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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

70 
Titel 
Anzahl 
Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1900, 
ill ya! x 
XI 
XII 
XII 
169| 69 
138| 74 1106 
158 78 | 31 | 87 | 85 170! 72 | 29 
1 | 
Summe 
1261 
XII. Ueber die wissenschaftlichen Arbeiten ausgeführt 
unabhängig von den einzelnen Abtheilungen, 
Von den Arbeiten des Direktors, die als unabhängig von den einzelnen Ab- 
theilungen der Seewarte angesehen werden müssen, geschieht hier keine Erwähnung. 
Ueber die übrigen von den einzelnen Abtheilungen unabhängigen Arbeiten 
wird hier das Folgende berichtet: 
Dr. Hans Maurer führte unter Leitung des Direktors die Bearbeitung der 
in Deutsch - Ostafrika unter seiner Leitung ausgeführten meteorologischen und 
erdmagnetischen Beobachtungen weiter durch. Aufser der ausführlichen Dar- 
stellung der erdmagnetischen Beobachtungen in „Aus dem Archiv der Deutschen 
Scewarte“, Jahrgang XXIII, No. 3, wurde ein gedrängter Bericht darüber in den 
„Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie“, Jahrg. 1900, S. 368 ff., 
439—444 gegeben. Von den meteorologischen Beobachtungen erschien ein zu- 
sammenhängender Bericht über die Aufzeichnungen der Registrir-Apparate in den 
„Mittheilungen von Forschungsreisenden und Gelehrten aus den deutschen Schutz- 
gebieten“, herausgegeben von Professor Dr. Freiherr von Danckelman, 1900, 
Band 13, Seite 189 ff., während die ausführliche Darstellung derselben den Band X 
der von der Seewarte herausgegebenen „Deutsche überseeische meteorologische 
Beobachtungen“ bildet. Die Korrektur dieses Bandes wurde im Berichtsjahre 
fertig gestellt. Die Darstellung der Termin-Beobachtungen wird den in Arbeit 
befindlichen Band XI derselben Publikationen bilden. 
Wie im vorhergehenden, so erhielt auch im Berichtsjahre die Seewarte 
von der vorgesetzten Behörde 3000 Mark aus dem Versuchsfond der Kaiser- 
lichen Marine für die Fortsetzung der Drachenversuche bewilligt. Nachdem diese 
Bewilligung im Juni eingetroffen war, besuchte zunächst Prof. Köppen auf eine 
Woche das neue Aüronautische Observatorium des Königl. Preufs. Meteorologischen 
Instituts bei Berlin, um dessen Einrichtungen zu studiren; er hatte das Glück, 
dort zwei der bedeutendsten auswärtigen Kenner der Drachensache anzutreffen, 
nämlich Prof. Marvin aus Washington und Herrn Teisserenc de Bort aus 
Paris. Vom Juli bis November wurden zwei Arbeiter ständig beschäftigt, von da 
ab nur einer. Gelegentliche Hülfe für Aufstiege liefs sich aufserdem finden und 
wurde stundenweise bezahlt. Leider konnte der einzige Arbeiter des vorigen 
Jahres, M. Raderecht, der gut eingeübt war, wegen unheilbarer Krankheit nicht 
wieder beschäftigt werden und mufsten ganz neue Kräfte eingelernt werden, was 
immer ziemlich viel Zeit kostet. 
Zunächst galt es, den Vorrath an Hargrave-Drachen zu ergänzen, wozu jetzt 
zwei erprobte Modelle in den Originaldrachen aus Washington und aus Trappes 
vorlagen. Erst am 17. August konnten sodann wieder Aufstiege mit Instrument 
beginnen, und zwar wurde in diesem Jahre stets der Meteorograph von Marvin, 
Washington, verwendet, der dabei nur am 17. August und 24. Oktober nach der 
Weise des vorigen Jahres unterhalb des Drachens an den Drachendraht angeklemmt
	        
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