100 Annalen der Hydrographie und‘ Maritimen Meteorologie, Februar 1902.
Hochwasser auf einer eisernen, weifßs und roth wagerecht gestreiften dreieckigen
Bake an der NW-Seite des Blanquilla-Riffes,
Leitmarke, Die Feuer von Benito Juarez und Blanquilla in Eins ge-
halten, führen nördlich von Anegada de Adentro entlang bis in den festen,
weißen Sektor unter 4d.
Ein weißes und rothes Feuer und weißes unterbrochenes Feuer, das
alle 6 Sekunden eine Verdunkelung zeigt, von 11 Sm Sichtweite (Leuchtweite
roth 18 Sm, weifßs 21 Sm) brennt 10,5 m über Hochwasser in einem eisernen,
rothen Thurme mit steinernem Unterbau auf der Insel Sacrifieios. Das
Feuer brennt:
a) als rothes festes Feuer über einen Bogen von 24°, und zwar von rw.
S46°0 (mw. SO03/:0) bis rw. S22°0 (mw. SSO°/sO) über die Riffe Galega und
Galleguilla‘ nördlich vom Levandera-Riff;
b) als weißes festes Feuer von starker Leuchtkraft über einen Bogen
von 6° und zwar von rw. S22°0 (mw. SSO°/%0) bis S16°0 (mw. SSO) in der
Einfahrt zwischen den Riffen Galleguilla und Blanquilla; » .
c) verdunkelt’ über einen Bogen von 23°, und zwar rw. S 16°0 (mw, SSO)
bis rw. S7°W (mw. S) über Blanquilla-Riff; ..
. d) als weißes festes Feuer‘ über einen Bogen von 8°, und zwar von rw.
S7°W (mw. S) bis rw. S 15° W (mw. S?4W) in der Einfahrt zwischen Blan-
quilla- und Anegada de Adentro-Riff; .
e) als rothes festes Feuer über einen Bogen von 42°, und zwar von
rw. S15°W (mw. S’4W) bis rw. S57°W (mw. SW '!/2W) über Anegada de
Adentro-Riff und Verde-Insel und -Riff;
f) als weißes unterbrochenes Feuer über einen Bogen von 100° und
zwar von rw. S57°W (mw. SW'/2W) über W bis N 23° W (mw. NNW 5% W);
g) als weifßses festes Feuer über einen Bogen von 157°, und zwar von
N 23° W (mw. NNW 5/8 W) über Nord und Ost bis rw. S46°0 (mw. S0%40)
über die Ankerplätze bei der Sacrificios-Insel.
5. Ein weifses unterbrochenes Feuer von 11 Sm Sichtweite mit zwei Ver-
dunkelungen brennt in einem rothen Thurme auf dem SO-Kopfe des NO-Wellen-
brechers.
6. Ein rothes festes Feuer mit einer Verdunkelung von-7 Sm Sichtweite
brennt in einem weißen Thurme auf dem Kopfe des SO-Wellenbrechers.
Dieses Feuer bezeichnet die Süd- oder B-B,-Seite der Hafeneinfahrt, das
vorhergehende die Nord- oder St-B.-Seite,
Lootsenwesen., Es besteht Lootsenzwang. Sobald vom Ulua-Leuchtthurm
ein Schiff unter Angabe der Richtung gemeldet wird, fährt ein Lootse im Boot
dem Schiffe entgegen und bringt es zu Anker. Zuverlässige Lootsen sind. stets
genügend bereit. Die Lootsenboote führen eine weiße Flagge mit schwarzem -P,
Lootsen für andere mexikänische Küstenplätze sind -vorhanden, Lootsengeld
dafür nach Uebereinkunft. Lootengeld: 1,75 $ für je 0,30 m Tiefgang ein-
oder auslaufend; Lootengeld im Hafen 4 $, Festmachen an eine Tonne 5 $, an
die Landungsbrücken 4 $.
Schleppdampfer sind vorhanden, feste Taxe besteht nicht.
Sturmsignale. Die „Norder“ werden gewöhnlich von Galveston oder
Tampico telegraphisch gemeldet und dann durch eine blaue Flagge auf‘ dem
Leuchtthurm des Ulua-Forts signalisirt. Rettungsboot und dergl. ist - nicht
vorhanden. ;
Quarantäne und Zollbehandlung. Die Schiffe laufen mit der Quarantäne-
flagge im Topp ein und dürfen, außer dem Lootsen, erst nach ärztlichem Besuche
mit dem Lande verkehren. Die mit dem Stempel der amerikanischen Konsuln
versehenen Manifeste, Gesundheitspässe etc. sind einem Offizier der Hafenbehörde
zu übergeben, der dann je nach Gröfse des Schiffes einen oder zwei Celadores
(Zollwächter) an Bord zurückläfst zum Ueberwachen des Löschens und Ladens.
Die Celadores sind als Passagiere erster Klasse zu verpflegen.
Ankerplätze. Unter allen Ankerplätzen, die sich in Lee der östlichen
Riffe befinden und deren Ankergrund : vorzüglich hält, bietet‘ derjenige vor der
Westküste von Sacrificios den meisten Schutz, und es soll dieser Ankerplatz: für
eine geringe Anzahl von Schiffen selbst während der Norder sicher sein. Die
Ostkanten der Riffe kann man leicht umsteuern. : Man ankere dann möglichst
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