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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 
1901. 
Destacado-Insel liegt zwischen Masbate- und Samar-Insel. Guten Anker- 
platz auf 11 bis 18 m Wasser finden Schiffe jeder Gröfse in der Bucht an der 
Westküste der Destacado-Insel. Ein Riff erstreckt sich von der Mitte der 
Bucht etwa 2!/2 Kblg westwärts. Grofse Schiffe können sicher schwojen, wenn 
sie sich beim Einlaufen nahe an der westlichen Huk halten und dann auf 18 m 
Wasser ankern. 
Bemerkungen über die Ost- und Südküste von Mindoro. 
Kolopan.!) Der Ankerplatz liegt auf offener Rhede. Westliche Winde 
sind vorherrschend. Bei einiger Briese steht am Strande Brandung, so dafs dann 
eine Landung nicht möglich ist. Die Stadt hesteht ans einer Anzahl Häuser der 
Eingehorenen und einer Ansiedelung, in der sich eine Kirche und ein auffälliger 
zweistöckiger Thurm befinden. Vor diesem Thurme liegt eine Landungsanlage, 
die sich jedoch in schlechtem Zustande befindet. Das Amerikanische Kriegsschiff 
„Annapolis“ ankerte hier vor 55m Kette auf 8,7 m Wasser üher gut haltendem 
Schliekgrunde. Vom Ankerplatz peilte die Südkante der südlichen Bakos-Insel 
rw. N32°W (mw. NWzN), die Nordkante der nördlichen Bakos-Insel rw. N3°0 
(mw. N!/30), Kalopar-Huk rw. N58°0 (mw. NOzO), der Thurm rw. S5°W (mw. 
S33W). Bei der Ansteuerung des Ankerplatzes mufs man sehr vorsichtig sein, 
da das Wasser sehr schnell anflacht. 
Narigan.?) Dem niedrigen Küstenstriche 5 Sm nördlich und südlich von 
Narigan mufs man sich sehr vorsichtig nähern, da die Wassertiefen plötzlich ab- 
nehmen. „Annapolis“ ankerte an drei Stellen an dieser Küste. Der erste Anker- 
platz lag etwa 3 Sm südlich vom Narigan-Flusse auf 11,9 m Wasser, Grund 
Schlick; der andere etwa 2 Sm südlich vom Flusse auf 12,8 m Wasser, Grund 
Schlick; der letzte recht vor der Einfahrt in den Flufs auf 27 m Wasser, Grund 
Sand und Schlick. Alle Ankerplätze waren den Winden aus NW über N bis 
SO ausgesetzt; eine Landung konnte hei schlechtem Wetter nirgends ausgeführt 
werden. Die Einfahrt in den Flufs wird durch eine Barre versperrt; das beste 
Fahrwasser über die Barre scheint an ihrer Südkante parallel zum Ufer entlang 
zu führen und kann bei Hochwasser von Fahrzeugen mit 1,8 m, vielleicht auch 
2,1 m Tiefgang benutzt werden. Die Dampfpinnafs (Tiefgang 1,0 m) kreuzte die 
Barre mehrere Male bei halber Tide. Nach dem Passiren der Barre findet man 
in der Einfahrt auf einer Strecke von etwa 1!% bis 2 Sm bis zu der am linken 
Ufer liegenden Stadt Narigan (Nuevo) hin 3,7 bis 5,5 m Wasser im Flusse, Der 
Fluß läuft eine Strecke weit parallel zur Küste und wendet sich dann ins 
Land hinein. 
Polok.*) Die Küste zwischen dem Narigan-Flusse und Polok ist steil. 
Mehrere sehr kleine Buchten bieten kleinen Kanonenbooten Schutz und Anker- 
plätze. „Annapolis“ ankerte auf 26 m Wasser, Grund: Schlick. Vom Ankerplatz 
peilte: die Kirche rw. S50°W (mw. SW34W), die grofse Klippe rw. N7T7°W 
‘mw. WNW’/W), die Kante der Dumali-Huk ıw. N88°0 (mw. 0’'/4N), die Kante 
der Anahauan-Huk rw. N1°W (mw. N!/@W). Andere Ankerplätze auf 18 m 
Wasser kann man nördlich und westlich von dem angegebenen finden. Die 
Wassertiefen nehmen plötzlich ab. Ein kleiner Arm an der Nordwestseite der 
Bucht bietet bei schlechtem Wetter sehr guten Schutz, jedoch mufßfßs man Heck- 
trossen am Lande festmachen. 
Pinamalayan. „Annapolis“ ankerte auf 12,8 m Wasser, Grund Sand und 
Schlick. Von 31m ohne Grund nahmen die Wassertiefen gleich auf 17,4 m und 
12,8 m ab. Vom Ankerplatze peilte: Ostkante von Maestro de Campo rw. S65°0 
‘mw. S0z07%0), Balate-Huk rw. S5°W (mw. S34W), Dumali-Hnk rw. N48°0 
(mw. NO0!/0), gröfstes Haus in der Stadt rw. N34°W (mw. NW’/N). Dieser 
Ankerplatz liegt südlich von der Stadt und vor der Einfahrt in den Flufs, Der 
Ankergrund vor der Stadt hält nicht so gut. Nach der Größe dreier Küsten- 
fahrzeuge im Flusse zu urtheilen, können Schiffe von 1,8 bis 2,1 m Tiefgang die 
Barre vielleicht passiren. Um vom Ankerplatze südwärts zu laufen, halte man 
) Es kommt auch die Schreibweise „Kalapan“ vor. 
?) Nach der engl. Adm-Karte No. 2577 auch „Naujan“ geschrieben 
3) Nach der engl. Adm-Karte No. 2577 auch „Polak“ geschrieben.
	        
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