Die: Punget-Sund-Häfen.
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Port Gamble wegen der häufigen stürmischen Böen im Winter aber nicht. Wir
holten mit gutem Wetter 2* nachmittags auf die Bank. Da hier auch keine Vor-
richtung ist, um ein Schiff fest zu machen, liefen wir den St. B.-Anker fallen
and steckten 30 Faden Kette aus, während an B. B. vorn und hinten sechszöllige
Manilaleinen an starken Tannen befestigt und das Schiff mittels dieser an die
Bank herangeholt wurde. Wir kamen nun an einer guten Stelle trocken und
machten die St. B.-Seite rein. Es blieb nur ca 1 Fufs Wasser beim Schiff, doch
konnten wir leider des unaufhörlichen Regens wegen keine Farbe anbringen,
Soweit war Alles gut gegangen; das Schiff lag schon wieder fest und üher
die andere Seite getrimmt, und wir machten Alles fertig, um auch die B, B.-Seite
zu reinigen, als plötzlich eine stürmische Böe aus südöstlicher Richtung einsetzte,
wodurch die vorderste Manilatrosse zerrifs; der Kopf des Schiffes schlug infolge
dessen herum, und wir liefen von der Bank herunter, als wenn ein Schiff vom
Stapel läuft. Der sofort ausgeworfene B. B.-Anker brachte das Schiff zwar bald
zum Stehen, doch da das schlechte und unruhige Wetter in den nächsten Tagen
noch anhielt, habe ich von weiteren Experimenten abgesehen und die B. B.-Seite
mit Schrapern auf langen Stielen von oben so gut wie möglich gereinigt und es
damit bewenden lassen.
Am 22. Dezember holten wir die „Anutigone“ nach dem Ladeplatz und
machten das Schiff dort fest. Diese Arbeit nahm beinahe den ganzen "Tag in
Anspruch, weil keine Vorrichtungen vorhanden sind, um ein Schiff zu befestigen.
Es mufsten allerhand Manöver gemacht werden, um während der häufig auf-
tretenden südöstlichen Stürme auch sicher liegen zu können,
Da wir durch die Bugpforten laden, liegt das Schiff selbstverständlich mit
dem Kopf nach der Werft hin und kann dort leicht ‚festgemacht werden, aber
hinten, von wo der bauptsächlichste Wind herkommt, ist dieses schwieriger, da
die Vertäuanker allein nicht halten würden. Wir ließen daher ca 75 Faden von
der Werft entfernt den St. B.-Buganker fallen, nahmen dann unsere schwere
Schlepptrosse, ein neues Stahltau, von hinten aus, befestigten diese an der Bug-
ankerkette und drehten dann das Schiff herum, 80 dafs das Heck nach dem Bug-
anker zu liegen kam. Der gröfseren Sicherheit wegen liefs ich dann auch noch
den schweren Vertäuanker mit 75 Faden Kette hinten ausbringen.
Diese Vorsichtsmafsregeln erwiesen sich als nicht überflüssig, denn wir
hatten mehrmals heftige Schneestürme aus südöstlicher Richtung zu bestehen,
welche so viel Seegang in der Bucht erzeugten, dafs die Bugpforten geschlossen
werden mufsten.
Am 12. Januar hatten wir 524 000 laufende Fufs Balken und Deckplanken
an Bord und traten nachmittags am 13. bei Sturm aus östlicher Richtung mit
Hülfe des Schleppers „Scalion“ die Reise nach Port Blakely an, um dort die
Ladung zu vervollständigen. So wie wir uns diesem ausgezeichneten Hafen
näherten, wurde der Wind flauer, und im Hafen selbst wehte nur eine leichte
Briese. Port Blakely steht mit Recht in dem Ruf, der beste von allen Sundhäfen
zu sein, und kann nicht genug empfohlen werden, Ich habe bereits dreimal, und
immer im Winter, eine Holzladung hier eingenommen und den Wind noch nie
stärker angetroffen, als höchstens 4 bis 5 der Beaufort-Skala, auch wenn draufsen
die schwersten Stürme wehten. Die ganze Bucht ist nämlich von hohen Tannen
eingeschlossen, die dem Winde keinen Zutritt gestatten,
Nachdem wir hier den Rest der Ladung eingenommen und in Port Townsend
ausklarirt batten, wurde vom ‚letzten Platze aus am 7. Februar 1901 die Heim-
reise nach Hamburg angetreten. Die ganze Ladung bestand aus 1 125 000 laufenden
Fufs Holz, wovon 111000 Fufs an Deck verstaut waren.
Die Schleppdampfer der „Puget Sound Tugboat Company“ sind
kenntlich an einem schwarzen Schornstein, weißem Steuerhäuschen und einem
weißen Streifen um das Schiff herum. Durch folgende Signale mit der Dampf-
pfeife dirigiren sie die von ihnen geschleppten Schiffe:
a) Bei Nebel:
Ein Von . . . „00
Zwei Töne . .0.000000 4 04
Ein langer und zwei kurze Töne, .
Backbord-Ruder.
Steuerbord-Ruder.
Nebelsignal.