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Annalen der Hydrographis und Maritimen Meteorologie, Dezember 1901.
Die Saguien-Strafse liegt zwischen den Inseln Batanta und Salwatti. Die
verschiedenen in ihr vorgenommenen Lothungen ergaben mit 126 bis 135 m Leine
keinen Grund.
Der Kampung Samatee liegt auf der Nordostküste der Insel Salwatti.
Will man, aus der Saguien-Straßfse kommend, die Rhede anlaufen, so bringt man
in ungefähr 1,5 Sm Eutfernung von der Insel Snapan diese in die Peilung S45“ W.
Man kann dann direkt auf eine Felsmasse zusteuern, die Achnlichkeit mit einem
liegenden Löwen hat und vor den Rombobo-Inseln liegt. Diese Felsmasse wird
ungefähr S36°O gepeilt. Diesen Kurs behält man, bis die gut erkennbare
ziemlich hoch bewachsene Insel Bam S56°W peilt, und steuert dann direkt auf
den Kampung zu.
Riff. Von der Nordseite der Insel Tsiof (Sop) springt ein Küstenriff
reichlich 0,8 Sm vor.
Der Kampung Sorong liegt auf der Ostseite der Insel Doom. Man kann
dicht unter Land vor Anker gehen und ist hier gegen die oft auftretende nörd-
liche Dünung geschützt. Um auf die Rhede zu gelangen, hat man zwischen den
Inseln Doom und Batu durchzusteuern. Die Fahrstrafse zwischen diesen Inseln
ist rein. Der Kampung Sorong wird von den Dampfern der Koninklijke Paket-
vaart Maatschappij angelaufen.
Ankerplatz vor Batu Lobang. Dieser Ankerplatz liegt zwischen der Huk
Sorong und der Huk Elpapa. KEr hat seinen Namen von einem an der Küste
liegenden ungefähr 25m hohen Felsen. In diesem befindet sich eine bogen-
förmige Oeffuung, die man aber von Bord aus erst dann sieht, wenn man dichter
unter Land ist. Kommt man von Osten her und ist in der Nähe des Landes,
so kann man zwar die Oeffnung unierscheiden, aber nicht durch sie sehen. In
ungefähr 600 m Abstand vom Lande ankerte man in 45m Tiefe. Vor diesem
heile der Küste trifft man verschiedene 200 bis 500 m vom Lande entfernt
liegende Klippen an.
Die Dorei Hum-Bucht wird von der oben erwähnten Huk Dorei und der
östlicher liegenden Huk Asi gebildet. Von dieser Bucht zweigt sich im Süden
der Huk Dorei eine Binnenbucht ab, die nach Westen, parallel mit der Küste
laufend, nach Schätzung 4 bis 5 Sm ins Land eindringt. In dieser Binnenbucht
ist ein vortrefflicher, gegen die mehrmals erwähnte Dünung geschützter Anker-
platz. Man kann in die Binnenbucht mit einem grofsen Boote einfahren und
Ändet ungefähr 500 m vom Lande noch 3,6 m Tiefe. Nach grofser Mühe gelang
es, mit den Eingeborenen zu verkehren.
Auf dem Festlande, südöstlich von der kleinen Insel Hum, liegt der
Kampung Sausut und westlich von diesem in geringer Entfernung der Kampung
Lemo Man. Beide sind unbedeutend und treiben keinen Handel. Um in einem
Boote nach dem Kampung Sausut zu gelangen, muß man zuerst eine Strecke im
Westen der Insel Hum fahren und dann nach Anweisung eines Lootsen zwischen
der Insel und dem Festlande steuern. Man findet dann südlich von Hum einen
kleinen Kanal mit Tiefen von 9 bis 12,6 m. Vor dem Kampung liegt eine kleine
Bank, die von einem schmalen Kanal durchschnitten wird, so dafs man mit einem
Jachen Fahrzeuge das Land erreichen kann. Es befindet sich dort ein kleiner
Bach mit klarem Trinkwasser.
Die Insel Hum ist von einem grofsen Riffe umgeben, das 7,2 bis 0,45 m
unter Wasser liegt. Das Riff an der Huk Dorei wurde nicht aufgefunden. Bei
hoher Dünung wurde eine Reihe Lothungen nach der Huk hin ausgeführt und
auch keine Brandung wahrgenommen. Möglicherweise liegt dieses Riff weiter
im Westen.
Der Kampung Mar, in der Landschaft Aas gelegen, hat einen guten
Ankerplatz, der etwa 1000 m von dem Kampung entfernt ist. Man ankert in
den Peilungen Huk Brebes in N 19°O, 0,7 Sm, und eine erkennbare Klippe
in N 79° W. Diese Klippe liegt in westnordwestlicher Richtung von dem Kampung,
Nördlich von dem Ankerplatze wurden in ungefähr 400 m Abstand von diesem
zwei Riffe entdeckt. Auf dem östlichsten steht Brandung. Von der erwähnten
erkennbaren Klippe streckt sich ebenfalls ein grofses Riff aus, auf dem schwere
Brandung herrscht. Zwischen diesem und dem weiter im Osten liegenden Riffe
befindet sich ein Kanal, dessen Tiefe 12,6 m beträgt, und von dem letzteren