Annalen der Hydrographie and Maritimen Meteorologie, Fehrnar 1901,
pferdehaarartige Faser Hefert). An dem Strande der Amurang-Bai oder in dessen
Nähe liegen noch einige Kampunge. Die wichtigsten sind Sidate am gleich-
namigen Flüfschen, Teep an dem Liwasson und Tumpaän an dem Rano Tuano.
Alle diese Flüfschen sind kleiner als der Banoi Apo.
Der Kampung Maäsin an der Luak-Bai wird von Orang Badju (Leute,
die sich mit dem Fang von Schildkröten und der Tripangfischerei beschäftigen)
bewohnt.
Ostküste von Celebes.
Der westliche Theil des Golfes von Tomini.‘)
Mifsweisung 2° 30° Ost.
Kommt man von Gorontalo und will nach Poso gehen, so steuere man
zwischen Una Una und den Togean-Inseln durch, indem man sich in der Nähe
von Una Una hält. Diese Insel hat einen rauchenden Krater und man kann
sich ihr ziemlich dicht nähern, Ueberall ringsum ist die Tiefe schr beträchtlich
und nur an der Nordostseite liegt ein Ankerplatz,
Nachdem man Una Una achteraus in die Peilung N 31° O0 gebracht hat,
kann man S31° W nach Poso steuern. Schon weit in See kann man sich mittelst
eines kleinen kegelförmigen Hügels, auf dem der Kampung Lebano gelegen ist,
zurecht finden. Diesen kleinen Hügel behält man zwei Strich an B.B., bis man
sich mittelst der Huk Kayawasang orientiren kann.
Ankerplatz vor Poso. Man findet auf 72 m (40 vm) einen guten Anker-
platz, wenn man den Weg nach der Wohnung des Kontrolleurs sieht und dann
landeinwärts dampft, bis die beiden Huken an der Nordostseite der Bai nahezu
ijueinander kommen. Der erwähnte Weg endet am Strande bei einem grolsen,
erkennbaren Baum, der ungefahr in der Mitte zwischen dem Flufs und der nord-
östlichen Huk der Bai steht.
Man aukert in den Peilungen Nordost-Aufsenhuk N 25° O0, westliche Huk
N 82° W, der grofse Baum bei dem Weg S30° O, der Kali S 25° W.
Da aus dem Poso-Flufs manchmal sehr starke Strömungen laufen, empfiehlt
es sich, das Schiff an Land festzumachen, namentlich zur Zeit des Südostmonsuns.
Ist das Reiseziel Mopanee, so kann man vom Ankerplatz bei Poso aus
sehr dicht längs der westlichen Huk dampfen. Hat man diese Huk umfahren,
so bekommt man die Häuser von Mopanee in Sicht.
Ankerplatz bei Mopanee. Will man hier ankern, so bringt man das
Haus des chinesischen Kaufınanns S6 W und läuft in dieser Peilung, bis man
28,8 m (16 vm) lothet. Das Haus des Chinesen, das einzige Haus mit Vorgallerie,
ist weiß angestrichen und steht mitten zwischen einem leicht erkenntlichen hohen
Waringin (hohe Bäume, aus deren Kronen sich Luftwurzeln herabsenken, die
neue Stämme und allmählich mit dem Hauptstamme Laubgänge bilden) und
einer Huk mit einigen im Wasser stehenden Bäumen. In der Regel wird hier
eine Flayge gehilst.
Man ankert in 28,8 m (16 vm) Wasser in den Peilungen: Haus des chine-
sischen Kaufmanns S6° W, Huk, auf der Bäume im Wasser stehen, S51 O,
der hohe Waringin S58° W, die Huk in Nordosten N58°O und die Huk in
Nordwesten N 23° W,
Will man weiterhin nach Tongko, so kann man von dem Ankerplatz bei
Mopanee aus dicht längs der Huk Kagawasang dampfen und hierauf mit dem
Kurs S 65° 0 den Kampung Toliba ansteuern. Dieser Kampung legt innerhalb
der deutlich zu sehenden Huk Toliba (oder Tibu). Sobald das Gipfelchen des
kleinen Berges von Posn und ein kleines am Strand stehendes Haus ineinander
kommen und beinahe hinter dem davor gelegenen Landrücken verschwindet,
kann man strichweise steuern, bis man mit dein Kurse $ 42° W auf dem Kampung
Tongko anliegt. Bei der Huk Kagawasang ist im Süden des Küstenriffs eine
isolirte Klippe gelegen, die sich durch eine Aenderung der Farbe des Wassers
bemerkhar macht.
Der Kampung Tongko ist an einem grofsen Baum und einigen von
Kokospalmen umstandenen Häusern zu erkennen. Vor diesem Kampung kann
{) Mededeelingen op zeevardkundig gebied over Nederl. Indie No. 6220, Juni 1900.