Zur Küstenkunde des Molukken-Archipels,
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der Rhede steuern kann. Die Kugelbaken stehen ringsum auf dem Randriffe
der Insel Gisser und die Kreuzbaken auf dem Riffe im Westen von Ceram-laat.
Die Taluti-Bai ist erkennbar an dem hoben Gebirge, das sich in un-
mittelbarer Nähe der Küste erhebt. Im Norden des westlichen .'Theiles der
Taluti-Bai, ungefähr 11 Sm von der Küste, ragt der höchste Gipfel von Ceram
reichlich 1800 m (6000 vt) hervor.
Amahai ist der Hauptort der Posthalterei-Abtheilung des Bezirkes Amahai,
Er liegt an einer Bai in der Nähe der Huk Koako, welche die Osthuk der
Elpaputi-Bai ist. Die Bai von Amahai ist in allen Jahreszeiten ein sehr sicherer
Ankerplatz. Man findet in derselben Tiefen von 18 bis 21,6m (10 bis 12 vn)
in unmittelbarer Nähe des Landes. .
Steuert man in der Richtung des westlichen Strandes der niedrigen Huk
Koako, in sehr kurzem Abstande von diesem Strande, so gelangt man, ohne Ge-
fahr zu laufen, auf die Rhede. Vom östlichen Strande streckt sich ein Korallen-
riff vor, das mit Niedrigwasser bis ungefähr in die Mitte der Bai trockenfällt.
Elpaputi-Bai. Diese Bai ist ziemlich offen und daher in ihr sowohl
während des Nordwest- als auch während des Südostmonsuns mehrmals starke
Brandung auf ihrem Strande, welche das Landen sehr beschwerlich macht. Die
passendsten Monate zum Anlaufen der verschiedenen in der Bai gelegenen
Kampungs sind Oktober, November und Dezember.
Die bedeutendsten Kampungs sind die nachstehenden:
Makariki, ungefähr NO 8 Sın von Amahai. Man kann hier in den fol-
genden Peilungen ankern: „Huk Koako S40°W, die Flufsmündung N 58°O und
der Tafelberg bei Mani N 68° W.“ Die Tiefe beträgt hier 46,8 m (26 vm), und
der Grund besteht aus Sand,
Der erwähnte Tafelberg ist an einem weifsen Fleck, der infolge eines
Bergsturzes entstand, sehr gut zu erkennen. Er liegt N 20°W von Mani, un-
gefähr 9 Sm landeinwärts.
Das Strandriff von Makariki springt nicht mehr als 50m vor, und Boote
können bei Hochwasser in den Flufs einfahren.
Die Bewohner von Makariki sind Christen.
Awahia, Kampung mit einer europäischen Kaffee- und Kakaopflanzung,
liegt nördlich von Amahai. Die Küste vor dem Kampung ist rein, Ankergrund
jedoch nicht vorhanden. Der Strand ist sehr steil und besteht aus Gerölle.
Mani besteht aus einem von Heiden bewohnten Kampung, der an dem
Oberlauf des Flüfschens Mala, in der Nähe des früher erwähnten Tafelberges,
liegt, und einem ziemlich grofsen, von Christen bewohnten Kampung am Strande.
Vor Mäni kann man in den Peilungen: „Huk Koako S55°O0 und die östliche
Landzunge N 61°0“ ungefähr 100m vom Lande auf 18 m (10 vın) ankern. Der
Grund besteht aus Sand. Die Küste ist rein, und der Strand steigt ziemlich
steil an.
Vor den übrigen an der Elpaputi- Bai gelegenen Kampungs ist kein
Ankergrund. Bei der Huk Latu streckt sich das Küstenriff ungefähr 500 m vor,
sonst trifft man keine Gefahren an.
Will man von der Elpaputi-Bai nach der Piru-Bai gehen, so fährt man in
der Mitte des Fahrwassers, das die Nordküsten der Inseln Saparua, Haruku und
Ambon von der Südküste Cerams trennt. . Man bleibt dann klar von den Riffen,
die bei der Küste von Ceram vor dem Kampung Rumakai liegen, und von einem
Riff, das ungefähr 1000 m nördlich von der Nordhuk der Insel Haruku gelegen ist.
. Piru-Bai. Ungefähr 4 Sm nördlich von der Huk Waihirih, der. Osthuk
der Bai, liegt der Kampung
Kairatu. Diesem nähert man sich, indem man mit dem Kurs N 43°O die
im Norden der Osthuk der Bai stehenden Tjemarabäume ansteuert. Die
Korallenriffe vor dem Kampung sind ungefähr 1 Sm vom Lande entfernt. Man
ankert in den Peilungen: „Die Huk mit den Tjemarabäumen N45°O, der
Kampung N 65°0, die Insel Kasa N 64° W und die Huk im Süden des Kampung
Hatusua N 19° W.“ Die Tiefe beträgt hier 36 m (20 vmn), und der Grund be-
steht aus Sand. Das Küstenriff der mit Tjemarabäumen bestandenen Huk läuft
in der Richtung SSO.“ ;
Hatusua ist ein nördlich von Kairatu gelegener verlassener Kampung.
Das Küstenriff vor: diesem Kampung springt ungefähr 100m vor.