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Annalen der Hydrographie und Maritimen Metcorolozie, Februar 1901,
Die Inseln Kondongbali und Tambakulu liegen genau in nord—südlicher
Richtung zu einander. Kondongbali, die nördlichste, ist die volkreichste Insel
der ganzen Gruppe. Sie ist mit ziemlich hohem Gehölz dicht bewachsen und
daher auf grofse Entfernung sichtbar. Auf der Ostseite des die Insel umgebenden
Küstenriffes liegt eine trockene Sandplatte.
Auf Tambakulu ist niedriges Gestrüpp. In der Mitte der Insel steht aber
ein grofer, sehr leicht erkennbarer Kronenbaum, der als gutes Peilobjekt benutzt
werden kann. Von Süden her ist dieser Baum der erste Gegenstand, den man von
beiden Inseln erblickt. Kurz darauf kommt das hohe Gehölz von Kondongbali
über der Kimm in Sicht.
Das die unbewohnte Insel Tambakulu umgebende Küstenriff streckt sich
nach NW hin reichlich 1 Sm vor. Auf der Nordwestspitze dieses Riffes liegt
eine stets trockene Sandplatte.
Zwischen den beiden Inseln ist ein schmaler, aber tiefer Kanal. Ueber
dem unterseeischen Rücken kann. man sowohl östlich als auch westlich längs der
beiden Inseln steuern.
Riffe. Wenn man im Osten diese Inseln entlang fährt, so achte man auf
die mit Niedrigwasser trockenfallende Klippe, die ungefähr S 80° 0 3000 m von
Tambakulu gelegen ist. Rings um die Klippe sind 36 bis 54 m (20 bis 30 vm)
Wasser, Ungefähr 2000 m von Tambakulu liegt in S45°0 von dieser Insel ein
Korallenriff, auf dem die geringste Tiefe 1,8 m (1 vm) beträgt.
Die Insel Pamanggangang ist eine mit niedrigem Gesträuch hewachsene
Sandplatte. In ihrer Mitte steht ein Kokuspalmenwäldchen und auf der Ostseite
ein paar einzelne Tjemarabäume.
Die Insel Suranti. Diese besteht aus zwei mit niedrigem Gesträuch be-
wachsenen Sandplatten, die zur Zeit des Ostmonsuns zusammenhängen. Während
des Westmonsuns schwemmt die See den Sand, der die beiden Platten verbindet,
fort, und es entstehen zwei Inselchen, von denen die westlichere mit höherem
Gesträuch bewachsen ist.
Die Inseln Pamanggangang und Suranti sind unbewohnt. Ein Riff, dessen
größter Theil bei Niedrigwasser trocken fällt, verbindet die beiden Inseln.
Ungefähr in der Mitte zwischen den Inseln liegt eine stets trockene Sandplatte.
Bei der Insel Pamanygangang biegen die 180 m- (100 vın.) Linie und der
unterseeische hohe Rücken nach Norden um.
Gosong Tuara ist eine Sandbank, ungefähr 4 Sm in N 40°0 von Suranti
gelegen. Zwischen Suranti und dieser Bank wird auf dem Rücken ziemlich viel
Wasser angetroffen, und es können dort Schiffe denselben passiren. Nördlich
von der Bank nimmt der Rücken den Charakter eines Korallenriffes an. Die
Tiefen nehmen ab, und einzelne Stellen fallen trocken. Er setzt sich nordwärts
bis zu ungefähr 4° 20’ S-Br fort und hat auf dieser Strecke keine Durchfahrt für
Schiffe von einigem Tiefgange.
Die Insel Noordwachter (oder Djangang Djangangang) ist die nördlichste
des Spermonde -Archipels. Sie liegt ungefahr in der Linie Suranti — Gosong
'Toara. Ihre Formation weicht insofern von der der vorher angeführten Inseln
ab, als ihr Südosttheil aus gehobenen Korallen besteht. Es ist der einzige Theil
der Insel und der Umgehung, wo einige Getahbäume stehen (Isonandra- Gattung,
meistens grofse Waldbäume mit lederartigen Blättern. Aus dem erstarrten Milch-
saft, dem Gettaniagummi, gewinnt man die Gutta Pertscha). Der übrige Theil
der Insel ist mit niedrigem Gesträuch bewachsen. Es haben sich auf derselben
einige Leute niedergelassen.
Obgleich das Küstenriff schmal ist, kann man sich der Insel wegen der
nahebei liegenden Riffe nicht leicht nähern.
Gosong Djangang Djangangang ist eine trockene Sandplatte, die in
S 40°O0 der Insel und reichlich 3,5 Sm von derselben entfernt liegt.
Gosong Karangang ist eine stets trockene Sandplatte, die ungefähr halb-
wegs nach dem Riffe liegt, das sich nördlich von Gosong Tuara bis 4° 20' S-Br
hinzieht. N30°W von Gosong Karangang und 2,5 Sm davon entfernt liegen
einige trockene Klippen auf dem soeben erwähnten Riffe.
Taka Bulango besteht aus einigen mit Niedrigwasser trockenfallenden
Stellen, die auf der Nordspitze des Riffes gelegen sind. Die Veränderung der
Farbe des Wassers und die Brandung lassen meistens die Lage der Riffspitze