Schrader, C.: Die Bestimmung von Ortszeit und Azimut aus gleichen Sonnenhöhen, 512
sein. Nun ist aber
‘ ZZ, :2Z2Z, = sinf:sin«a
oder
Ätcos@: 4d cos m == sing : sin «
also
(1)
anık
Führt man hier
at — Am , inf
cos © sin «
. sin (p — €)
Sinß =.
cos 0 . cosd sinm
COS 0 == Z— sinn = — ——
:sin & sing sinz
ein, so ergiebt sich
in (dDp— eH-
dt = 40 sin (p— ®))
cosd gm
1 40 cos d cos e — sin d’sin e
cos d ıgtsine
—_ yo (gs __ 189
= 4d es ey
oder da cost = tgetg@ ist,
’9)
at = 48 (89 _ 89)
sint tgt
Während also bei einem etwaigen Höhenfehler das in Frage kommende
Stück der Höhengleiche sich verschiebt in der Verlängerung ihres Halbmessers
GZ, geht diese Verschiebung bei einem Abweichungsfehler des Gestirns in der
Richtung eines durch Z mit dem Stundenkreise des Gestirns parallel laufenden
Nebenkreise ZZ, vor sich, und in jedem Falle bildet der Schnittpunkt der so
verschobenen Höhengleiche mit dem jeweiligen der Breite entsprechenden Ab-
weichungsparallel das gesuchte Zenit. .
Um nun diese Betrachtungen für das Problem der gleichen Sonnenhöhen
nutzbar zu machen, hat man folgende Ueberlegung anzustellen.
Die Vormittagsbeobachtung einer Sonnenhöhe (möglichst nahe dem ersten
Vertikal) im Stundenwinkel — t habe stattgefunden bei der Uhrzeit U,, die
Nachmittagsbeobachtung derselben Höhe im Stundenwinkel t-+ At bei der
Uhrzeit Ur.
Dann ist
Kr — tt dt — on + 3!
oder
; (Ur + Un) — nt == Ob (wahrer Ortsmittag)
Die halbe Differenz der beiden Uhrzeiten ist gleich dem genäherten
Stunden winkel.
Man hat also an das Mittel der beiden Uhrzeiten eine Berichtigung
__ At_ dd (igd tge
u (1. ES) ;
anzubringen, um die dem wahren Ortsmittage entsprechende Uhrzeit zu erhalten.
Nun giebt die dritte Spalte auf Seite 1I des Nautischen Jahrbuches 1903 u. 8, w.
die Aenderung der Abweichung der Sonne für 1° W-Lg oder tür vier Zeitminuten,
und zwar ausgedrückt in Bogenminuten. .
I) Die Beziehung al 3 etg z führt hier zu der sonst-bekannten Gleichung
Ar -
4d
RAS tg 7