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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Zur Küstenkunde von Celebes 
An 
wieder wahrnehmbar, aber der Fluthwechsel. war nur unbedeutend, nämlich 0,6 m 
(2 vt), Zur Nipzeit ist es wegen des geringen Fluthwechsels schwer, die zweite 
Gezeit wahrzunehmen. . 
Unmittelbar nach Niedrigwasser, das abends eintrat, stieg das Wasser 
vegelmäfsig, sowohl bei Spriung- als auch bei Nipzeit, bis zum Hochwasser des 
Morgens. 
5 [m Allgemeinen war während der kurzen Beobachtungszeit die Geschwindigkeit 
des Stromes innerhalb der 180 m- (100 vm-) Linie nur gering. Zwischen den 
auf dem unterseeischen Rücken liegenden Inselu wurde nur einmal, und zwar 
nur während kurzer Zeit, eine Stromgeschwindigkeit von 1 bis‘ 1*/2 Sm in: der 
Stunde bemerkt. ; 
Insel Kapoposang. Diese lange schmale Insel ist die gröfste und zugleich 
westlichste der oben erwähnten Inseln. Sie ist mit Kokospalmen bepflanzt. Auf 
ihrem östlichen Theile stehen einige Tjemarabäume (Kasuarinenart), welche über 
die anderen Bäume hervorragen. Sieht man die Insel von Norden aus, so glaubt 
man zwei dicht aneinander liegende Inseln vor sich zu haben, von denen die 
östlichere am höchsten ist. Im Osten von Kapoposang erblickt man dann die 
niedrigere Insel Papandangang und östlich derselben einige im Wasser stehende 
Bäume der Insel Kondongbali. 
Auf Kapoposang sind nur einige Häuser der Eingeborenen, 
Das Küstenriff, welches bei Niedrigwasser zum größten Theile trocken- 
fällt, streckt sich an der Westseite nahezu 2 Sm vor; an der Westspitze, wo die 
geringste Tiefe gefunden wurde, steht fast immer Brandung. Die West-, Nord- 
und Östkanten des Riffes steigen sehr steil an und können nicht angelothet 
werden. Bei der Nordostspitze der Insel ist das Riff sehr schmal, und man 
findet dort‘ innerhalb 200 m Abstand vom Strande mit 180 m (100 vm) keinen 
Grund. An der Südseite ist das Riff weniger steil, und man kann auf 9 bis 16,2 m 
(5 bis 9 vm) Tiefe ankern. Südlich von der Westspitze des trockenfallenden 
Riffes und ungefähr 2 Sm von derselben entfernt befindet sich eine Stelle mit 
nur 3,6 m (2 vm) Wasser. Kommt man von Norden und: hat Kapoposang passirt, 
80 sollte man wegen dieser Untiefe nicht früher östlich fahren, als bis man die 
Nordspitze von Kondongbali gut frei von der Südkante der Insel Papandangang 
hat, oder die Mitte der Letzteren OzN peilt. 
‚Da es an Peilobjekten fehlt, ist das Befahren dieses Theiles des Archipels 
beschwerlich und rathsam, im Westen 3 bis 4 Sm von Kapoposang entfernt zu 
bleiben. Wenn der weiße Strand der Insel unter der Kimm ist, kann man 
darauf rechnen, weit genug vom Lande zu sein. 
Die Insel Papandangang ist dicht mit ziemlich hohen Bäumen bewachsen, 
An der Nord- und Westseite ist das Küstenriff breit, an der Ostseite streckt es 
sich nur 100 m vor. Zwischen den Inseln Kapoposang und Papandangang ist 
eine Durchfahrt von 10,8 bis 18 m (6 bis 10 vm) Wasser, die aber nur benutzbar 
ist, wenn die Beleuchtung es gestattet, Riffe in nicht zu kleinem Abstande gut 
zu erkennen, weil sich das Küstenriff auf beiden Seiten weit vorstreckt. © 
Fahrwasser im Osten von Papandangang. Dieses Fahrwasser ist besser 
als das soeben erwähnte. Es ist reichlich 200UU m breit und bequemer zu be- 
fahren als die auderen engen Kanäle zwischen den Inseln, denn man kann sich 
der Ostseite von Papandangang bis auf 200 m ohne Gefahr nähern. Auf der 
Barre sind 11,7 bis 18 m (6'/a bis 10 vm) Wasser. 
Riff östlich von Papandangang. Ungefähr 2000 m im Osten des Küsten- 
riffes. der genannten Insel liegt eine mit Niedrigwasser trockenfallende Klippe 
auf der Barre des Fahrwassers. Diese Klippe befindet sich auf der Westkante 
eines Korallenriffes, auf dem 9m (5 vm) Tiefe und noch weniger angetroffen 
wurde. Ein großer Theil dieses Riffes liegt schon bei halber Gezeit trocken. 
Man beachte, daß man in diesem klaren Wasser noch in 18 m (10 vm) 
Tiefe den Grund sieht, 
Auf der Aufsenkante der Barre wird etwas weniger Wasser gefunden als 
auf der Mitte. Nordwärts steuernd, bekommt man, gleich nachdem man 14,4 m 
(8 vm) gelothet hat, mit 180 m (100 vm) keinen Grund. An der Südseite. nimmt 
die Tiefe auf der Barre von 16,2 und 18 m (9 und 10 vm) allmählich bis 36 und 
45 m (20 und 25 vm) zu.
	        
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