Eingänge von Fragebogen bei der Deutschen Seewarte,
7, Von Konsulaten.
Ka}
Tbg.
No.
Einsender
Berichtet über
bg
No.
Einsender
Berichtet über
775
776
777
Viece-Konsul O0. Günther
Konsul v. Sanden
| Geh.Legationsrath, Minister-
Resident Dr. Michahelles
Konsul Julius Runge
General-Konsul
Kempermann
General-Konsul
v. Lindequist
Fray Bentos,
Paysandu
Montevideo
781
782
783
784
785
756
787
General-Konsul v. Saldern
Vice-Konsul Eberh. Focke
Konsul J. F, Hackfeld
Konsular-Agent F. Woerner
Konsul H. J. Burandt
Konsul Graf v. Hardenberg
Konsulats-Verweser
O. Lohan
Vice-Konsul Th. Belfante
Konsul Oskar Kolbe
Hangkok
Wellington
Honolulu
[nhambane
Veracruz
Zanzibar
778
779
Port au Prince
Galveston
780
Sydney
Kapstadt
788
789
Philadelphia
Alexandrette
Lagos
Besondere Bemerkungen aus den Fragebogen:
Gigante. Die offene Bucht Gigante liegt auf etwa 11° 23’ N-Br und
36° 4’ W-Lg, 11 Sm nordwestlich von San Juan del Sur. Nur zwei
Hütten befinden sich in der Nähe der Bucht. Die beim Verladen des
Rosen-, Gelb- und Pockholzes beschäftigten Arbeiter wohnen während
ihres Aufenthaltes in Zelten. Das Holz wird auf Cedernflöfsen ver-
laden, die aufserhalb der Brandung verankert werden und auf die
mittelst Leine das Holz durch die Brandung geholt wird, Man ankert
auf 18 m Wasser über sehr hartem Ankergrunde. Der beste Anker-
platz liegt auf der Verbindungslinie der die Bucht begrenzenden
Huken. „Baldur“ lag stets vor zwei Ankern. Landmarken giebt es
nicht, aufser dem Wrack der deutschen Bark „Otilde“. Lootsen und
Schleppdampfer sind nicht vorhanden, Der Steinballast wurde über
Bord geworfen. Trinkwasser war nicht zu erhalten,
San Juan del Sur. Die Bucht ist gegen Südsüdwest- bis Westwinde
ungeschützt. Man ankert auf etwa 17 m Wasser über gutem, schlickigem
Grunde etwa 1! Kblg. vom Strande. Als Landmarke dient ein Haus
an der St. B.-Seite der Einfahrt, in dem eine Laterne brennt. Der
Leuchtthurm ist 1898 abgebrannt. Das jetzige Feuer ist nur 3 bis 4 Sm
sichtbar. Lootsen und Schlepper sind nicht vorhanden. Ballast mufs
an Land gebracht werden. Eine Landungsbrücke für Boote ist vor-
handen. Trinkwasser kann man kostenfrei aus einem Brunnen etwa
100 m vom Strande holen, was jedoch viel Mühe macht. Frisches
Fleisch ist zeitweise einmal in der Woche zu 25 c das Pfund zu er-
halten, Gemüse dagegen gar nicht. Mufß man Proviant nehmen, so
empfiehlt es sich, solchen durch‘ die mit San Francisco verkehrenden
Dampfer besorgen zu lassen. |
Sydney. Die Landungsanlagen in der Woolloomooloo-Bucht sind um
80 m verlängert worden. Der Bau einer Brücke über den Hafen von
Dawes- nach Blues-Huk ist geplant. Der Hafen ist seit Anfang dieses
Jahres den „Sydney Harbour Trust Commissioners“ unterstelit. Die
Zeit für Löschen und Laden von Schiffen ist festgesetzt von 8a bis
5*p, Sonnabends von 8a bis mittags. Nach dem Gutachten der Zoll-
behörde kann die Arbeit bereits früher geschlossen werden. Eine
einheitliche Schleppertaxe besteht nicht. J. & A. Brown berechnen
für Schleppen von See nach Sydney oder Newcastle 2 d die Register-
tonne, von Sydney nach Newcastle und umgekehrt 6 d die Register-
tonne, nach See 2d die Registertonne, Verholen im Hafen 2 £. Seit
Anfang dieses Jahres unterhält die Jaluit-Gesellschaft eine dreimonat-
liche Dampferverbindung zwischen Sydney-—Jaluit und Karolinen-Inseln.
Wellington. Die neuen Kai- und Hafenanlagen gehen ihrer Vollendung
entgegen. Die Glasgow - Landungsbrücke wird etwa 190 m lang und
43 m breit werden; Wassertiefe zu beiden Seiten wird 8,5 m betragen.
Waterloo - Kai soll 290 m lang werden, Wassertiefe längsseit 4,6 m,
Jervois-Kai und Eisenbahnlandungsbrücke werden erweitert; 14 hydrau-
lische Krähne werden aufgestellt werden. Es besteht jetzt dreiwöchent-
liche Postdampferverbindung mit .San Francisco über Auckland.
Ann. d. Hydr. ete., 1901, Heft XI,
No. 645.
340.