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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Zur Küstenkunde des Molukken-Archipels. 
A 
seite des südlichen erhebt sich ein sehr steiler spitzer Gipfel und in der Mitte 
des nördlichen Rückens ebenfalls ein spitzer Gipfel, dessen Ostseite steil abfällt. 
Flufs von Sapolewa. Dieser grofse Flufs fließt durch das im Westen 
der erwähnten Bergrücken gelegene flache Land und mündet, eine Landzunge 
bei der Huk Sapolewa durchschneidend, in See. 
Lisabata baru, Noniali und Taniwel. Die beiden ersten dieser Kampungs 
liegen gleich im Westen der Huk Sapolewa. Noniali ist der Hauptplatz und 
Wohnort des Kapala Senira, des Häuptlings der Berg-Alfuren dieses Theiles von 
Ceram. Taniwel liegt ungefähr 2 Sm östlicher. Man findet keinen Ankergrund 
vor diesen drei Kampungs. 
Weiter ostwärts fahrend, trifft man flaches Land an, das sich weit ins 
Land hinein erstreckt. Mitten in diesem flachen Lande erhebt sich der spitze 
grüne Hügel Batu Rapinane. 
Sukaradja. Vor diesem Kampung findet man guten Ankergrund in 
37,8 m (21 vm) Wasser mit Sandboden. Der Ankerplatz liegt in den Peilungen: 
„Batu Rapinane S 9° W, der Flaggenstock des Kampung, südliche -und nördliche 
Abtheilung, Nusa Ela N 60°0.“ 
Auf der weiteren Fahrt nach Osten mufs man im Norden der Tudjuh-Inseln, 
diese entlang und reichlich 1,5 Sm von ihnen entfernt, steuern, weil sich die 
Riffe dieser Insel weit in See vorstrecken. Das Fahrwasser zwischen den Tudjuh- 
Inseln und Ceram ist schmal, und man darf sich demselben nicht anvertrauen, 
Wahai. Dieser Kampung liegt auf der Nordhuk von Ceram an der 
gleichnamigen Bai. Wegen der geringen Ausdehnung der Rhede vor dem 
Kampung ist man verpflichtet, an der daselbst befindlichen Hafenmole festzu- 
machen oder, falls man vor Anker liegt, am Lande zu vertäuen, um das Rund- 
schwaien des Schiffes zu verhindern. Das:.nach der Rhede führende Fahrwasser 
ist durch Baken markirt, von denen die am weitesten nach aufßen stehenden 
Kugelbaken sind. Ein aus Holz erbautes Fort, das auf einem Hügel hinter dem 
Kampung steht, und die Hafenmole geben Anleitung zum Befahren dieses Fahr- 
wassers. 
Von Westen kommend, kann Wahai leicht an dem erwähnten Fort und 
an Huk Sekola, der zweiten, ungefähr 1 Sm im Osten der Einfahrt der Bai von 
Wahai gelegenen Huk, erkannt werden. Kommt man von Norden oder Osten, 
so ist Wahai nicht so leicht zu erkennen. Von Norden aus sieht man bei 
klarem Wetter in 10 Sm die niedrige Huk Sekola, die in dieser Entfernung wie 
eine vor dem Hügelrücken von Wahai liegende Insel aussieht. Dieser Hügel- 
rücken läuft ungefähr von Osten nach Westen und hebt sich ziemlich deutlich 
von dem hinter ihm gelegenen Gebirge ab, das reichlich 1800 m (6000 vt) Höhe 
hat. In der Mitte des Hügelrückens sieht man ein niedriges Gelände, in welchem 
Wahai liegt. Bei Wahai trifft man das erste in der unmittelbaren Nähe der 
Küste gelegene hohe Land an, wenn man von Osten kommt. 
Die Bai von Hatiling liegt eben Ost von der Bai von Wahai und ist 
von dieser durch die Huk Aentopra getrennt. Oestlich der Huk Sekola liegen 
einige Riffe; der übrige Theil der Nordküste von Ceram ist rein und kann an- 
gelothet werden. Ueberall trifft man gute Ankerplätze an. 
Ingelas-Bai. An der Nordostküste von Ceram, in SO der Huk Lama 
and ungefähr 10 Sm davon entfernt, liegt der Kampung Ingelas an der gleich- 
namigen Bai. Diese Bai läuft man an in der Peilung: „Zuckerhutförmiger 
Gipfel des Berges Serawan Tufa S40°W.“ Man findet dort einen sehr guten 
Ankergrund: ; 
. Die Bula-Bai, In SO ungefähr 4 Sm von der Ingelas-Bai liegt der 
Kampung Bula an der gleichnamigen Bai. In geringer Entfernung von der 
Küste werden Petroleumbrunnen angetroffen, durch deren Anbohrung dieser 
Theil von Ceram vielleicht ein werthvoller Besitz werden würde. Man läuft in 
der Peilung: „Serawan Tufa S69°0“ in die Bai ein und ankert, nachdem 
Serawan Tufa hinter dem Vorgebirge verschwunden ist, in 21,6 m (12 vm) Wasser 
mit Schlammgrund in den Peilungen: „Osthuk der Bai S82°O, Flußsmündung 
822°O, Flaggenstock S11°W und Nordwesthuk der Bai N 50° W.“ Der Sand- 
strand der Bai fällt in einer Breite von 500 m trocken. Die beste Zeit zum 
Landen ist während des Hochwassers. Während des Ostmonsuns ist Brandung 
in der Bai keine seltene Erscheinung.
	        
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