Die Witterung an der deutschen Küste im September 1901.
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Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) er
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In den Monatswerthen waren der Luftdruck, die Temperatur und die
registrirten Windgeschwindigkeiten nahezu normal, die ersteren meist etwas zu
hoch, während die Bewölkungsmittel wie die Regenmengen des Monats fast
überall erheblich zu klein ausfielen. Winde aus östlichen Richtungen überwogen
ganz bedeutend über solche aus westlichen Richtungen.
Steife und stürmische Winde traten über größerem Gebiet am 1. von
der Elbe ostwärts aus dem Nordwestquadranten, nur vereinzelt Slärke 8 er-
reichend, am 14. aus dem Nordostquadranten an der ganzen Küste, mehr ver-
einzelt und nur auf wenigen Stationen Stärke 8 erreichend, sowie am 18, aus
dem Nordwestquadranten ostwärts bis Rügen, vielfach bis Stärke 8, auf. An
den übrigen Tagen wurden steife Winde nur sehr selten beobachtet.
Die Morgentemperataren lagen an der Nordsee und westlichen Ostsee
bis zum 20. meist unter, am 21. bis 27, und am 30. über den normalen Werthen,
an der östlichen Ostsee jedoch bis zum 13. unter und dann über den Mittel-
werthen. In ihrem Gange von Tag zu Tag ‚zeigten die Morgentemperaturen
während der ersten beiden Dekaden meist nur kleine Schwankungen um eine
wenig veränderte Mittellage; dann führte die fünfte Pentade wärmere Morgen
und die höchsten Temperaturen des Monats herbei, worauf eine stärkere Ab-
nahme eintrat und die letzten Tage mit Ausnahme des Ostens wieder wenig
Aenderung aufwiesen. Abweichend sank die Morgentemperatur in Memel stark
bis zum 3., stieg dann langsam bis zum 16. und erhielt sich, wenig hin und her
schwankend, in der erreichten Höhe bis zum 24.; auf stärkere Abkühlung folgte
am 29. vorübergehend wieder ein stärkeres Steigen, Die ’’emperatur schwankte
an der Küste zwischen 24,9°, der höchsten Temperatur von Swinemünde, und
4,5°, der niedrigsten von Memel, also um 29,4°, während die gröfste Schwankung
auf den Stationen in Swinemünde gleich 18,8° und die kleinste in Borkum gleich
13,9° beobachtet wurde. Die aus den Aenderungen der Temperatur zur Zeit
der Terminbeobachtungen von Tag zu Tag, ohne Rücksicht auf das Vorzeichen
der Aenderungen als Mittel berechnete interdiurne Veränderlichkeit der
Temperatur schwankte mit ihren gröfsten Werthen für die Beobachtungstermine
zwischen 1,3° und 2,1° und zeigte die höchsten Werthe fast durchweg am Nach-
mittag, die kleinsten aber etwa gleich häufig am Morgen und Abend.
Die monatlichen Niederschlagsmengen waren im Ganzen recht gleichmäfsig
vertheilt; sie betrugen mit Ausnahme von Norddeich, der schleswig-holsteinschen
and der preußischen Küste weniger als 30 mm und überstiegen 50 mm nur an
Theilen des letztgenannten Gebietes. Die gröfsten Regenmengen hatten Neu-
fahrwasser (67) und Hela (59), die kleinsten Greifswalder Oie (8) und Marien-
leuchte (10). Sieht man von geringfügigen und vereinzelten Niederschlägen ab
und Jäfst den Niederschlagstag um $S*a Ortezeit des gleichnamigen Kalender-
tages beginnen, so fielen die Niederschläge wesentlich am 1. und 2. an der
ganzen Küste, am. 3. und 4, von Rügen ostwärts, am 5. an der westlichen und
mittleren Ostsee, am 6. auf Rügen, am 8, und 9. an der preufsischen Küste, am
10. und 11. an der Nordsee, am 13, an der mittleren Ostsee, am 14. an der ganzen
Küste, am 15, und 16, an der Nordsee und westlichen Ostsee, am 17. ostwärts
bis zur Kieler Bucht und an der preufsischen Küste, am 18. ostwärts bis zur
pommerschen Küste, sowie am 19, an der ostdeutschen Küste. Vom 20. bis 30.
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