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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Sturmtabellen für den Atlantischen Ozean, 
Absolute Minima und Maxima des Luftdruckes bei Stürmen, 
60° N-Br 
50 
10 
30 
20 
NE 
mm 
708 
776 
773 
SE 
mm 
770 
714 | 
729 
791 
| 
SW 
nm 
NW 
mm 
776 
734 
764 
d 
20° S-Br 
30 
10 
50 
60 
754 
| 
770 
775 
734 
794 
l 
762 
723 
176 
Die Tabelle giebt die äußersten Werthe an, die innerhalb der mehrjährigen 
untersuchten Periode vorgekommen sind, also einen ungefähren Anhalt dafür, mit 
welchen Werthen man in seltenen Fällen zu rechnen hat. Bei manchen Stürmen 
and Orkanen, den sogenannten Hochdruckstürmen, befindet sich der Beobachter 
auf dem steilen Abhange eines Hochdruckgebietes, so dafs ein Tiefdruckgebiet 
an der Stelle überhaupt nicht zur Beobachtung gelangt. Sie zeichnen sich meist 
dadurch aus, dafs die Windänderung Null oder doch ganz gering ist. In solchen 
Fällen hat die Angabe des tiefsten Luftdruckes natürlich keinen Werth und wird 
dann durch die Angabe des höchsten Luftdruckes ersetzt. Auf Nord- und Süd- 
breite finden wir gelegentlich orkanartige Stürme mit einem Luftdruck von 
776 mm. Zu derselben Art von Stürmen sind auch die allerdings viel schwächeren 
Passatstürme zu rechnen, mit einem Luftdruck über 760 mm, die vorher erwähnt 
wurden und die ebenfalls nur geringfügige Aenderungen in der Sturmrichtung 
aufweisen. 
Diese allgemeinen Bemerkungen, denen sich leicht noch manche andere 
anschliefsen liefsen, sollten nur zeigen, dafs die Tabellen neben ihrem Haupt- 
zwecke noch eine Fülle von Untersuchungen ermöglichen, was man ihnen bei 
ihrer Kürze auf den ersten Blick gar nicht zumuthen würde. Je gröfsere Fort- 
schritte wir aber in der Erkenntnifßs machen, dal auch die Stürme und Orkane 
in sehr hohem Grade von der Oertlichkeit und auch der näheren Umgebung ab- 
hängen, in der sie sich befinden, um so werthvollere und sicherere Fıngerzeige 
werden sich daraus auch für die Praxis an Bord ergeben.
	        
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