accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1901. 
aus den für jeden Augenblick berechneten I. T. V. ergeben würde. Da sich 
zeigte, dafs für Bremen und Barnaul das arithmetische Mittel der I. T, V. für 8 a, 
25 p und 8"p sehr nahe gleich jenem vierundzwanzigstündigen Mittel ist und die 
kleinen Abweichungen insbesondere keinen Gang im Jahre hervortreten lassen, 
30 war anzunehmen, dafs mit gleicher Annäherung diese Berechnungsweise der 
M. I. T. V. für die Stationen der Seewarte anwendbar sein müssen. Die in solcher 
Weise berechneten Werthe der M.I,T.V. in Tab, II werden daher im All- 
yemeinen als ihrer Bedeutung nahezu entsprechend aufzufassen sein, indem eine 
Abweichung von den wahren Werihen nur für jene Stationen der Ostseeküste 
zu befürchten sein kann, die in dem täglichen Gang der I, T, V, abweichend 
einige Eigenthümlichkeiten hervortreten ließen. 
Tabelle Il. 
Mittlere interdiurne Veränderlichkeit der Temperatur 1890/99 an der Küste 
und in Barnaul. 
Vm = 13 (VI + Vız + Vin). (Barnaul 1853/62). 
Januar. . 
Februar . 
März... 
April. .. 
Mai... 
Juni... 
Juli... 
August . 
September] 
Oktober . 
November 
Dezemher! 
Jahr . . | 
Bor- 
Zum 
83 
‚64 
„A9* 
‚56 
‚87 
2,02 
169 
92 
1,31%# 
Do 
1,80 
1.83 
1,68 
, ı Wil- 
Keitum Bremen i helms- 
haren 
1,85 
1,75 
1,52* 
1,63 
2,03 
2,09 
1,70 
1,55 
„43% 
66 
In 
1 8" 
2,68 
2,29 
2,12% 
2,15 
2,46 
2,60 
2,24 
1,99 
‚01% 
2.18 
2 A 
Dia 
2,26 
2,07 
1,95 
1,87% 
2,07 
2.14 
‚95 
75 
68*° 
„7 
1,75 
DICH 
1,98 
Ham- 
burg 
2,44 
2,03 
4,97% 
1,98 
2,25 
2,85 
7,04 
‚87 
‚78% 
497 
2.28 
»11 
2.08 
_ Qwina. Rügen-| Neu- , 
I Kiel Ye Sing walder-, fahr- |Memel! 
. münde wasser 
Bar- 
naul 
2,17 
1,97 
L,74 
1,73% 
4,77 
‚9% 
‚65 
‚61 
‚577 
74 
1,97 
1,9‘ 
2,26 
1,85 
1,67% 
1,74 
2,09 
1,94 
1,53 
55 
Ag%**# 
8 
6 
DW 
2,62 
2,25 
2,26 
2,11* 
2,32 
2,23 
1,84** 
‘89 
1,85 
1,92 
2,05 
2.12 
2,53 
1,92 
1,94 
1,88* 
>43 
>12 
64*' 
78 
78 
1 
3,01 
2,28 
2,33 
2,17* 
2,08 
2,06 
d ‚91% 
‚98 
2,02 
22 
4.26 
7 
2,72 
2,38 
1,81* 
2,01 
2,79 
2,17 
1,83 
‚S4 
‚75% 
2.06 
49 
556 
5,73 
ö,44 
4,68 
3,16* 
3,68 
2,96 
2,40 
2,32%* 
3,09 
3,67 
5,41 
16,35 
3 u 
1,82 
182 9212 
201 
9927 
2920 14,07 
Es sei hier hervorgehoben, dafs als Mafsstab für die mittlere interdiurne 
Veränderlichkeit der Temperatur meist eine ganz andere Gröfse, die interdiurne 
Veränderlichkeit der Tagesmitteltemperatur, berechnet zu werden pflegt. 
Diese stellt aber eine ganz andere Gröfse dar und kann den gewollten Mafsstab 
nicht abgeben, da sich zufolge ihrer Ableitung in der Tagesfolge wärmere 
Morgen und kältere Abende auszugleichen vermögen und allgemein die von Mitter- 
nacht bis Mitternacht auftretenden I, 1. A, nur dann alle additiv in Rechnung 
treten, wenn ihnen durchweg das gleiche Vorzeichen zukommt. Die interdiurne 
Veränderlichkeit der Tagesmitteltemperatur ist durchweg kleiner als die M. 1. T. V. 
und besitzt keine so einfache Bedeutung wie diese, da ihr Werth sehr erheblich 
davon abhängt, bis zu welchem Grade sich das um Mitternacht auftretende Vor- 
zeichen der I. T. Ä. bis zur folgenden Mitternacht zu erhalten pflegt und welchem 
Gesetze die hierbei auftretenden Zeichenwechsel in ihrerVertheilung auf die Tages- 
zeiten folgen. 
Der jährliche Gang der M.I.'T. V. setzt sich aus den für die Nacht- und 
Tagesstunden herrschenden Gängen der I, T, V. zusammen und findet durch diese 
seine Erklärung. Er zeigt eine doppelte Schwankung, die im Westen mit grofser 
Annäherung denjenigen Gang darstellt, Maxima im Dezember und Juni, Minima 
im März und September, den der Verlauf des Sonnenstandes ohne das Hinzutreten 
von Nebeneinflüssen erwarten lassen würde. 
In den Jahresmitteln der M.1I. T.V. seben wir diese, wenn wir von 
den der Küste ferneren Orten Bremen, Hamburg, Swinemünde und Neufahrwasser 
absehen, von Westen nach Osten hin etwas anwachsen; dies Verhalten tritt in 
den Wintermonaten im Allgemeinen schärfer hervor, während die Sommermonate 
eine ungleichmäfsigere Vertheilung und kleinere Unterschiede in der geographischen 
Vertheilung aufweisen. Als auffallend müssen die im Mai hervortreienden grofsen
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.