Zur Küstenkunde von Celebes.
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davon gelegenen 5,4 m- (3 vm-) Riff die Oeffnung zwischen Kondongbali und
Tambakulu N34°W hat, steuere man, diese Leitpeilung achteraus haltend,
S34°O, bis man Sarappo Ost peilt, Dann steuert man auf der oben für Makassar
nach Sarappo gegebenen Route in entgegengesetzter Richtung weiter. Die
engen Durchfahrten zwischen den übrigen Inseln sind wohl auch befahrbar, Da
dies aber sehr beschwerlich ist, sind sie nicht so genau untersucht, wie die
oben angeführte Durchfahrt zwischen Papandangang und dem dort im Osten
liegenden Riff. Asmus.
Zur Küstenkunde des Molukken-Archipels.
Buru, Ceram mit den umliegenden Inseln und die Banda-Gruppe. )
Mifsweisung 2° Ost.
Die Insel Buru. An der Nordostseite dieser Insel liegt der Hauptort
Kajeli an der gleichnamigen Bai. Bei dem Einlaufen darf man sich der Huk
Ruba, der Osthuk der Bai, und dem im Süden dieser Huk gelegenen Küstenriffe
nicht zu sehr nähern (siehe „Nachrichten für Seefahrer“, 1900, No. 103, Seite 40).
Behält man Huk Karboueo, die Nordhuk der Bai, in Nord, so kaun man die
Rhede ohne Gefahr anlaufen. Man beachte aber das Riff mit 2,4 bis 5,4 m
(8 bis 18 vt) Wasser, das in den Peilungen: „Mündung des Flusses S 12°W und
Huk Ruba N57°0“ gelegen ist. Dann ankert man auf 32,4 m (18 vm) Wasser
und Sandgrund in den Peilungen: „Steile Huk N 68°O, Flaggenstock des Forts
S11°W und ein hoher runder Baum in der Flufsmündung.“ Der Sandstrand,
den man hier antrifft, steigt steil an. Bei nördlichen Winden steht an dem An-
legeplatz viel Brandung. Eine Landungsmole ist nicht vorhanden.
Die Djiko Marasa-Bucht im Westen der Bai von Kajeli, ungefähr 6 Sm
davon entfernt, ist ein guter Liegeplatz für kleine Fahrzeuge. Ein Riff schliefst
die Einfahrt der Bucht so ab, dafs grofse Schiffe nicht in diese Bucht einfahren
können. Die übrigen Kampungs an der Nordküste von Buru können ohne Gefahr
angelaufen werden. ;
Ankerplatz auf der Westküste. Zwischen Tengah, der mittelsten der
drei Tomabhu-Inseln, und Buru kann man im Osten des auf der Nordostspitze von
Tengah gelegenen Kampung in 30,6 m (17 vm) ankern. Diesen Ankerplatz er-
reicht man, wenn man im Süden Tengah entlang, zwischen dem Küstenriff dieser
Insel und den südlich davon gelegenen Gefahren, durchfährt. Man steuert dann
N59°0 auf eine breite weiße Sandstelle des Strandes von Buru zu, die im
Osten der Südspitze von Tengah gelegen ist, läuft dann ungefähr 0,4 Sm im
Süden der Spitze von Tengah entlang und passirt an St. B. ein Riff mit 2,7 m
(1/2 vm) geringster Tiefe. Ist man bei der Südspitze von Tengah vorbei-
gekommen, so kann man nördlicher steuern, um in der Mitte des Fahrwassers
zwischen Tengah und Buru nach dem Ankerplatz zu fahren.
Weiter im Süden mufs man auf der Höhe des Kampung Foggie weit vom
Lande ab bleiben, weil in der Bucht, an der dieser Kampung liegt, viel Gefahren
angetroffen werden.
Die Tifu-Bai, an der Südküste von Buru gelegen, hat eine enge Oeffnung,
die. von zwei felsigen Landhuken begrenzt wird. Die westliche ist die höchste
und namentlich von Westen aus bequem zu unterscheiden, da unmittelbar west-
lich davon das flache Land von Wai Mala beginnt. Von Süden aus vertont sich
die Bai als ein kleiner Fleck weifsen Sandstrandes mit einem höheren hell-
grünen Bergkamme, der drei Spitzen hat, im Hintergrunde. Von Osten aus er-
kennt man die Bai an dem Batu Kapal (Batu Fels, Kapal Schiff), zwei spitzen
und kahlen, in See stehenden Felsen, die in der Richtung NO bis Ost in einiger
Entfernung Aehnlichkeit mit einer Brigg unter Segeln haben.
Die Mepa-Bucht liegt zwischen hohen grünen Hügelrücken, hinter denen ein
noch höherer Hügel hervorragt. Das längliche Riff, welches sich parallel mit der
1). Mededeelingen op zeevaardkundig gebied over Nederlandsch Oost - Indi& No. 71/22.
November 1900.