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850.
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RAR
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1901.
Besondere Bemerkungen aus den Fragebogen:
St. Johns (Neufundland). Siehe Wetterausschau, Jahrgang I, No. 11.
Tampa (Florida). Siehe Wetterausschau, Jahrgang I, No. 11,
Yokohama. Lootsenboot führt eine roth und weifßs horizontal ge-
streifte Flagge. Es ist nur ein Lootse vorhanden. Der Lootse wohnt
dicht beim Tsurugi saki-Thurme. „Flottbek“ erhielt den Lootsen
unmittelbar von einem aussegelnden Schiffe. Innerhalb des Forts kam
das Schiff beim Aufkreuzen an Grund und mufste leichtern. Von der
Rhede aus in den Hafen und umgekehrt ist Schlepperhülfe wohl
immer erforderlich. Man mufs bei der Quarantänestation ankern und
den Arzt abwarten, der nur bei Tage an Bord kommt. Zollamtliche
Behandlung war gut.
New York. Siehe Wetterausschau, Jahrgang I, No. 11.
Taltal (Chile). Die Landungsbrücke, auf der das vothe Leitfeuer
brennen soll, ist vor 1!/s Jahren durch die Brandung zerstört. Im
Mai 1901 brannte auf einer kleinen Mole eine gewöhnliche Laterne,
die vom Liegeplatz der „Fulda“, etwa !/s Sm Abstand vom Feuer, nicht
zu sehen war. Oft brannte sie überhaupt nicht.
Kapstadt. „Fulda“ mußte unter Lootsenführung an die Landungs-
brücke holen. Lootsengeld 3 £. Während des Krieges liegen sehr
viele, Schiffe in der Bucht, die Annahme eines Schleppers ist daher
erforderlich, „Fulda“ zahlte für Schleppen von der Aufsen- nach der
Innenrhede 5 £, in das Hafenbecken und zurück 11 £ 8 sh 6 d, nach
See 10 £. An den Kaien und Brücken liegen die Schiffe ziemlich
sicher. Im inneren Hafenbecken ist das Wasser meist ruhig, während
an den äufseren Brücken meist starke Dünung steht, so dafs Schiffe,
die nicht steif in Ketten und Trossen liegen, dann stark gieren. An
den äußeren Brücken macht man mit schweren Grastrossen, die ge-
liefert werden, und Ankerketten fest. Hinter dem Trockendock ist
ein neues grofses Hafenbecken im Bau, das mit Schleusen versehen
werden soll. „Fulda“ ankerte drei Monate in der Bucht, ehe sie in
das Hafenkecken holen konnte. Infolge der vielen Schiffe waren die
Ankerplätze für die einzelnen Schiffe nur beschränkt, auch durfte wegen
der Nähe anderer Schiffe nicht zu viel Kette gesteckt werden, was
bei starkem Südostwind, der meist nur den schmalen Strich von
Tafelberg bis Robben-Insel beherrscht, sehr unangenehm wurde, Oft
war der Strich so scharf begrenzt, dafs einige Schiffe bei leichter
Briese in anderer Richtung lagen. Aufserdem herrschte bei Südostwind
Grunddünung, so dafs die Schiffe vor der kurzen Ankerkette stark
gierten und selbst vor zwei Ankern so stark in die Ketten stießen,
dafs die meisten Schiffe die Ankerspille oder Kette und Anker
verloren. Das KElsflether Schiff „Constanze“ verlor in 3'/ Monaten
viermal die Anker, konnte sie Jedoch immer wieder fischen. Auf
starken Südostwind kann man mit Bestimmtheit rechnen, wenn sich
eine weißse Wolke bei sonst klarem Wetter dicht über den Tafelberg
legt und das Barometer stark steigt.
Newcastle N.S. W. Der Hafen war für die anwesenden 80 bis
120 Schiffe entschieden zu klein. Die Schiffe konnten nicht rechtzeitig
bedient werden, so dafs viele Schiffe vier Monate lang warten mußten.
Auch waren nicht genug Schlepper vorhanden, so dafs Schiffe auf den
Schlepper oft einen ganzen Tag warten mufsten. Lootsen waren
genügend vorhanden,
Freemantle. Das elektrische Bogenlicht des Schmelzwerkes von dem
Molenfeuer frei gehalten, führt von den Untiefen im Hafen frei,
Bunkerkohlen können nur an einer Seite übergenommen werden.
Caleta Buena. Fische mit Dynamit zu fangen und Seehunde zu
schießen, ist verboten laut Hafenordnung, die jedoch an Bord nicht
abgegeben wird. Leichtkranke Personen können an Bord vom Arzte