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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

544 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1901. 
die gröfste Tiefe war 10,5 m. In Hsiangtan wurde auf 8,5 m Wasser etwa 50 m 
vom Lande ab geankert; der Strom lief mit 2 Sm Stärke. Auf der Rückfahrt 
wurde nachts in T'schangscha geankert. 
Entfernungen des Hafenmeisters in Yotschau: 
Von Yotschau nach Tchengschiwan . . . . .. 
Hsiangyin . 0. 0.0.0.0... 
Tschingang . . : 
Tschangscha . 
» 
120 li = 87 Sm. 
210, = 66 „ 
270, = 84 © 
360. —=112 . 
Der Wasserstand am Pegel in Hankau betrug vom 22. bis 24. Mai 5,2 m, 
am 25, Mai 5,3 m und am 26. Mai 5,6 m. 
Die Petschili-Strafse, 
Aus dem Reisebericht S, M. S. „/ltis“, Kommandant K-Kapt. Sthamer, vom 17. Mai 1901. 
Charyhbdis - Hafen („Die wichtigsten Häfen Chinas“, Seite 223) bietet 
gegen alle Winde mit Ausnahme solcher aus SW einen geschützten Ankerplatz. 
Bei heftigen Südwestwinden finden Schiffe guten Schutz östlich und nordöstlich 
von der Insel Ta-Hi-Schan. 
Die Litsin-Ho-Mündung wird durch eine Menge Dschunken und Fischerei- 
zeichen, die schon von Weitem sichtbar sind, leicht kenntlich gemacht. Die 
Fischbuhnen sind auf Wassertiefen bis zu 7'/s m in den Grund gerammt. Der 
nächste Ankerplatz für Schiffe vom Tiefgange S. M. S. „Iltis“ liegt beinahe ganz 
aus Sicht vom Lande etwa 10 Sm von dem Dorfe an der Flufsmündung. 
Die Rhede von Taku. 
Aus dem Reisebericht S, M. S, „//tis“, Kommandant K-Kapt, Sthamer, vom 17. Mai 1901. 
Die Pehtang - Rhede („Die wichtigsten Häfen Chinas“, Seite 225) ist 
ebenso ungeschützt, wie die Taku-Rhede; die Wassertiefen scheinen auch hier 
in den letzten Jahren bedeutend abgenommen zu haben. Ein Schiff vom Tief- 
gange S, M. S. „Iltis“ liegt immer noch etwa 8 Sm vom Lande. Die Barre ist 
ebenso wie die Taku-Barre flacher geworden und ohne Lootsen nicht passirbar. 
Zu ihrer Bezeichnung sind jetzt drei Baken errichtet, die beim Einlaufen an 
St-B. zu lassen sind; die erste Bake trägt einen Ball als Abzeichen, die zweite 
einen grofsen mit einem kleineren Balle darüber, und die dritte bedeutend 
niedrigere Bake trägt einen grofsen Ball vom Durchmesser beider Bälle der 
zweiten Bake. 
Der Fluthhub betrug auf der Pehtang-Rhede bei Springtide 3 m. 
Oestlich von der Insel Scha-Ilui-tien und südlich von der Tschingho- 
Mündung wurden nördlich von der vom Dampfer Yungping 1598 gemeldeten 
3 Faden-Stelle 3* vor Hochwasser in Tschingho in ungefähr 38° 59,3’ N-Br und 
118° 47,5‘ O-Lg 23,6 m (12,9 Faden) und in ungefähr 39° 1,8 N-Br und 
18° 52,5‘ O-Lg 20 m (11 Faden) gelothet. 
Tschingwangtan. 
Aus dem Reisebericht S. M. S, „!ltis“, Kommandant K-Kapt. Sthamer, vom 17. Mai 1901, 
Hafenbauten in Tschingwangtau („Die wichtigsten Häfen Chinas“, 
Seite 235) werden von einer chinesischen Gesellschaft ausgeführt. Eine etwa 
500 m lange mit Schienengeleisen versehene Landungsbrücke ist bereits vollendet; 
sie hat nur an ihrem äufsersten Ende genügende Wassertiefe, 3,7 bis 4,3 m, um 
ein Festmachen von Dampfern zu erlauben. Da die Brücke aufserdem gegen 
südöstliche Winde nicht geschützt ist, wird beabsichtigt, noch eine Art von 
Wellenbrecher östlich von ihr zu errichten. 
Schanhaikwan. 
Aus dem Reisebericht S. M, S, „/ltis“*; Kommandant K-Kapt, Sthamer, vom 17. Mai 1901. 
Anlegebrücken („Die wichtigsten Häfen Chinas“, Seite 236) sind von der 
deutschen und der englischen Militärbehörde je eine westlich vom Leuchtthurme 
errichtet worden, die das bequeme Anlegen von Booten, auch bei etwas Seegang 
gestatten. Aufserdem haben die Russen unterhalb des Leuchtfeuers einen ganz 
kurzen Steg für Boote von geringem Tiefgang gebaut.
	        
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