38 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1902.
des: Commewy-Flusses passiren, müssen aber vor Anlegen an die Brücken in
Paramaribo ärztliche Visite abwarten. Alle anderen Schiffe müssen den Quaran:
tänevorschriften‘ bei Fort Amsterdam nachkommen. Ein neues Stück. Land zur
Errichtung. yon .Quarantänebaracken ist urbar gemacht worden. ;
Philippinen.
14. Salomague-Hafen an der Westküste der Insel Luzon. (Nach „Notice
to Mariners“ No. 1458. Washington 1901.) Nach neueren Mittheilungen. ist
die. auf der amerikanischen Karte No. 1961 und auf der Skizze auf Tafel 17
der „Ann. d. Hydr. ete.“, 1900, verzeichnete Klippe, von der der Thurm auf
dem nördlichen Lande des Salomague-Hafens rw. N 55°0 (mw. NO’/s0) 4*/4 Kblg.
entfernt peilt, nicht vorhanden. Die Klippe bildet den Endpunkt der punktirten
Verlängerung des OzS-Kurses. Klippe und punktirte Linie müssen daher aus
der Karte entfernt werden. .. . | . .
Bemerkung. Die auf Seite 254 der „Aun. d. Hydr. etc.“, 1901, ge:
gyebenen Anweisungen sind gut, .
15. Port Olongapo an der Ostseite der Subie-Bucht, Westküste von Luzon.
(Nach „Notice to Mariners“ No. 1558. Washington 1901.) Betonnung. Die
in. „Notice to’ Mariners“ No. 1000/1901 erwähnte rothe Fafstonne auf der Kubi-
Bank: ist durch eine rothe Treibbake ersetzt worden. Die Bake ist auf 9,1 m
Wasser auf der Nordkante der Bank vor der Kubi-Huk verankert. Der untere
Theil der Bake besteht aus einem schweren Balkengerüst, der obere Theil .aus
einem leichten eisernen Gestelle, das zwei runde, je 0,7 m im Durchmesser
breite, sich rechtwinklig schneidende Scheiben trägt, deren höchste Punkte
etwa 1,5 m über Wasser sind. Die schwarze Faflstonne auf der Point Rivera-
Bank ist gesunken; eine ähnliche Treibbake ist an ihrer Stelle ausgelegt.
16. Mündung des Rio Grande de Mindanao an der Westküste von
Mindanao. (Nach „Notice to Mariners“ No. 1559. Washington 1901.) Der
Ankerplatz in der nördlichen Mündung des Flusses, der in „Notice io
Mariners“ No. 4835/1900 beschrieben wird, sollte selbst von mittelgrofsen Schiffen
mit 4,6 m oder geringerem Tiefgange sehr vorsichtig angesteuert werden, 30
lange man mit der Oertlichkeit und den Landmarken nicht vertraut ist, Der
Ankerplatz ist für grofse Schiffe nicht sicher.
17. Abra de Ilo an der Nordküste von Mindanao. (Nach „Notice to
Mariners“ No. 1560. Washington 1901.) Abra de Ilo ist an dem tiefen
Einschnitt in dem Küstengebirge, durch den sich ein enges T’hal hinzieht, leicht
auszumachen. Die flache Bucht wird von einem 2 bis 3 Sm langen Sandstrande
begrenzt. Von den beiden Flüssen ist der westliche nur bei der Ansteuerung
von Westen her sichtbar. Man bringe die Westspitze der Maricaban-Insel in
rw. N23°0 (mw. NNO) -Peilung und steuere auf rw. 523°W (mw. WSW)
‚Kurse auf die Küste eben westlich vom östlichen Flusse zu. Lothungen kann
man erst nahe unter Land vornehmen. Das Wasser flacht hier schnell an.
Vorsicht ist daher geboten. Das amerikanische Kriegsschiff „Don Juan de
Austria“ ankerte auf 27 m Wasser und fand innerhalb 1 Kblg Abstand vom
Lande 6,4 m Wasser.
18. Bemerkungen über Häfen an der Nordküste von Mindanao. (Nach
„Notice to Mariners“ No. 1497, Washington 1901.) Lingaran (Langaran).
Die Straße vom Lingaran-Ankerplatze führt nach der gleichnamigen Stadt. Der
Ankerplatz bietet bei südwestlichen Winden guten Schutz, bei nordöstlichen
Winden leidlich Schutz, da sich von den Huken an der Einfahrt Riffe. erstrecken,
Man steuere auf rw. S 24° W- (mw. SSW-) Kurse ein, indem man die Mitte
zwischen dem Fischwehr an der Westseite der Einfahrt und der Huk an der
Ostseite hält. Wenn man das Fischwehr dwars hat, drehe man auf den Anker-
platz, der an einem langen baufälligen Schuppen und einem kleinen viereckigen
Blockhause: am Fuße der Straße leicht auszumachen ist. Der Ankergrund besteht
aus weichem Schlick; Wassertiefe beträgt 9 bis 11m; die Bank am Fuße der
Straße ist rein. Geographische Lage etwa 8° 37’ N-Br und 123° 41‘ O-Lg.: