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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Fünfter Nachtrag zu: „Die wichtigsten Häfen Chinas*. 
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wo S. M.S. „Iltis“ früher nur 4 m gefunden hatte und umgekehrt war. Um in 
dieses Fahrwasser zu kommen, wurde, als die am weitesten nach Norden stehende 
große Baumgruppe an der Westkante der Durchfahrt ungefähr 200 m an B-B. 
in SWzW'4AW peilte, Kurs NNW'4@W gesteuert, und zwar so lange, bis der 
weiße Tigerhügel W5SW!/4W peilte. Dieser Hügel hebt sich gut sichtbar zwischen 
den vorstehenden Huken der Flufsufer ab, 
Die Chung-chi-kuan- und So-chia-chih-Baken entsprachen den Angaben de. 
Leuchtfeuerverzeichnisses und nicht den Anvaben des Handbuches, Zur Be- 
zeichnung der Südkante der Cores de Vries-Klippen und der Hukwang-Klippen 
liegen 3 Spierentonnen aus, 
Hankau-Strich (Seite 184 des Handbuches „Die wichtigsten Häfen Chinas“). 
Bei der Stadtmauer von Hankau liegt ein Feuerschiff, eine Dschunke, an deren 
Mast ein schwarzer durchbrechener Ball als Toppzeichen war. Nach Aussage 
des Lootsen brennen dort zur Nachtzeit zwei weibe Feuer. 
Von Hankau nach Hsiangtan. 
Nach dem Reisebericht S, M. S. „ Vorwärts“, Kommandant Oblt, z. S. v. Weifs, vom 30, Mai 1901. 
Yom Tungting-See auf dem Siang-Flusso über Tschangscha nach 
Hsiangtan (Seite 196 des Haudbuches „Die wichtigsten Häfen Chinas“), 5, M. 5, 
„Vorwarts“ ankerte am 21. Mai 1901 vor Yotschau ungefähr 100 m vom Lande 
auf 10 m Wasser; als geringste Tiefe beim Kinlaufen war 8 m gelothet worden. 
Am 22. Mai wurde die Fahrt durch den Tungtiug-See nach Tschangscha ange- 
treten. Kurz vor dem Einlaufen in den See wurde als niedrigste Wassertiefe 
5m gelothet. Der Kurs szW geht zunächst dicht bei der ersten See-Insel 
vorbei; nachdem diese passirt, findet man an der linken Fahrwasserseite in 
Abständen von ungefähr 200 m kleine Bambusstangen mit rothen Flaggen, die das 
Fahrwasser für die Dschunken bezeichnen; diese Zeichen reichen bis zur dritten 
Insel. Der Kurs S. M. S. „Vorwärts“ blieb ungefähr 200 bis 300 m von diesen 
Zeichen entfernt. Da das Wasser nach Lootsenangabe zuweilen noch bis zu 
5,5 m steigt, so sind die Zeichen bei hohem Wasserstande nicht zu sehen. Die 
zweite, dritıte und vierte Insel waren zur Zeit größer als die Karte angiebt. 
Zur Zeit konnte von einem eigentlichen See nur bis zur dritten Insel gesprochen 
werden, da man bis dorıhin über eine grofse Wasserfläche blicken konnte, aus 
der jedoch an einzelnen Stellen Grasbüschel heraussahen. Das Land war stellen- 
weise ziemlich hoch; das nicht überfluthete Land war mit Riedgras bewachsen. 
Auf der ganzen Strecke bis zur vierten Insel wurde als niedrigste Wassertiefe 
8 m und als höchste 12 m gelothet. Bei der dritten Insel lief S. M. S. „Vorwärts“ 
einmal infolge starker Stromstrudel aus dem Ruder, Von der dritten Insel ab 
fährt man zwischen Land, wie in einem Flufslaufe. Gegenüber der vierten 
Insel tritt das östliche Ufer in der Nähe des Ortes Logo nahe an die Fahrrinne 
heran. Von hier aus verbreitert sich die Fahrrinne allınählich bis auf etwa 
2000 m; sie geht in südwestlicher Richtung um die vierte Insel herum bis auf 
SSO, kehrt wieder auf SSW zurück und geht, wenn der Berg Lischisan passirt 
ist, nach WSW, biegt dann etwa 2 Sın hinter dein Dorfe T’chengschiwan scharf 
auf SzW und verengt sich bier wieder auf 1000 ın. Nach mehreren Kurs- 
änderungen zwischen SW und SO wird die gröfsere Stadt Hsiangyin passirt; 
etwa 6 Sın hinter dieser Stadt verengt sich das Fahrwasser bis auf 100 m und 
geht in sehr scharfen Kurven bis zu dem Orte T’schaotschoakau, wo es wieder 
1000 m breit wird und sehr starke Wirbel bildet. Die Fahrrinne behält dann 
SSO-Richtung bis nach Tschangscha. Stellenweise verbreitert sich der Flufs bis 
auf 2000 m, einzelue Inseln und Steine liegen im Fahrwasser, . das sonst ohne 
gröfsere Untiefen ist. Auf der ganzen Strecke wurde als niedrigste Wassertiefe 
6m gefunden, als gröfste Tiefe 14m, Kurz vor Tschangscha wurde eine 
3,5 m-Stelle passirt, doch wurde später auf dem Rückwege dort 6m Tiefe an 
der Westseite des Fahrwassers gefunden. In "U'schangscha wurde auf 10m 
Wasser ungefähr 150 m vom Lande geankert; der Strom lief mit 2 Sm Stärke. 
Am 24. Mai wurde die Fahrt nach Hsiangtan, 25 Sm oberhalb Tschangscha an- 
getreten. Der Kurs geht durchschnittlich SzW, später szO0 und SW, Als 
niedrigste Wassertiefe wurde 4,5 m etwa 1 Sm oberhalb von Paujemiau gefunden:
	        
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