Nachtrag zu: „Die Mündung des Yangtse-Kiang“.
Lootsengeld beträgt nach der neuen Lootsenordnung:
Einlaufend oder auslaufend zwischen
Gutzlaff und Schanghai
Tungscha und Schanghai
Wusung und Schanghai
Gutzlaff und Wusung .
Tungscha und Wusung
Für jeden Fuls Tiefgang für
Segelschiffe | Dampfer
TPaels * MTaels
Tonnen-
abgabe
Cts.
7,09 5,70
6,50 1, 5,50 „
2,50 2,50 1/9
5,00 | 4,00 | 3
4.50 4,00 3/4
. Die Tonnenabgabe wird nur erhoben für jede Registertonne von mehr als
1500 Registertonnen Nettoraum,
Wenn Schiffe im Hafen von einer Stelle zur anderen gebracht, an einer
Brücke ‚festgemacht oder ins Dock gebracht werden, so ist als Lootsengeld
1,25 Taels für jeden Fufs Tiefgang und aufserdem 0,25 Taels für jeden Full Tief-
gang und für jede Seemeile der verholten Strecke zu zahlen. Theile einer See-
meile gelten als volle Seemeile.
Einsteuerung in die Südeinfahrt des Yangtse-Kiang. („Ann. d.
Hydr. etc.“, 1900, Seite 414, und Handbuch „Die wichtigsten Häfen Chinas“,
Seite 133.) Der Kurs von Tungscha-Feuerschiff, etwa 600 m an St. B. beim Ein-
laufen, ist 6,5 Sm lang NW'4AW und ändert sich, je nach der Tide, um !/s Strich
nach St. B. oder B.B. Ueber die Tungscha - Barre führt dann Kurs WNW auf
das Kiutoan-Feuerschiff (S. M. S. „Gefion“ schreibt Kiao-Toau). Ausweichemanöver
auf der Barre und seitlich setzende Strömung machen oft Kursberichtigungen um
'/4 bis a Strich auf der Barre nothwendig. Nach Angabe des Hafenmeisteramtes
in Schanghai, gegründet auf Lothungen im Juli und August dieses Jahres, sind
auf dem oben genannten Kurse WNW bei Niedrigwasser überall wenigstens
17 Fufßs auf der Barre. Dies ergiebt nach den als die zuverlässigsten bekannten
Angaben auf der englischen Karte No. 1602 eine Wasserhöhe von 27 Fufs bei
Nipfluth- und 32 Fufßs bei Springfluth-Hochwasser. .
Von Kiutoan-Feuerschiff, welches auf Kurs NW’/4AW passirt wird, in etwa
200 m Abstand steuert man diesen Kurs zunächst 600 m weiter und legt dann
das Schiff auf NW1!/AN-Kurs, den man beibehält, bis die Blockhouse shoal-Tonne
etwa */s Sm an St.B. ist. Man steuert dann 3,5 Sm NWzW weiter und mit
WzN-Kurs auf Wusung-Rhede. Der Kurs NW'/AN nach dem Passiren des Feuer-
schiffes „Kiutoan“ genügt vollkommen, um das Schiff dauernd im tiefen Wasser
zu halten. Einzelne Lootsen lassen jedoch auch bier aus dem oben erwähnten
Grunde das Schiff viertelstrichweise von NW%4W auf NW!AN kommen. Kiv-
laufende Schiffe, die die Bänke südöstlich vom Mittelgrunde passiren wollen,
müssen das Kiutoan-Feuerschiff in N 68° W-Peilung bringen und darauf zusteuern.
; Einsteuerung in die Nordeinfahrt (Schaweischan-Pafs) des Yangtse-
Kiang. Die Wassertiefen in der Nordeinfahrt betragen etwa 3 Fufs mehr als in
der Südeinfahrt. Die Lootsen gehen nicht durch diese Einfahrt, Ks wird em-
pfohlen, 3 Sm südlich vom Schaweischan-Leuchtfeuer Kurs N 80° W bis zur An-
steuerungstonne (auf ungefähr 122° O-Lg) und von da ab Kurs W 7Sm zu
steuern und dann mit etwa N 68°W- Kurs die Drinkwater - Huk und die Tschi-
Yao-Bank zu passiren. Ueber die veränderte Einsteuerung in die Nordeinfahrt
und die Tsungming-Kreuzung vgl. Näheres im Handbuch „Die wichtigsten‘ Häfen
Chinas“, Seite 134 und 135.
Ankerplatz auf der Rhede von Wusung (vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“, 1900,
Seite 416, und Handbuch „Die wichtigsten Häfen Chinas“, Seite 136). S. M.S.
„Gefion“ berichtet, dafs querab von der Zollsignalstation in Wusung Schiffe nicht
ankern dürfen, Oberhalb der Zollsignalstation befinden sich zunächst die von
3. M. S. „Hansa“ gemeldeten sechs Festmachetonnen für die Postdampfer. An
diesen können, wenn sie für eine bestimmte Zeit von Postdampfern.nicht gebraucht
werden, auch Kriegsschiffe liegen. Auch auf dem Ankerplatz zwischen dem Dorf
Wusung und dem Wusung-Leuchtthurm können Kriegsschiffe liegen. Jedoch gilt
auch von diesem Ankerplatz das, was S. M. S. „Kaiser“ über den früheren Anker-
platz oberhalb der Zollsignalstation berichtet. Die Springflutb setzt oft sehr
schnell und heftig ein, so dafs S. M. S. „Gefion“ z. B. im Oktober 1900 beim
Schwojen auf Fluth bis zu 5° nach beiden Seiten schlingerte und mit solcher
Fahrt herumgeschleudert wurde, dafs der Fluthanker durch den Grund gezogen
wurde. Das Wasser ist bis dicht ans Ufer hinan sehr tief.