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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Nachtrag zu: „Die Mündung des Yangtse-Kiang“. 
Lootsengeld beträgt nach der neuen Lootsenordnung: 
Einlaufend oder auslaufend zwischen 
Gutzlaff und Schanghai 
Tungscha und Schanghai 
Wusung und Schanghai 
Gutzlaff und Wusung . 
Tungscha und Wusung 
Für jeden Fuls Tiefgang für 
Segelschiffe | Dampfer 
TPaels * MTaels 
Tonnen- 
abgabe 
Cts. 
7,09 5,70 
6,50 1, 5,50 „ 
2,50 2,50 1/9 
5,00 | 4,00 | 3 
4.50 4,00 3/4 
. Die Tonnenabgabe wird nur erhoben für jede Registertonne von mehr als 
1500 Registertonnen Nettoraum, 
Wenn Schiffe im Hafen von einer Stelle zur anderen gebracht, an einer 
Brücke ‚festgemacht oder ins Dock gebracht werden, so ist als Lootsengeld 
1,25 Taels für jeden Fufs Tiefgang und aufserdem 0,25 Taels für jeden Full Tief- 
gang und für jede Seemeile der verholten Strecke zu zahlen. Theile einer See- 
meile gelten als volle Seemeile. 
Einsteuerung in die Südeinfahrt des Yangtse-Kiang. („Ann. d. 
Hydr. etc.“, 1900, Seite 414, und Handbuch „Die wichtigsten Häfen Chinas“, 
Seite 133.) Der Kurs von Tungscha-Feuerschiff, etwa 600 m an St. B. beim Ein- 
laufen, ist 6,5 Sm lang NW'4AW und ändert sich, je nach der Tide, um !/s Strich 
nach St. B. oder B.B. Ueber die Tungscha - Barre führt dann Kurs WNW auf 
das Kiutoan-Feuerschiff (S. M. S. „Gefion“ schreibt Kiao-Toau). Ausweichemanöver 
auf der Barre und seitlich setzende Strömung machen oft Kursberichtigungen um 
'/4 bis a Strich auf der Barre nothwendig. Nach Angabe des Hafenmeisteramtes 
in Schanghai, gegründet auf Lothungen im Juli und August dieses Jahres, sind 
auf dem oben genannten Kurse WNW bei Niedrigwasser überall wenigstens 
17 Fufßs auf der Barre. Dies ergiebt nach den als die zuverlässigsten bekannten 
Angaben auf der englischen Karte No. 1602 eine Wasserhöhe von 27 Fufs bei 
Nipfluth- und 32 Fufßs bei Springfluth-Hochwasser. . 
Von Kiutoan-Feuerschiff, welches auf Kurs NW’/4AW passirt wird, in etwa 
200 m Abstand steuert man diesen Kurs zunächst 600 m weiter und legt dann 
das Schiff auf NW1!/AN-Kurs, den man beibehält, bis die Blockhouse shoal-Tonne 
etwa */s Sm an St.B. ist. Man steuert dann 3,5 Sm NWzW weiter und mit 
WzN-Kurs auf Wusung-Rhede. Der Kurs NW'/AN nach dem Passiren des Feuer- 
schiffes „Kiutoan“ genügt vollkommen, um das Schiff dauernd im tiefen Wasser 
zu halten. Einzelne Lootsen lassen jedoch auch bier aus dem oben erwähnten 
Grunde das Schiff viertelstrichweise von NW%4W auf NW!AN kommen. Kiv- 
laufende Schiffe, die die Bänke südöstlich vom Mittelgrunde passiren wollen, 
müssen das Kiutoan-Feuerschiff in N 68° W-Peilung bringen und darauf zusteuern. 
; Einsteuerung in die Nordeinfahrt (Schaweischan-Pafs) des Yangtse- 
Kiang. Die Wassertiefen in der Nordeinfahrt betragen etwa 3 Fufs mehr als in 
der Südeinfahrt. Die Lootsen gehen nicht durch diese Einfahrt, Ks wird em- 
pfohlen, 3 Sm südlich vom Schaweischan-Leuchtfeuer Kurs N 80° W bis zur An- 
steuerungstonne (auf ungefähr 122° O-Lg) und von da ab Kurs W 7Sm zu 
steuern und dann mit etwa N 68°W- Kurs die Drinkwater - Huk und die Tschi- 
Yao-Bank zu passiren. Ueber die veränderte Einsteuerung in die Nordeinfahrt 
und die Tsungming-Kreuzung vgl. Näheres im Handbuch „Die wichtigsten‘ Häfen 
Chinas“, Seite 134 und 135. 
Ankerplatz auf der Rhede von Wusung (vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“, 1900, 
Seite 416, und Handbuch „Die wichtigsten Häfen Chinas“, Seite 136). S. M.S. 
„Gefion“ berichtet, dafs querab von der Zollsignalstation in Wusung Schiffe nicht 
ankern dürfen, Oberhalb der Zollsignalstation befinden sich zunächst die von 
3. M. S. „Hansa“ gemeldeten sechs Festmachetonnen für die Postdampfer. An 
diesen können, wenn sie für eine bestimmte Zeit von Postdampfern.nicht gebraucht 
werden, auch Kriegsschiffe liegen. Auch auf dem Ankerplatz zwischen dem Dorf 
Wusung und dem Wusung-Leuchtthurm können Kriegsschiffe liegen. Jedoch gilt 
auch von diesem Ankerplatz das, was S. M. S. „Kaiser“ über den früheren Anker- 
platz oberhalb der Zollsignalstation berichtet. Die Springflutb setzt oft sehr 
schnell und heftig ein, so dafs S. M. S. „Gefion“ z. B. im Oktober 1900 beim 
Schwojen auf Fluth bis zu 5° nach beiden Seiten schlingerte und mit solcher 
Fahrt herumgeschleudert wurde, dafs der Fluthanker durch den Grund gezogen 
wurde. Das Wasser ist bis dicht ans Ufer hinan sehr tief.
	        
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