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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Zur Küstenkunde der Philippinen. 
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gleich gut vom Lande ab, um eine flache Stelle in einiger Entfernung von der 
Balate-Huk zu vermeiden. 
Garza-Insel ist sehr niedrig und konnte nachts nur schwer ausgemacht 
werden. Zum Einlaufen in die Pandarochan-Bucht wurde die Durchfahrt nördlich 
von der Insel benutzt. Die Wassertiefe in dieser Durchfahrt ist grofs. Nach- 
dem man Garza-Insel umsteuert hat, steuere man etwa WzS auf eine auffallende 
Niederung auf der Ilin-Insel zu, bis die Durchfahrt zwischen dieser Insel und 
Mindoro offen liegt. Nun steuere man auf diese Durchfuhrt zu, halte sich jedoch 
näher an der Ilin-Insel. „Annapolis“ ankerte eben nördlich von der Kagurai- 
Huk, nahe unter der Küste Mindoros, auf 27,4 m Wasser, Grund Schlick. Dieser 
Ankerplatz liegt nach allen Richtungen hin geschützt. 
Ankerplatz südlich von der Calaguan-Insel vor der Nordostküste von 
Panay siehe Tafel 39. 
Zur Küstenkunde des Golfs von Penas. 
Nach „Noticias Hidrograficas“ No. 34, Valparaiso, August 1901. 
San Quintin-Sund ist geeignet, Schiffe jedes Tiefganges aufzunehmen, und 
zwar in dem ganzen Gebiete, wo die Wassertiefen zwischen 28 und 5 m betragen. 
Je nach der Windrichtung kann man sich windgeschützte Ankerplätze auswählen, 
Der Strand soll überall rein sein. Man findet ausgezeichnete Gelegenheit zum 
Wassernehmen; auch Brennholz und Muscheln sind reichlich zu haben. Die 
Umgegend des Flusses San Tadeo ist sehr wildreich; in kurzer Zeit kann .man 
Hunderte von Enten und Canquenes (?) erlegen. 
Im südwestlichen Theile des San Quintin-Golfes erstreckt sich eine schmale 
Bucht etwa 6 Sın nach magn. West; sie läfst nur eine kaum 200 m breite Land- 
enge zur Verbindung der Forelius-Halbinsel mit der grofsen Taitao-Halb- 
insel übrig. 
Hoppner-Sund soll gröfser sein, als die Seekarten angeben; denn der 
Sund läfst nur eine 1 Sm lange niedrige Landenge übrig, die die Tres Montes- 
Halbinsel mit der Taitao-Halbinsel verbindet; diese Landenge ist niedrig, sandig 
und mit verwildertem Gebüsch bestanden. Die Höhenzüge, die den Hoppner- 
Sund umgeben, sind 500 m und mehr hoch; sie sind mit Laubbäumen bedeckt. 
Der Baumwuchs beginnt schon am Strande und zieht sich bis auf die höchsten 
Gipfel hinauf, Man erkannte unter den Bäumen die Steineiche, den Zimmetbaum 
und unter Anderen auch schöne Cypressen an der Südseite, die durchschnittlich 
20 m hoch sind und 3 m Durchmesser haben. 
Im Innern des Sundes liegt ein guter Ankerplatz mit 16 m Wasser etwa 
800 m von der Westküste. Grofse Schiffe müssen eine 9 m-Stelle meiden, die 
in der Nähe des eben erwähnten Ankerplatzes liegt. Vom Ankerplatze aus hat 
man gute Gelegenheit zum Nehmen von Frischwasser und Brennholz. 
Puerto Otway.*) Herr Rob, Christil hat in Puerto Otway ein Haus 
gebaut, das 50 Personen aufnehmen kann und wo für Schiffe, die in der Nähe 
des Golfs von Penas in Seenoth gerathen, beschränkte Hülfsmittel zu finden 
sind. Augenblicklich hat Puerto Otway 80 Einwohner, die mit Holzfällen und 
Fischfang beschäftigt sind. Es besteht einmal im Monat Verbindung mit 
chilenischen Häfen durch die Transportdampfer „Angamos“ und „Casma“. 
Kelly-Hafen an der Ostküste des Golfs von Penas; in der FKinfahrt dieses 
Hafens, wo die englische Karte 9 m angiebt, findet man 36 m. Man tbut gut, 
nicht weiter (als auf 36 m Tiefe) in die Bucht hineiuzugehen, weil die Wasser- 
tiefen plötzlich stark abnehmen, so dafs im Innern der Bucht sogar Boote 
stranden müssen. Der Wasserplatz ist leicht zu erreichen, er ist ein ins Meer 
fallender Wasserfall in der Nähe des Ankerplatzes. 
1) D. Adm.-Karte No. 89, Die West-Patagonischen Gewässer zwischen Golf von Trinidad 
und Golf von Penas, (Berlin 1885). 
2) Vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“ 1901, Seite 354. 
Anu, d, Hydr, etc, 1901, Heft Al.
	        
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