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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Schrader, C,: Die Bestimmung von Ortezeit und Azimut aus gleichen Sonnenhöhen. 517 
Dabei ist mit P der eingeklammerte Faktor bezeichnet. ; | 
Dieselbe Ueberlegung, welche oben die Gleichungen (3) und (4) ver- 
knüpfte, führt hier zu der weiteren Gleichung: 
7 
Mitternachts-Meridianberichtigung 
daR = — u Psece für das Mittel der beiden 
rechtsum wachsenden Kreisablesungen. 
Der Logarithmus dieses Faktors P kann aus der folgenden Tafel mit dem 
Eingang „Zwischenzeit = 2t“ entnommen werden. 
Eine Aenderung der Strahlenbrechung kann man in ähnlicher Weise be- 
rücksichtigen, wie es oben bei der Zeitbestimmung geschehen ist. Ist die 
Strahlenbrechung bei der Nachmittagsbeobachtung geringer als vormittags, so 
wird dieselbe scheinbare Höhe schon bei einem kleineren Stundenwinkel erreicht. 
Dies entspricht einem kleineren (gröfseren) Azimut, wenn der parallaktische 
Winkel (d. b, der Winkel zwischen Nordpol, Gestirn und Zenit) x kleiner 
(gröfser) ist als 90°. Ist dieser Winkel ein rechter, so liegt der theoretisch 
günstigste Fall vor, dafs das Azimut von der Höhe und Zeit unabhängig ist, da 
die scheinbare Ortsänderung des Gestirns in einem Vertikalkreise vor sich geht. 
Den parallaktischen Winkel findet man am bequemsten mittels einer 
Zeitazimut-Tafel, soweit diese ausreicht, unter Vertauschung der Eingänge d und g. 
Demnach ist also das Vorzeichen dieser Zusatzberichtigung unter den ge- 
gebenen Strahlenbrechungsverhältnissen positiv (negativ), wenn der parallaktische 
Winkel spitz (stumpf) ist. 
Man kann diese Erwägungen aber überhaupt umgehen, indem man die 
Beobachtungen selbst zu Hülfe nimmt. Diese ergeben nämlich direkt die ein- 
ander entsprechenden Aenderungen in Höhe, Zeit und Azimut. 
Haben sich die Azimuteinstellungen auf verschiedene Ränder der Sonne 
bezogen, so müssen sie durch Berücksichtigung des Azimutalunterschiedes der 
beiden Ränder == 2r sech einheitlich gemacht werden. 
Alsdaon kann man entweder aus der Beziehung zwischen Höhen- und 
Azimutänderung oder, falls A/U® schon abgeleitet ist, direkt aus letzterem den 
gesuchten Werth AK‘ finden durch Auflösung der Verhältnifsgleichung 
4U; J/K' = Zeitänderung : entsprechender Azimutänderung 
Natürlich kann man auch hier den etwas umständlicheren Weg der direkten 
Berechnung anwenden; aus dem Fehlerdreieck GG,G, in Fig. 2 ergiebt sich: 
G,G 4h 
en = eG: = — Au, cosh 
folglich 
da, — — Ahsech ctg x 
oder auch 
__ GG, _ 4w,cosh 
OEM = GG " Atos 8 
folglich 
4C, = Atsech cos zT cos d 
Mithin ist die an das Mittel der Horizontalkreis- Ablesungen noch anzu- 
bringende Zusatzberichtigung 
1K' = de = IX go0h etz 
A 
HI 
dt 
> sech cos 7 cos d 
8 
AK! 20 weh 067 0020
	        
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