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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1901 
Fig. 1 zeigt den Drachen von der Seite gesehen, beim Betriebe im Wasser. 
Der Pfeil giebt die Bewegungsrichtung des - Schiffes bezw. des Drachens an. 
Fig. 2 zeigt den letzteren, losgekuppelt, nach dem Aufstoßen auf einen Felsen. 
A ist das Verbindungsseil mit dem Schiffe, B ist ein rechteckiges doppeltes 
Aluminiumblech mit nach unten gebogenen Seiten C; B ist vorne mit einem 
Stahlblech armirt. Es ist hauptsächlich der Druck des Wassers auf B, der das 
Drahtseil nach unten zieht. Mittels dreier dünner Drahtseile ist der untere 
Apparat D an B befestigt; D hat den Zweck, erstens dem Bleche B die richtige 
Lage zu geben und zweitens das Loskuppeln zu bewerkstelligen. D besteht 
aus einer massiven Stahlstange E, an welcher hinten das kleine Blech F befestigt 
ist. Das Drahtseil A ist sowohl durch die über den Haken G gelegte Oese H 
als auch durch das nach hinten gehende Drahtseilende J mit dem Bleche B ver- 
bunden. Die vorne auf dem letzteren befestigte Kuppelung besteht aus dem 
Hebel L, welcher bei G zu einem Haken ausgebildet ist; über letzteren ist die 
Oese H gelegt. L ist durch die Nase N des Hebels M verriegelt. M ist etwas 
verschiebbar nach oben und unten. Sobald der Drache ins Wasser kommt und 
das Seil A gespannt wird, wird M in eine solche Lage gedrückt, dafs die 
Kuppelung festgehalten wird. Sollte aber der Drache den Boden berühren (Fig. 2), 
so wird die an der Oese R befestigte Stange E in ihrer Vorwärtsbewegung auf- 
gehalten, und R drückt dann den Hebel M in eine solche Lage, dafs der Hebel L, 
bezw. die Oese H, frei wird. In diesem Augenblick wird das Seil A lose, und 
das Läutewerk tritt in Thätigkeit. Nach der Abkuppelung geht der Drache zur 
Oberfläche hinauf, wird nach dem Schiff herangeholt, von Neuem zusammen- 
yekuppelt und eventuell wieder hinuntergelassen. 
Fig. 1 
Fig. ? 
Eine Sicherheitskuppelung hat den Zweck, das Verlorengehen des 
Drachens zu verhüten; sie besteht aus den beiden durch die Stahlmuffe V ver- 
bundenen Oesen H und X. H ist mit der Muffe V fest vernietet, X jedoch nur 
durch einen dünnen Draht, der auf beiden Seiten umgebogen wird. Sollte die 
Spannung im Seile A z. B. durch eine gesteigerte Schiffsgeschwindigkeit oder 
dergl. 400 kg übersteigen (— die zulässige Belastung des Seiles ist 600 kg —), 
so wird der dünne Draht abgeschnitten, das Läutewerk eingeschaltet, und der 
Drache geht zur Oberfläche. Nachdem man denselben aus dem Wasser heraus- 
geholt hat, wird ein neuer Draht, eventuell ein etwas stärkerer, eingesetzt. Der 
ganze Schaden wäre also nur ein falsches Signal. 
Die Einzelheiten der Signalvorrichtung, des Läutewerkes u. 8. w. 
brauchen hier nicht näher beschrieben zu werden, da sie zum Verständnifs des 
Instrumentes als solchen nicht von wesentlicher Bedeutung sind. 
Die Skala, welche die Tiefe, in der man den Drachen laufen läfst, 
angiebt, ist auf einem geschlitzten Rohr aufgetragen, welches die Kurbelwelle 
nmschliefst. Die letztere ist mit einem Gewinde versehen, auf welchem sich 
eine nur in der Längsrichtung bewegliche Mutter mit, einem Zeiger verschiebt.
	        
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