accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

nA 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Metcorolozie, Februar 1901, 
Die Inseln Kondongbali und Tambakulu liegen genau in nord—südlicher 
Richtung zu einander. Kondongbali, die nördlichste, ist die volkreichste Insel 
der ganzen Gruppe. Sie ist mit ziemlich hohem Gehölz dicht bewachsen und 
daher auf grofse Entfernung sichtbar. Auf der Ostseite des die Insel umgebenden 
Küstenriffes liegt eine trockene Sandplatte. 
Auf Tambakulu ist niedriges Gestrüpp. In der Mitte der Insel steht aber 
ein grofer, sehr leicht erkennbarer Kronenbaum, der als gutes Peilobjekt benutzt 
werden kann. Von Süden her ist dieser Baum der erste Gegenstand, den man von 
beiden Inseln erblickt. Kurz darauf kommt das hohe Gehölz von Kondongbali 
über der Kimm in Sicht. 
Das die unbewohnte Insel Tambakulu umgebende Küstenriff streckt sich 
nach NW hin reichlich 1 Sm vor. Auf der Nordwestspitze dieses Riffes liegt 
eine stets trockene Sandplatte. 
Zwischen den beiden Inseln ist ein schmaler, aber tiefer Kanal. Ueber 
dem unterseeischen Rücken kann. man sowohl östlich als auch westlich längs der 
beiden Inseln steuern. 
Riffe. Wenn man im Osten diese Inseln entlang fährt, so achte man auf 
die mit Niedrigwasser trockenfallende Klippe, die ungefähr S 80° 0 3000 m von 
Tambakulu gelegen ist. Rings um die Klippe sind 36 bis 54 m (20 bis 30 vm) 
Wasser, Ungefähr 2000 m von Tambakulu liegt in S45°0 von dieser Insel ein 
Korallenriff, auf dem die geringste Tiefe 1,8 m (1 vm) beträgt. 
Die Insel Pamanggangang ist eine mit niedrigem Gesträuch hewachsene 
Sandplatte. In ihrer Mitte steht ein Kokuspalmenwäldchen und auf der Ostseite 
ein paar einzelne Tjemarabäume. 
Die Insel Suranti. Diese besteht aus zwei mit niedrigem Gesträuch be- 
wachsenen Sandplatten, die zur Zeit des Ostmonsuns zusammenhängen. Während 
des Westmonsuns schwemmt die See den Sand, der die beiden Platten verbindet, 
fort, und es entstehen zwei Inselchen, von denen die westlichere mit höherem 
Gesträuch bewachsen ist. 
Die Inseln Pamanggangang und Suranti sind unbewohnt. Ein Riff, dessen 
größter Theil bei Niedrigwasser trocken fällt, verbindet die beiden Inseln. 
Ungefähr in der Mitte zwischen den Inseln liegt eine stets trockene Sandplatte. 
Bei der Insel Pamanygangang biegen die 180 m- (100 vın.) Linie und der 
unterseeische hohe Rücken nach Norden um. 
Gosong Tuara ist eine Sandbank, ungefähr 4 Sm in N 40°0 von Suranti 
gelegen. Zwischen Suranti und dieser Bank wird auf dem Rücken ziemlich viel 
Wasser angetroffen, und es können dort Schiffe denselben passiren. Nördlich 
von der Bank nimmt der Rücken den Charakter eines Korallenriffes an. Die 
Tiefen nehmen ab, und einzelne Stellen fallen trocken. Er setzt sich nordwärts 
bis zu ungefähr 4° 20’ S-Br fort und hat auf dieser Strecke keine Durchfahrt für 
Schiffe von einigem Tiefgange. 
Die Insel Noordwachter (oder Djangang Djangangang) ist die nördlichste 
des Spermonde -Archipels. Sie liegt ungefahr in der Linie Suranti — Gosong 
'Toara. Ihre Formation weicht insofern von der der vorher angeführten Inseln 
ab, als ihr Südosttheil aus gehobenen Korallen besteht. Es ist der einzige Theil 
der Insel und der Umgehung, wo einige Getahbäume stehen (Isonandra- Gattung, 
meistens grofse Waldbäume mit lederartigen Blättern. Aus dem erstarrten Milch- 
saft, dem Gettaniagummi, gewinnt man die Gutta Pertscha). Der übrige Theil 
der Insel ist mit niedrigem Gesträuch bewachsen. Es haben sich auf derselben 
einige Leute niedergelassen. 
Obgleich das Küstenriff schmal ist, kann man sich der Insel wegen der 
nahebei liegenden Riffe nicht leicht nähern. 
Gosong Djangang Djangangang ist eine trockene Sandplatte, die in 
S 40°O0 der Insel und reichlich 3,5 Sm von derselben entfernt liegt. 
Gosong Karangang ist eine stets trockene Sandplatte, die ungefähr halb- 
wegs nach dem Riffe liegt, das sich nördlich von Gosong Tuara bis 4° 20' S-Br 
hinzieht. N30°W von Gosong Karangang und 2,5 Sm davon entfernt liegen 
einige trockene Klippen auf dem soeben erwähnten Riffe. 
Taka Bulango besteht aus einigen mit Niedrigwasser trockenfallenden 
Stellen, die auf der Nordspitze des Riffes gelegen sind. Die Veränderung der 
Farbe des Wassers und die Brandung lassen meistens die Lage der Riffspitze
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.