlichen Besuch. Schlepplohn über 
die Demerara-Barre beträgt für Segelschiffe: 
Register- 
tonnen 
300—599 
600-—-699 
700—799 
800-—899 
900—999 
1000—1099 
1100—1199 | 
1200—1299 
1300—1399 
1400—1499 
1500—1599 | 
1600—1699 
1700—- 1799 
Einlaufend- 
5’ 
4 
‚16 7 | a8 
$ $ $ 
9) 
ö 
50 
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160 
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180 
200 
50 
60 
70 
90 
100 
130 
150 
170 
190 
210 
2830 | 
250 ' 
970 | 
20 
0 
190 
120 
150 | 
_ Auslaufend 
Tiefgang bis 
' 20 1 14 
$ $ 
19 
% 
70 
80 
90 
100 
130 
160 
190 
>20 
>50 
780 
210 
340 
8) 
70 
‚10 
130 
150 
180 
210 | 
240 
270 
300 
330 
360 
390 
AR0O 
50 
75 
35 
120 
140 
150 
ISO 
210 
230 
250 
270 
290 
310 
65 
75 
100 
150 
150 
‚70 
190 
590 
40 
260 
280 
300 | 
290 | 
75 
00 
120 
140 
160 
190 
220 
240 
260 
280 
300 
350 , 
275 | 
L00 20 
120 "40 
140 160 
160 180 
180 200 
210 230 
240 260 
270 200 
00 340 
340 380 
380 420 
420 460 
460 | A880 
160 
180 
200 
„50 
00 
280 
Für Anlegen an die Landungsanlagen oder Schleppen nach einem anderen Platze im Flusse: 
Segler von 301 bis 500 t 10 #, 501 bis 1000 t 15 $, über 1000 t 20 $; Dampfer bis 1000 t 15 8, 
über 1000 t 20 £. Schiffe, die einen Schlepper wünschen, müssen vor dem Forr, frei von den dort 
liegenden Schiffen, ankern, ; 
Gedruckt und in Vertrieb bei E, S. Mittler & Sohn 
Königliche Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei 
Barlin SW. Kochstraßse 68—71-
	        
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