538 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1901.
hat, im Westen der kleinen Insel Wairuendi, die mit niedriger Vegetation be-
deckt, aber in dunkler Nacht und bei bedecktem Himmel nicht deutlich zu er-
kennen ist. Weiterhin steuere man dann im Westen der bergigen Insel Meoswar
auf Wendesi zu.
Die Schouten-Inseln. Von Wendesi kann man im Norden der Meosawü-
Inseln und hierauf zwischen den Inseln Meosnum und Jobi (Jappen) nach den
Schouten Inseln fahren. Die Durchfahrt zwischen den Inseln Meosnum und Jobi
muß nach Aussage der sie Befahrenden ganz rein sein. In dieser Durchfahrt,
die Jobi-Straße genannt wird, wurde nachts ein starker, nach Ost setzender
Strom bemerkt. Vor der Küste Korrido der Insel Supeori ankerte „Java“ un-
gefähr 400m S45°W von der kleinen Insel Bansfori in 54 m "Tiefe. Dicht vor
dem Ankerplatz wurde mit 180m (100 vm) Leine kein Grund gefunden.
Supeori, die westlichste der Schouten-Inseln, ist von Wiak durch einen
schmalen Kanal getrennt, den gröfsere Schiffe als Prauwen nicht befahren können,
Wiak ist sehr flach, nur im nördlichen Theile erheben sich einige Berge. Längs
der Südküste sieht man viele Kampungs. „Java“ ankerte vor dem Kampung
Mokmer, ungefähr 400 m vom Lande. Längs der Südküste läuft ein sehr steiles
Küstenriff, dessen gröfster Theil bei Niedrigwasser trockenfällt.
Die Westküste. !)
Kampung Sailalof. Kommt man aus der Sele-Strafse und ist Sailalof auf
der Westküste der Iusel Salwatti das Ziel der Reise, so kann man, nachdem man
die Insel Gelo an ihrer Westseite passirt hat, im Osten der Insel Umat nach
der Rhede von Sailalof fahren. Ist man ungefähr 1 Sm dwars ab von dem
Kampung, so steuert man direkt auf diesen zu und hat dann als geringste Tiefe
9m. Man kann in ungefähr 750m Abstand von der Küste auf 13,5 m Wasser
en Anker gehen in den Peilungen: Moschee in N 38°0 und Huk im Osten in
15°0.
Dichter unter Land befindet sich ein Kanal mit 12,6 bis 14,4 m Wasser,
Ungefähr 300 m von der Küste, dwars von dem Kampung, streckt sich ein der
Küste parallel laufendes Riff hin, das bei Niedrigwasser nahezu trockenfällt.
Zwischen diesem Riff und der Küste ist ein für grofse Boote befahrbarer Kanal.
Um von dem Ankerplatz mit einem grofsen Boot das Land klar von dem Riff
zu erreichen, mul man sich eine Strecke im Süden der Moschee halten, worauf
man, wenn man dicht unter Land ist, einlaufen kann.
Fak Fak, in der Landschaft Kapamo gelegen, ist der Sitz der Verwaltung
des Binnenlandes und gehört zur Residentschaft Ternate. Der Ort liegt in einer
Ebene auf der Huk Fak Fak und an dieser Ebene. Er ist an dem Flaggenmast
zu erkennen. Man landet in der Binnenbai an einer kleinen Mole, von der ein
in den Felsen ausgehauener Weg nach oben führt. Fast alle Bewohner des
Kampung Serang auf der gleichnamigen Insel sind nach Fak Fak übergesiedelt,
Der Name Skru oder Skrog, den man vielfach Fak Fak giebt und der auch von
der Koninklijke Paketvaart Maatschappi] gebraucht wird, ist nicht richtig; der
Kampung Skru liegt westlich von Fak Fak auf dem Lande, ungefähr halbwegs
nach der Insel Pandjang.
Im Südwesten von Fak Fak befindet sich ein ungefähr 1000 m langes
steil ansteigendes Riff von grofser Breite. Zwischen diesem Riff und dem Lande
ist eine sehr tiefe Durchfahrt. Eine Aenderung der Farbe des Wassers wurde
überall zwischen der Insel Serang und der nördlich davon gelegenen wahr-
genommen.
Nordküste von Neuguinea.”)
Der Mamberonmo-Flufs. Der Befehlshaber des Dampfers „Camphuys“
von der Koninklijke Pakeivaart Maatschappij theilt Nachstehendes über diesen
Flufs mit: Nachdem die Küste von Neuguinea im Westen des Kaps Urville in
Sicht gekommen war, wurde mit S67°O- bis S 45° O-Kurs das Land im Westen
des Mamberonmo angelaufen. Die Tiefe nahm allmählich von 27m bis 9m und
ij) Holländische Karten No. 145, 155, 146, 156; Pläne 24, 8, 14, 27, 26. Skizzenkarte
No. 4, Plan b, Pläne d, e, a.
% Holländische Karten No. 155, 156; Plan 13.